Miniaturschiff-Visual-Effects-Technik
Hunt for Red October (1990)
- Visual-Effects-Supervisor: Scott Squires
- Kameramann: Patrick Sweeney
- Die visuellen Effekte des Films wurden ursprünglich bei Richard Edlunds Boss Films umgesetzt, und unter der Leitung von Greg Jein wurden über etwa fünf Monate Miniatur-U-Boote gebaut.
- Der ursprüngliche Plan war, die Modelle mit Motion Control zu filmen und sie anschließend mit Hintergrund und Matte zu compositen.
- In der Testphase führten Meinungsverschiedenheiten zwischen der Produktion und dem Visual-Effects-Team dazu, dass das Projekt zu ILM verlegt wurde, wo in rund drei Monaten mehr als 50 Effekt-Shots fertiggestellt werden mussten.
Arbeit bei ILM
- Wegen des knappen Zeitplans entschied sich ILM dafür, die Modelle zwar mit Motion Control zu filmen, in den meisten Fällen jedoch den Hintergrund gleichzeitig in einer Rauchumgebung mit aufzunehmen.
- Damit sollte der Bedarf an optischem Compositing reduziert werden.
- Die Miniatur-U-Boot-Flotte umfasste Modelle in verschiedenen Größen, und ILM fertigte zusätzliche Modelle an, die in neuen Szenen verwendet wurden.
Aufnahmetechniken und Ausrüstung
- Große Modelle waren meist auf Stahlpfosten montiert und konnten per Motor Nick- und Gierbewegungen ausführen.
- Andere Modelle hingen an Wire-Rigs, einem von Tad Krzanowski entwickelten System, das auch bei "Batteries Not Included" und "The Abyss" eingesetzt wurde.
- Um den Rauch wie tiefes Unterwasser wirken zu lassen, wurde im Hintergrund ein Rauchvorhang ausgeleuchtet; das Licht wurde über Dimmer gesteuert, um die Helligkeit anzupassen, wenn Modelle ins Bild hinein- und wieder herausfuhren.
- Kamera- und Lichtbewegungen wurden präzise aufeinander abgestimmt, sodass ungefähr ein Shot pro Tag fertiggestellt werden konnte.
Weitere Miniaturen und Effekte
- Für Nahaufnahmen der Modelle wurden spiegelähnliche Anordnungen wie bei einem Periskop verwendet, und verschiedene Filter verstärkten den verschwommenen Unterwasser-Effekt.
- Etwa 40 Miniatur-Felsnadeln wurden gebaut, um eine Unterwasserschlucht darzustellen.
- Die Miniaturarbeit und die Simulation der Unterwasserumgebung im Film wirkten äußerst überzeugend, auch wenn das optische Compositing in einigen Shots weniger gelungen war.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein großartiger Einblick darin, wie ILM die Filmszenen umgesetzt hat. Als Crewmitglied der USS Salt Lake City (SSN-716) haben wir die Schauspieler und die Filmcrew vor den Dreharbeiten mit aufs Meer genommen, damit sie das Leben auf einem U-Boot erleben konnten. Alle Schauspieler und Crewmitglieder waren großartig, und ich denke, diese Erfahrung hat den Film besser gemacht
Dieser Film hat sich angesichts seines Themas und seiner Zeit wirklich gut gehalten. Wenn du ihn lange nicht gesehen hast, würde ich empfehlen, ihn auf die Liste zu setzen
Etwas am Thema vorbei, aber ich war immer erstaunt, dass das russische U-Boot in diesem Film einen Swimmingpool hat. (Außerdem wirkt es wie ein kleiner Swimmingpool.) Das erstaunt mich immer noch
Es ist interessant, dass ILM für die Unterwasserszenen dieses Films einen Rauchraum verwendet hat. Das war sicher viel einfacher als echte Unterwasseraufnahmen und barg ein geringeres Risiko, die Modelle zu ruinieren. Manchmal sieht diese Methode fantastisch aus, manchmal wirkt es aber auch wie ein Modell in einem rauchgefüllten Raum. Ich fand die Unterwasser-Modellszenen in Das Boot immer überzeugender
Die Entstehung von "The Hunt for Red October" erklärt auch andere praktische Effekte im Film, zum Beispiel die Szenen an der Wasseroberfläche mit der Red October oder die Innenraum-Sets des U-Boots
Ich frage mich wirklich, wie die Testaufnahmen von Boss Films aussahen. Die Arbeit von Richard Edlunds Team an verschiedenen Filmen der 80er war makellos (darunter Ghostbusters, Die Hard, Big Trouble in Little China). Sie übernahmen die Krone für hochwertige 65-mm-VFX, nachdem Douglas Trumbull sich aus dem Geschäft zurückgezogen hatte (der Höhepunkt seiner Arbeit waren Filme wie Blade Runner und Brainstorm). Ich frage mich, warum man in letzter Minute zu ILM gewechselt ist
"Dieses Geschäft wird außer Kontrolle geraten. Es wird außer Kontrolle geraten, und wir können froh sein, wenn wir es überhaupt überleben." So etwas hört man alle paar Sprints
Die außerhalb des Bildes befindlichen Pylonen, die das Schiff stützen, erinnerten mich an das Captain-Disillusion-Video darüber, wie das Schiff in Flight of the Navigator gemacht wurde
Hat nichts mit dem Film zu tun, aber wer in Cambridge, MA ist, sollte das maritime Modellmuseum des MIT besuchen. Dort gibt es großartige große Modelle
Im Buch gibt es einige Erwähnungen des Apple II auf der USS Dallas, darunter dass Sonarmann Jones der Boot-Champion von Choplifter und Zork ist. Als Kind mochte ich dieses Detail immer sehr