- Die schwedische Regierung treibt ein Gesetz voran, das verschlüsselte Messaging-Apps wie Signal und WhatsApp dazu zwingen würde, Nachrichten zu speichern
- Signal-CEO Meredith Whittaker sagte in den Nachrichten, dass das Unternehmen Schweden verlassen werde, falls dieses Gesetz Wirklichkeit wird
- Laut Whittaker würde das Gesetz von Signal verlangen, eine sogenannte Backdoor in die Software einzubauen
- Sie erklärte, dass man eine solche Backdoor nicht einführen werde, weil die Schaffung einer Schwachstelle auf Anforderung Schwedens einen Weg eröffnen könnte, das gesamte Netzwerk zu schwächen
- Ziel des Gesetzentwurfs ist es, dass Polizei und Sicherheitsdienste die Nachrichtenprotokolle von Personen anfordern können, die einer Straftat verdächtigt werden
- Die schwedischen Streitkräfte äußerten sich ebenfalls ablehnend und schrieben der Regierung, dass der Vorschlag „nicht umsetzbar ist, ohne Schwachstellen und Backdoors einzuführen, die von Dritten missbraucht werden können“
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Hacker-News-Kommentare
Das Militär erklärte in einem Schreiben an die Regierung ablehnend, dass der Vorschlag nicht umsetzbar sei, ohne Schwachstellen und Backdoors einzuführen, die von Dritten missbraucht werden könnten
EU-Kommissarin Ylva Johansson wurde stark dafür kritisiert, wie der Vorschlag ausgearbeitet und beworben wurde
Wenn sogar das schwedische Militär sagt: „Bitte tut das nicht“, weiß man, wie gravierend dieser Vorschlag ist
Signal hat seinen Sitz in den USA und dürfte in Schweden (vermutlich sogar in der gesamten Europäischen Union) keine Mitarbeiter haben
Ich stimme dem Gesetz persönlich nicht zu, hoffe aber aufrichtig, große Unternehmen dabei zu beobachten, wie sie sich aus Märkten zurückziehen, damit die konkreten Auswirkungen solcher Drohungen sichtbar werden (in diesem Fall ist ihre Position nachvollziehbar)
Manche Big-Tech-Konzerne tun nur so, als ob ihnen Datenschutz wichtig wäre, bis es ihre Gewinne beeinträchtigt
Was ist Signal noch wert, wenn es eine Backdoor gibt? Das ist nicht nur eine Frage des Prinzips, sondern essenziell für das Geschäft
Swedenherald und ihre 807 befreundeten Vendoren schätzen Ihre Privatsphäre sehr
Wie steht es um Peer-to-Peer-Messenger mit E2EE-Unterstützung? Vor 10 Jahren baute Bittorrent Inc. (heute Rainberry und Resilio) einen serverlosen Chat-Client (Bleep IIRC). Ob es inzwischen etwas Neues und benutzerfreundliches gibt, weiß ich aber nicht (als Alternative zu WhatsApp, Signal, iMessage usw.)
Originalartikel (auf Schwedisch, aber das Interview mit Whittaker wurde auf Englisch geführt): Link