- Die jüngsten Schritte von Apple sorgen für wachsende Enttäuschung, weil das Besondere und die Eigenständigkeit verloren gehen.
- Es gibt die Sorge, dass der Qualitätsverlust bei Software und Interfaces negative Auswirkungen auf die Branche haben könnte.
- Die Inszenierung von Produkt-Events wirkt zu stark auf Marketing ausgerichtet.
- Bei neu vorgestellten Produkten wie dem iPhone Air fehlt es an echter Innovation.
- Die Kluft zwischen Hardware und Software wird größer, wodurch Apples Wertversprechen Schaden nehmen könnte.
Einleitung: Die wachsende Distanz zu Apple
- Es wird beschrieben, wie das Interesse an Apples Neuigkeiten und Produkten in letzter Zeit zunehmend schwindet.
- Weil die besondere und unverwechselbare Ausstrahlung von früher nachgelassen hat, ist Apple den großen IT-Konzernen ähnlicher geworden.
- Dass schlechte Entscheidungen von Apple immer noch ärgern, liegt an der Sorge über ihre Auswirkungen auf die gesamte Branche.
- Persönlich geht es inzwischen weniger um Apple selbst als um die Befürchtung, dass sich die Rückentwicklung bei UI- und Software-Design auch auf andere Unternehmen ausbreitet.
Steve Jobs’ berühmtes Zitat und Apples Selbstwahrnehmung
- Das bei der Veranstaltung verwendete Steve-Jobs-Zitat "Design is how it works" wirkt befremdlich.
- Zur Absicht hinter diesem Zitat werden drei Deutungen vorgeschlagen.
- Es könnte provokatives Marketing sein, das sich an Kritiker richtet.
- Es könnte Selbsttäuschung sein, bei der Apple ernsthaft glaubt, noch immer Jobs’ Philosophie zu folgen.
- Es könnte auch einfach eine wirkungsvolle Inszenierung sein, die nur auf den Effekt eines starken Spruchs setzt.
- Welche Deutung auch zutrifft: Apples tatsächliche Produktgestaltung und Software-Ausrichtung stehen im Widerspruch zu diesem Zitat.
Kritik an kleineren Geräten wie AirPods und Apple Watch
- An Kategorien wie AirPods, HomePod und Apple TV besteht persönlich nur geringes Interesse.
- Das Design der Apple Watch war traditionell wenig attraktiv und ist durch zu viele Funktionen unnötig komplex geworden.
- Wünschenswert wäre die Möglichkeit, nur bestimmte Funktionen zu behalten und sie als einfacheres Gerät zu konfigurieren.
- Die emotionalen Marketing-Videos in den Events wirken durch ihre übermäßige kommerzielle Nutzung unauthentisch.
- Bei der Kategorie True-Wireless-Kopfhörer wie den AirPods, deren Akkus sich nur schwer tauschen lassen, entsteht Skepsis wegen des Problems mit Elektroschrott.
Bewertung der neuen iPhone-Reihe
- Der Kauf der neuen iPhones wird nicht unbedingt empfohlen.
- Mit Blick auf Anil Dashs Beitrag (How Tim Cook sold out Steve Jobs) lässt sich die aktuelle Lage gut verstehen.
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iPhone 17
- Das iPhone 17 ist ein solides, schrittweise verbessertes Produkt und für durchschnittliche Nutzer:innen die optimierte Wahl.
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iPhone 17 Pro
- Das iPhone 17 Pro ist mit auf professionelle Videoaufnahmen spezialisierten Funktionen ein unnötig teures Modell für normale Nutzer:innen.
- Der Preis ist ungewöhnlich stark gestiegen, und durch SSD-Erweiterungen steigen die Kosten zusätzlich.
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iPhone Air
- Auch große Tech-YouTuber wie Marques Brownlee äußern sich skeptisch zum iPhone Air.
- Der Fokus liegt auf einem extrem dünnen und leichten Design, doch dafür gibt es klare Kompromisse bei Haltbarkeit, Wärmeentwicklung und Akkukapazität.
- Wegen der Akkuproblematik wurde gleichzeitig ein spezielles MagSafe-Batteriezubehör vorgestellt, was den Sinn des dünnen Designs wieder relativiert.
- Weltweit nur eSIM, kein mmWave-5G-Support und ein höherer Preis sorgen zusätzlich für Diskussionen.
- Das Gesamtkonzept wird als eine Art Experiment mit neuen Funktionen oder als Test eines futuristischen Konzepts bewertet.
- Wie schon früher beim MacBook Air und iPad Air wiederholt sich eine Größen- und Konzeptverschiebung, die nicht recht zum Namen „Air“ passt.
- Abgesehen von der Dünne scheint es keinen klaren praktischen Vorteil zu geben, während es weiterhin viele Nutzer:innen gibt, die kleine und leichte Modelle wie die iPhone-mini-Reihe bevorzugen.
Das Fehlen von „Wow“-Momenten bei neuen Produkten
- Bei den vorgestellten neuen Produkten fehlt das Gefühl von echter Innovation oder einem technologischen Durchbruch, der spontan ein „Wow!“ auslöst.
- Dass Apple immer dünnere iPhones, bessere Kameras und verbesserte SoCs liefern kann, liegt innerhalb des erwartbaren Rahmens.
- Gezeigt wurde keine neue Funktion oder echte Innovation, sondern eher eine Evolution, die gut vorstellbar war.
Die Kluft zwischen Software und Hardware
- Wirklich beeindruckend wäre weniger ein neuer Hardware-Durchbruch als vielmehr eine Revolution der User Experience.
- Die neuesten Betriebssysteme wie iOS, iPadOS und Mac OS 26 zeigen Schwächen bei Intuitivität, Auffindbarkeit und Bedienbarkeit.
- Wenn die Qualität der Software auf hervorragender Hardware nachlässt, besteht die Gefahr, dass der Kernwert der Apple-Plattform beschädigt wird.
- Die von Jobs betonte Bedeutung softwareseitiger Überlegenheit verblasst, und damit wächst das Risiko, dass Apples eigentliche Stärke der HW-SW-Integration geschwächt wird.
- Eine Abhängigkeit von blindem Fandom hat Grenzen; das heutige Apple muss sich wieder zu einem Unternehmen entwickeln, das bessere Software macht.
- Die aktuelle Ausrichtung, bei Software auf einem bloß „gut genug“-Niveau zu verharren, ist langfristig ein Risiko für Apple.
- Wenn sich die Lücke zwischen Hardware und Software weiter vergrößert, könnte Apple seine differenzierende Wettbewerbsstärke verlieren.
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