- Windows hat zuletzt mehr lokale AI-Funktionen und auf Datensammlung ausgerichtete Features hinzugefügt, während Verbesserungen bei der Produktivität vernachlässigt wurden
- Nutzer werden fortlaufend mit unnötigen Benachrichtigungen, Aufforderungen zum Abschließen von Diensten und werblichen Push-Inhalten belastet
- Tatsächlich benötigte Funktionen wären etwa mehrere Zwischenablagen, die gleichzeitige Anzeige mehrerer Zeitzonen in der Taskleiste oder benutzerdefinierte Tastaturkürzel
- Gefordert werden eine bessere Verwaltung mehrerer Apps und Audiogeräte, Verbesserungen für Multi-Monitor-Umgebungen sowie das Blockieren unnötiger Benachrichtigungen und eine stärkere Ausrichtung auf Produktivität
- Bei vielen Funktionen sind Windows-Nutzer derzeit auf Automatisierungstools oder Drittprogramme angewiesen; entsprechend laut ist der Wunsch, dass das OS diese Anforderungen selbst erfüllt
Windows priorisiert unnötige Funktionen statt der Features, die Nutzer wirklich brauchen
- Windows drängt Nutzern wiederholt unerwünschte Funktionen auf, etwa Werbehinweise für Xbox Game Pass, Aufforderungen zum Abschluss von Microsoft 365 oder Datenschutz-Snapshots durch Recall
- Nutzer kritisieren den erzwungenen Login mit einem Microsoft-Konto und integrierte AI-Funktionen als Formen von Überwachung und Datensammlung
- Der für das OS verantwortliche Pavan Davuluri beschrieb die Zukunft von Windows als sprach-, visions- und touchzentrierte Benutzeroberfläche, was viele Nutzer jedoch als wenig hilfreiche Veränderung wahrnehmen
- Lokale Bilderzeugung in Paint, Tabs und AI in Notepad sowie News-Widgets in der Taskleiste lösen skeptische Reaktionen im Stil von „Wer wollte das eigentlich?“ aus
10 Vorschläge für Windows-Funktionen, die wirklich gebraucht werden
1. Unterstützung für mehrere Zwischenablagen
- Windows bietet derzeit mit
Win + V eine Zwischenablage-Historie, gebraucht werden aber eigentlich mehrere unabhängige Zwischenablagen
- Wenn sich eine zweite oder dritte Zwischenablage jeweils mit eigenen Shortcuts kopieren und einfügen ließe, könnten Texte und Bilder parallel gespeichert und bei Bedarf getrennt genutzt werden
- Mit Skripten wie AutoHotkey lässt sich das nachbilden, wünschenswert wäre aber eine native Umsetzung auf OS-Ebene
2. Mehrere Uhren in der Taskleiste
- Windows erlaubt derzeit zwar zusätzliche Uhren, diese sind aber nicht in der Taskleiste sichtbar, sondern nur als Popup beim Mouseover
- Wenn man zum Beispiel lokale Zeit und UTC gleichzeitig sehen muss, ist das im Arbeitsfluss umständlich
- Nutzer brauchen die Möglichkeit, mehrere Uhren direkt in der Taskleiste zu platzieren
3. Eine vierte Modifikatortaste (MOD-Taste)
- Bestehende Shortcuts sind auf Ctrl, Alt und die Windows-Taste beschränkt, und viele Kombinationen sind bereits anderweitig belegt
- Eine neue MOD-Taste würde mehr Spielraum schaffen, um gewünschte Funktionen frei auf Tastenkürzel zu legen
- Beispiel:
MOD + C und MOD + V könnten als Shortcuts für eine zweite Zwischenablage dienen
- So wie früher die Windows-Taste eingeführt wurde, wäre vielleicht auch eine neue Taste denkbar
4. Vollständiges Remapping aller Shortcuts erlauben
- Windows erlaubt derzeit nur Änderungen an einem Teil der Tastenkürzel; viele Shortcuts sind auf System- oder App-Ebene fest vorgegeben
- Nutzer möchten bestimmte Shortcuts umfassend an ihre eigenen Arbeitsweisen anpassen können
- Beispiel:
Ctrl + A als „Kopieren“, Ctrl + B als „Einfügen“ oder Ctrl + F als „Alles auswählen“ neu definieren
