- Gerüchte über ein großes UI-Redesign von iOS verbreiten sich, und für alle Apple-Plattformen einschließlich VisionOS wird ein Interface-Wandel mit Fokus auf „Physicality“ angekündigt
- Die Geschichte des iOS-Designs lässt sich in Shaded Age (Skeuomorphismus), Flat Age (Flat) und die jüngste New Age (Physicality) einteilen; in jeder Epoche hat sich die UI-Philosophie grundlegend verändert
- Wie bei den UI-Prinzipien von VisionOS werden künftige Interfaces nicht von flachen Flächen, sondern von Elementen geprägt sein, die wie echte Materialien auf Licht, Schatten und Umgebung reagieren
- Jüngste iOS-Elemente wie Dynamic Island und Siri-Animationen betonen bereits eine dynamische Materialität ähnlich Glas und gelten als Vorboten des neuen Designparadigmas
- Die nächste Veränderung wird voraussichtlich eine umfassende und dynamische „Living Glass“-UI sein, die der User Experience eine neue sensorische Tiefe und mehr Immersion verleiht
Die Geschichte des iOS-Designwandels und die Evolution hin zu „Physicality“
Vorboten eines gewaltigen Redesigns
- In letzter Zeit kursieren im Apple-Ökosystem (insbesondere iOS und VisionOS) Gerüchte über das größte Redesign aller Zeiten, was die Vorstellungskraft der Design-Community beflügelt
- Es wird ein Wandel in einer Größenordnung wie zu Zeiten von iOS 7 erwartet, diesmal jedoch nicht nur für iOS, sondern auch für macOS, iPadOS, tvOS, watchOS und visionOS als plattformübergreifende Stiltransformation
Die Epochen des iOS-Designs
Shaded Age (Zeit des Skeuomorphismus)
- Frühes iOS (iPhone OS) basierte auf Skeuomorphismus, mit vielen visuellen Effekten wie Buttons, Leder und Metall, die die Materialität realer Objekte betonten
- Um Vertrautheit und Zugänglichkeit zu erhöhen, wurden Designs aktiv eingesetzt, die realen Objekten ähnelten
- Auf dem iPad wurden auch dynamische Effekte ausprobiert, etwa Lichtreflexionen auf Slidern oder Papierkorb-Animationen
Flat Age (die Ära des Flat Designs)
- Mit iOS 7 kam es zu einem radikalen Umbruch und einem umfassenden Wechsel hin zu Flat Design
- Buttons wurden auf einfachen Text und Farben reduziert; visuelle Tiefe, Schatten und Plastizität wurden stark zurückgenommen
- Stattdessen wurde mit mehrschichtigen Strukturen, Parallax und Blur über dynamische Layer eine schlichte, aber räumliche Wirkung erzeugt
- Mit der Zeit kehrten Schatten, dickere Icons und abgerundete Ecken schrittweise wieder zurück und brachten mehr „Wärme“ ins Design
New Age (die Ära der Physicality)
- Die UI von VisionOS verleiht allen Elementen Materialität, sodass Panels, Icons und Buttons als „lebendige UI“ gestaltet sind, die sich je nach Licht, Schatten und Umgebung verändert
- Alan Dye (Leiter von Apples Design) betonte über die VisionOS-Oberfläche, dass „jedes Element ein physisches Empfinden hat, auf Licht reagiert und Schatten erzeugt“
- Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Prinzipien auf alle Apple-Produkte einschließlich iOS ausgeweitet werden
Neuinterpretation von Materialität: lebendige UI
- Elemente wie Dynamic Island und Siri-Animationen in iOS setzen bereits dynamische UI-Effekte um, die reale physische Eigenschaften wie die Viskosität von Flüssigkeiten, Bewegung oder Lichtreflexionen widerspiegeln
- Der „neue Skeuomorphismus“ entwickelt sich weg von bloßen visuellen Effekten hin zur Übertragung von Verhaltensweisen aus der realen Welt direkt in die Benutzeroberfläche
Die Vorstellung einer „Living Glass“-UI
- Künftige iOS-Versionen dürften sich zu einer dynamischen, reaktionsfähigen Oberfläche entwickeln, die mit dem Glas des Geräts selbst harmoniert
- Buttons, Panels, Icons und andere Controls würden je nach Umgebung wie Content oder Beleuchtung Effekte wie Reflexion, Blur und Farbveränderungen erhalten – ähnlich wie lebendiges Glas
- Erwartet wird ein neues hierarchisches Layout und ein Design mit stärkerem Raumgefühl, das bestehende statische UI-Muster wie Home Screen, Tab Bar, Icons und Platter ersetzt
Wandel des Designparadigmas und Entwicklungsumgebung
- Der große Umbruch bei iOS wird weitreichende Auswirkungen auf Apples Marke, Website, Icons und sogar Entwicklertools haben
- Auch Third-Party-Entwickler und Designer brauchen neue Werkzeuge und Denkweisen für eine beispiellose dynamische, umgebungsresponsive UI
- Entscheidend ist die Evolution weg von statischen, früher etwa mit Photoshop erstellten Grafiken hin zu UI-Designs, die mit Echtzeit-Umgebungseffekten kombiniert werden
„Glass Fiction“ als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft
- Die aus Science-Fiction bekannte „futuristische UI aus Glas“ wird nun tatsächlich Realität
- Andere Unternehmen wie MS haben konzeptionelle Glass UI etwa in Videos gezeigt, doch Apples besondere Hardware-Software-Integration ermöglicht eine praktische Umsetzung
- Die Spannung steigt, ob auf der WWDC eine solche „lebendige Glas-UI“ vorgestellt wird
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