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Widerstand gegen Autoritarismus: Nicht im Voraus gehorchen
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Der Großteil der Macht des Autoritarismus wird freiwillig übertragen. Menschen denken im Voraus darüber nach, was eine repressivere Regierung will, und liefern es selbst, auch ohne dazu aufgefordert zu werden. Bürger, die sich auf diese Weise anpassen, lehren der Macht, was sie tun kann.
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Die politische Tragödie des vorauseilenden Gehorsams: Führer wussten anfangs vielleicht nicht, bei welchen Werten die Bürger zu Kompromissen bereit waren. Nach den Wahlen in Deutschland und der Tschechoslowakei konnten die Nazis und Kommunisten den Systemwandel schnell vorantreiben, weil viele Menschen den neuen Führern freiwillig Dienste leisteten.
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Der Fall Österreich: Als Hitler Anfang 1938 mit der Annexion Österreichs drohte, bestimmte der vorauseilende Gehorsam der Österreicher das Schicksal der österreichischen Juden. Als österreichische Nazis Juden festnahmen und sie zwangen, die Straßen zu reinigen, sahen auch Nicht-Nazis interessiert zu, und auch Nicht-Nazis stahlen jüdisches Eigentum.
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Das Milgram-Experiment: Stanley Milgram wollte zur Erklärung der NS-Gräueltaten die autoritäre Persönlichkeit untersuchen. Die Versuchsteilnehmer glaubten, im Rahmen eines Lernexperiments einem anderen Teilnehmer Elektroschocks zu verabreichen, tatsächlich war es jedoch eine Täuschung. Die meisten Teilnehmer befolgten die Anweisungen und verabreichten die Schocks sogar weiter, bis es so aussah, als sei das Opfer gestorben.
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Milgram stellte fest, dass Menschen sich in einer neuen Umgebung erstaunlich gut an neue Regeln anpassen und bereit sind, anderen Schaden zuzufügen und sie zu töten, wenn eine neue Autorität es anordnet.
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