5. Verschiebbare und in der Größe anpassbare Taskleiste
- Bis einschließlich Windows 10 konnte die Taskleiste oben, unten, links oder rechts platziert und auch in der Höhe angepasst werden
- In Windows 11 ist diese Funktion verschwunden, was den Unmut vieler Nutzer verstärkt hat
- Power-User mit vielen Symbolen benötigen eine breitere bzw. größere Taskleiste, entsprechend groß ist der Wunsch nach einer Rückkehr dieser Funktion
- Es ist gut möglich, dass Microsoft sie absichtlich entfernt hat, um ihre „Wiedereinführung“ in einer späteren Version zu vermarkten
6. Audio-Firewall
- Unerwartete App-Geräusche oder automatisch startender Ton auf Websites stören die Konzentration
- Wenn eine App Audio ausgeben will, sollte Windows – ähnlich wie bei einer UAC-Berechtigungsanfrage – den Nutzer informieren und um Erlaubnis bitten
- Außerdem sollte sich eine Allow-/Block-Liste pro App oder Website verwalten lassen
- Das Stummschalten einzelner Browser-Tabs hilft erst, nachdem der Ton bereits abgespielt wurde; gebraucht wird deshalb ein präventiver Blockiermechanismus
7. Apps monitorweise fixieren
- In Multi-Monitor-Umgebungen möchten Nutzer bestimmte Apps dauerhaft auf bestimmten Displays öffnen
- Beispiel: Slack immer auf dem rechten oberen Monitor, der Browser automatisch auf dem Hauptmonitor
- Wenn sich mehrere Apps auf demselben Monitor fixieren und sogar automatisch aufgeteilt anordnen ließen, würde das die Produktivität weiter steigern
8. Programmgruppen gemeinsam starten
- Je nach Arbeitsmodus müssen Nutzer häufig mehrere Apps gleichzeitig starten
- Beispiel: Webentwicklungsmodus → Notepad++, FileZilla, MySQL-Client, Browser
- Schreibmodus → Web-Tools, Photoshop Elements, Slack
- Derzeit ist das per AutoHotkey-/AutoIT-Skript möglich, gebraucht wird aber eine eingebaute Windows-Funktion zum „Starten von Arbeitssets“
9. Umschalten zwischen Audiogeräten vereinfachen
- In Windows 11 ist das Wechseln des Ausgabegeräts umständlich, weil man sich durch mehrere Menüebenen klicken muss
- Wer zwischen USB-Lautsprechern und Headset wechselt, kann nicht schnell genug umschalten
- Gewünscht wird ein direkt erreichbares Schnellmenü in Taskleiste oder System-Tray
- Noch besser wäre eine automatische Zuordnung bestimmter Geräte pro App, etwa: Zoom über das Headset, der Browser über die Lautsprecher – das würde die Effizienz deutlich erhöhen
10. Von Microsoft verursachte Ablenkungen blockieren
- Windows liefert standardmäßig arbeitsfremde Benachrichtigungen wie Werbehinweise, Widget-Newsfeeds oder Xbox-Game-Pass-Promotionen
- Diese Elemente lassen sich zwar deaktivieren, viele Nutzer fordern aber, dass sie standardmäßig ausgeschaltet sein sollten
- Typische Beschwerden sind etwa die nach Updates wieder auftauchende OOBE (Second Chance Out-of-Box Experience), Benachrichtigungen zu Filmtrailern oder Aufforderungen für Game Pass
- Nutzer wünschen sich, dass sich das OS auf grundlegende Funktionen konzentriert und Werbung oder Promotionen vollständig entfernt werden
Fazit und Vorschlag
- Microsoft sollte sich nicht nur auf den Verkauf eigener Dienste wie OneDrive, Microsoft 365 und Game Pass konzentrieren, sondern stärker auf echte Produktivitätsverbesserungen
- Verbesserungen für die tägliche Arbeitseffizienz sind dringender als weitere AI-Funktionen
- Es bleibt zu hoffen, dass die Funktionen und Änderungen umgesetzt werden, die Nutzer tatsächlich wollen
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