Apple braucht ein Snow Sequoia
(reviews.ofb.biz)> "Apple braucht wieder eine Systemüberarbeitung wie Snow Leopard"
- Mac OS X Leopard, das 2007 zusammen mit dem iPhone vorgestellt wurde, brachte mit "300 neuen Funktionen" einen großen Wandel
- Snow Leopard von 2009 war ein seltener Fall, der sich statt auf neue Funktionen auf die Bereinigung bestehender Funktionen und die Verbesserung des Systems konzentrierte
- Gerade weil Snow Leopard "weniger hinzufügte und mehr verbesserte", wurde es für Stabilität und Effizienz hoch gelobt
- Obwohl Upgrades für macOS und iOS heute kostenlos sind und jährlich regelmäßig erscheinen, wodurch der Druck für große Funktionspakete gesunken ist, versucht Apple nicht erneut ein Wartungs-Update wie Snow Leopard
Probleme der aktuellen Apple-Software
- Die neuesten Versionen, macOS Sequoia und iOS/iPadOS 18, sind insgesamt stabil, doch der Qualitätsverlust bei der Nutzererfahrung ist gravierend
- Bugs sind keineswegs selten, treten häufig auf, und viele Probleme lassen sich auf mehreren Geräten wiederholt reproduzieren
- Beispiel: In der Nachrichten-App funktioniert das Kopieren von Text nicht richtig (es wird nur die gesamte Nachricht kopiert oder das Kopieren funktioniert gar nicht)
- Die Nachrichten-App synchronisiert zudem sehr langsam, und es gibt nicht einmal eine Anzeige des Synchronisierungsstatus
- Auch im Hintergrund ist die CPU-Auslastung übermäßig hoch
Stabilitätsprobleme bei Standard-Apps und Funktionen
- Apps wie Mail sind von den sicheren Netzwerkbibliotheken von macOS abhängig, wodurch es zu unterbrochenen Netzwerkverbindungen kommen kann
- In solchen Fällen gibt es außer einem vollständigen Neustart des Systems keine Lösung
- Auch Safari hat Fehler, bei denen interne Komponenten häufig hängen bleiben oder den gesamten Browser außer Funktion setzen
- Auf dem iPad tritt oft ein UI-Bug auf, bei dem die Navigationsleiste oben in der Nachrichten-App verschwindet
- Beim Emoji-Auswahlfeld erscheint manchmal ein leerer Bildschirm oder die Auswahl wird nicht übernommen
Fehlentscheidungen beim UI/UX-Design
- Die UI der System Settings in macOS (früher Einstellungen) ist weniger benutzerfreundlich als früher
- Beispiel: Die Position von Displays lässt sich nicht mehr intuitiv ändern, Anpassungen sind nur noch über ein zusätzliches Fenster möglich
- Das ist besonders unpraktisch, wenn ein iPad als Zusatzdisplay verwendet wird
- Viele Einstellungsoptionen sind unnötig tief in Menüs versteckt, was die Zugänglichkeit verschlechtert
Probleme mit der Fotos-App
- Die Photos-App in iOS/iPadOS ist in der neuen Version bei der Benutzerfreundlichkeit zurückgefallen
- Häufig genutzte Optionen wie die Favoritenfunktion wurden schwerer zugänglich gemacht
- Die Standardansicht lässt große Ränder um Fotos und nutzt den Bildschirm dadurch ineffizient
- Auch die Navigation ist inkonsistent, und die Platzierung von Buttons und Funktionen unterscheidet sich von App zu App, was Verwirrung stiftet
Warum Apple Verbesserungen braucht – und die Chance dazu hat
- Steve Jobs sagte: "Innovation heißt, zu 1.000 Dingen Nein zu sagen" – das war die Philosophie aus Apples Glanzzeit
- Heute bleiben viele Probleme ungelöst, während nur neue Funktionen hinzukommen, und in Apples Software insgesamt entsteht eine 'strukturelle Verrottung'
- Es gibt auch Berichte, dass Kernfunktionen von Apples künstlicher Intelligenz (AI) verschoben wurden oder an der Integration gescheitert sind
- Es wird außerdem vermutet, dass Siri in zwei getrennten, unabhängigen Systemen verwaltet wird
Apple braucht einen strategischen Kurswechsel
- Wenn Apple sich wie derzeit nur auf künstliche Intelligenz konzentriert und die Probleme der bestehenden Systeme liegen lässt, dürfte sich die Qualität der Apple-Produkte weiter verschlechtern
- Schon die Veröffentlichung einer Version, die sich wie Snow Leopard auf die 'Systempflege' konzentriert, könnte eine große Wirkung haben
- Angesichts von Apples Ressourcen und Personal ist es gut machbar, dass das Betriebssystem-Team die Systempflege übernimmt, während das AI-Team getrennt Innovationen vorantreibt
- Ein sauber ausgearbeitetes OS kann später auch AI-Funktionen besser zur Geltung bringen
Fazit: Jetzt ist Pflege wichtiger als Innovation
- Apple-Produkte sind zwar weiterhin besser als Windows oder Android, werden inzwischen aber eher als nicht mehr 'die besten', sondern nur noch 'weniger schlecht' wahrgenommen
- Treue Nutzer erwarten, dass Apple-Produkte wieder die Qualität erreichen, bei der sie 'einfach funktionieren'
- Statt Ressourcen in wenig realistische Bereiche wie Vision Pro zu verschwenden, ist die Qualitätsverbesserung der bestehenden Produkte die dringendere Aufgabe
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