3 Punkte von GN⁺ 2025-02-06 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Vorwort

    • Milton Mayers Buch „They Thought They Were Free“ erklärt, wie sich Menschen in Hitlers Deutschland schrittweise an die Diktatur gewöhnten.
    • Die Deutschen nahmen die immer größer werdende Distanz zur Regierung nicht wahr und gewöhnten sich allmählich daran, nach im Geheimen getroffenen Entscheidungen regiert zu werden.
  • Schrittweiser Wandel

    • Die Kluft zwischen Regierung und Bevölkerung wurde nach und nach größer; gerechtfertigt wurde das mit dem Argument, die Bevölkerung könne die komplexe Lage der Regierung nicht verstehen, und Informationen würden aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht offengelegt.
    • Aus Vertrauen in Hitler akzeptierten die Menschen diese wachsende Distanz bereitwillig.
  • Veränderungen im Alltag

    • Auch Intellektuelle wie Wissenschaftler wurden von neuen Aktivitäten und Anforderungen in Beschlag genommen und hatten keine Zeit, über grundlegende Fragen nachzudenken.
    • Das diktatorische System lieferte den Menschen eine Ausrede, nicht nachzudenken, sodass selbst Intellektuelle grundlegende Fragen nicht mehr reflektierten.
  • Die Schwierigkeit des Widerstands

    • Der schrittweise Wandel machte es den Menschen unmöglich, ihn klar zu erkennen, und weil jeder einzelne Schritt klein und gut erklärt war, war Widerstand schwer.
    • Die Menschen warteten auf ein großes, schockierendes Ereignis, wollten nicht allein handeln und keinen Ärger verursachen.
  • Ungewissheit und Angst

    • Die Ungewissheit nahm mit der Zeit zu, und auf der Straße oder in den Gemeinschaften gab es kaum Widerstand.
    • Kritik an oder Widerstand gegen die Politik der Regierung konnte schwere Strafen nach sich ziehen, und mit Beginn des Krieges konnte die Regierung alles tun, was sie für den Kriegssieg für notwendig hielt.
  • Fazit

    • Durch den schrittweisen Wandel übernahmen die Deutschen neue Moralvorstellungen und Prinzipien, die sie sich zuvor nicht hätten vorstellen können.
    • Am Ende lebten viele Deutsche in Scham weiter, und das war die beste heroische Handlung, zu der sie fähig waren.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-02-06
Hacker-News-Kommentare
  • Das Buch "The Germans" zeigt anhand von Interviews mit deutschen Bürgern und NSDAP-Mitgliedern nach dem Krieg die Banalität des Bösen und moderne Diktatur.

    • Es weist auf Parallelen zu Schweigen und Verwirrung in der amerikanischen Gesellschaft sowie zum Abbau der Demokratie hin.
    • Es wird die Meinung geäußert, dass es in amerikanischen Schulen Pflichtlektüre hätte sein sollen.
  • Der Präsident schließt einseitig Bundesbehörden, was das faktische Ende der Verfassung bedeutet.

  • Eine solche Situation tritt nicht nur in den USA, sondern weltweit auf.

  • Es wird die Ansicht vertreten, dass eine Art Indivisible in der Version von 2025 nötig ist.

  • In den Niederlanden greifen im Geheimen beschlossene Regierungsmaßnahmen außerhalb rechtsstaatlicher Verfahren ein, um organisierte Kriminalität zu bekämpfen.

    • Eine Organisation namens RIEC kontrolliert mehrere Regierungsstellen wie Polizei und Finanzamt.
    • Die Öffentlichkeit weiß wenig über diese Organisation, und TV-Werbung ermutigt dazu, verdächtiges Verhalten von Nachbarn zu melden.
  • Es wird die Ohnmacht gegenüber dem, was in den USA geschieht, geschildert, zusammen mit der Realität, den Alltag dennoch weiterführen zu müssen.

    • Die Person vergleicht sich mit Bürgern im nationalsozialistischen Deutschland und räumt ein, dass sie die Menschen von damals nicht verurteilen kann.
    • Menschen glauben, sie würden nicht manipuliert, werden in Wirklichkeit aber von subtilen Formen der Beeinflussung wie Marketing beeinflusst.
  • Unter Berufung auf die Maximen "Principiis obsta" und "Finem respice" wird betont, dass man den Anfängen wehren und das Ende bedenken müsse.

    • Für gewöhnliche Menschen ist es jedoch schwer, dies vorherzusehen und zu verhindern.
  • Es wird erklärt, dass das Buch "The Germans" die Person stark geprägt hat.

    • Vor der Lektüre glaubte sie, gute Menschen würden sich gegen ein faschistisches Regime wehren, doch danach war dieser Glaube fast verschwunden.
    • Es wird betont, wie wichtig es ist, das Buch zu lesen.
  • Menschen gewöhnen sich nach und nach an im Geheimen beschlossene Regierungsmaßnahmen, und das Vertrauen in Hitler trug dazu bei, diese Kluft zu vergrößern.

  • Das Buch wurde von der Partnerperson eines Freundes empfohlen, und beim Lesen wurden Parallelen zur aktuellen Situation entdeckt.

    • Es wird betont, dass der gesamte Inhalt des Buches die investierte Zeit wert ist.