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Sieg von Thomson Reuters in einer KI-Urheberrechtsklage
- Thomson Reuters hat die erste große KI-Urheberrechtsklage in den USA gewonnen.
- 2020 reichte Thomson Reuters Klage gegen das Legal-AI-Startup Ross Intelligence ein. In der Klage behauptete Thomson Reuters, Ross Intelligence habe Materialien von Westlaw, dem hauseigenen Unternehmen für juristische Recherche, unerlaubt kopiert.
- Richter Stephanos Bibas vom Bundesbezirksgericht in Delaware erkannte die Urheberrechtsverletzungsklage von Thomson Reuters an und wies sämtliche Verteidigungsargumente von Ross zurück.
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KI und die Urheberrechtsfrage
- Durch den rasanten Anstieg generativer KI nehmen die rechtlichen Auseinandersetzungen darüber zu, wie KI-Unternehmen urheberrechtlich geschütztes Material verwenden.
- Derzeit sind im US-Gerichtssystem Dutzende Klagen anhängig, und auch international gibt es in China, Kanada, Großbritannien und anderen Ländern weitere Herausforderungen.
- Richter Bibas entschied auch die Frage der Fair Use zugunsten von Thomson Reuters. Fair Use ist ein Rechtsgrundsatz, der definiert, in welchen Fällen urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis verwendet werden darf.
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Auswirkungen des Urteils
- Ross Intelligence stellte bereits 2021 wegen der Prozesskosten den Betrieb ein.
- Professor James Grimmelmann von der Cornell University erklärte, das Urteil könne ein schwerer Schlag für Unternehmen im Bereich generativer KI sein.
- Der Anwalt Chris Mammen von Womble Bond Dickinson bewertete das Urteil als eine Entscheidung, die Fair-Use-Argumente von KI-Unternehmen komplizierter machen werde.
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Reaktion von Thomson Reuters
- Der Sprecher von Thomson Reuters, Jeffrey McCoy, begrüßte das Urteil und betonte, dass die redaktionellen Inhalte von Westlaw urheberrechtlich geschützt seien.
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