- Die in Filmen und im Fernsehen häufig gezeigten Szenen von Salven aus Pfeilen entsprechen nicht der tatsächlichen Geschichte
- Bogenschützen feuerten keine Salven. Stattdessen schoss jeder seinen Pfeil zum jeweils optimalen Zeitpunkt ab
- Salvenfeuer war vor allem eine Taktik für Waffen mit langsamer Nachladezeit wie Feuerwaffen
- Bögen bieten wegen ihrer hohen Feuerrate keinen Vorteil durch Salvenfeuer
- Die Tödlichkeit von Pfeilen wird übertrieben. Ihre tatsächliche Wirkung im Kampf war begrenzt
Die Fiktion des Pfeil-Salvenfeuers
- Die in Filmen und im Fernsehen oft dargestellten Szenen von Pfeil-Salven sind historisch ungenau
- Bogenschützen feuerten keine Salven ab, sondern schossen ihre Pfeile jeweils zum optimalen Zeitpunkt
- Salvenfeuer war vor allem eine Taktik für Waffen mit langsamer Nachladezeit wie Feuerwaffen
- Bögen bieten wegen ihrer hohen Feuerrate keinen Vorteil durch Salvenfeuer
Der Zweck von Salvenfeuer
- Salvenfeuer ist eine Taktik, um langsames Nachladen auszugleichen
- Es wurde vor allem mit mächtigen Waffen wie Feuerwaffen eingesetzt, um in kurzer Zeit hohe Tödlichkeit zu erzielen
- Bei Bögen bestand wegen ihrer hohen Feuerrate kein Bedarf für Salvenfeuer
Warum Bogenschützen kein Salvenfeuer einsetzten
- Bögen bieten wegen ihrer hohen Feuerrate keinen Vorteil durch Salvenfeuer
- Wenn Bogenschützen den Bogen lange gespannt halten, ermüden sie schnell
- Die Tödlichkeit von Bögen war begrenzt und wurde durch Rüstungen und Schilde leicht abgeschwächt
Modellierung der Tödlichkeit von Pfeilen
- Die Tödlichkeit von Pfeilen wird übertrieben. Ihre tatsächliche Wirkung im Kampf war begrenzt
- Schilde und Rüstungen verringerten die Wirkung von Pfeilen erheblich
- Die meisten Pfeile trafen ihr Ziel nicht und gingen daneben
Die Wirkung von Pfeilen im realen Kampf
- In historischen Schlachten war die Tödlichkeit von Pfeilen begrenzt
- In Schlachten wie bei Athen, Issos und Azincourt war die Wirkung von Pfeilen nur begrenzt
- Pfeile trugen dazu bei, den Gegner zu ermüden oder zu verwirren, richteten aber keinen entscheidenden Schaden an
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentar
Der Autor geht nicht näher auf militärische Disziplin ein. Manche Armeen waren so streng diszipliniert, dass sie selbst unter Pfeilbeschuss nicht wankten. Für gewöhnliche Bauernsoldaten konnte das jedoch ein erheblicher Abschreckungsfaktor sein. Sie hatten keine formale Ausbildung, oft nur ein geringes persönliches Interesse am Ausgang der Schlacht und zudem schlechte Schutzausrüstung.
Die Zahlen zur Zugkraft von Kriegsbögen sind beeindruckend. Man stelle sich vor, im Fitnessstudio eine 45-kg-Hantel anzuheben und das so oft wie möglich zu wiederholen. Einen Bogen voll ausgezogen zu halten ist unmöglich.
Ich habe alles gelesen, bin aber nicht überzeugt.
Die Hypothese, dass viele historische Armeen Salven mit Kriegsbögen einsetzten, wird nicht berücksichtigt. Vielleicht ist darüber nichts überliefert, weil es eine schlechte Strategie war und alle damit untergingen.
Peter H Wilson erwähnt in seinem Buch über den Dreißigjährigen Krieg etwas Interessantes. Dafür brauchte es nicht nur das Aufkommen von Schusswaffen, sondern auch einen philosophischen Wandel, bei dem Menschen als Teile einer größeren Maschine betrachtet wurden. Das ist eine frühneuzeitliche Vorstellung, und Salvenfeuer tauchte zuerst bei italienischen Söldnern und den Milizen der Niederlande auf.
Das stärkste Argument ist die Behauptung, dass ein Befehlshaber seinen Bogenschützen keinen Befehl zum "Halten" geben würde, weil das Spannen des Bogens zu anstrengend ist.
Es wird behauptet, dass Hägar the Horrible Schlachten gar nicht so unrealistisch darstellt.
Solche Dinge zu lesen macht einen ganz kirre, aber es ist faszinierend, tief in antike Taktiken einzutauchen. Ich frage mich, ob es verlorenes Wissen gibt.
Ich stimme der Kritik am Wort "fire" nicht zu. Auch wenn man historisch kein Englisch sprach, ist es im modernen Englisch völlig in Ordnung, das Abschießen eines Bogens mit "fire" zu übersetzen.
Beim Spielen von Medieval: Total War waren Bögen und Armbrüste sehr effektiv gegen den Feind. Ich frage mich, ob das Spiel Pfeilbeschuss realistisch modelliert hat oder eher auf einer filmisch geprägten Vorstellung mittelalterlicher Bogenschützen basiert.