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GN⁺ 2025-02-09
Hacker-News-Kommentare
  • Im Kern dieses Falls steht die Durchsetzung der neuen Rechtsbestimmung des DSA zum Recht auf Zugang zu Forschungsdaten (DSA Artikel 40(12)). Diese Bestimmung verlangt von großen Online-Plattformen, Forschenden unverzüglich Zugang zu den öffentlichen Daten der Plattform zu gewähren, damit systemische Risiken bewertet werden können. Die Klage hilft dabei, die Rechtsfrage zu klären, ob dieses Recht in Deutschland gerichtlich durchsetzbar ist

    • Es wird die Frage aufgeworfen, warum jemand, der in einer demokratischen Gesellschaft lebt, dagegen sein sollte
    • Es gibt die Meinung, dass dies ein besserer Artikel sein könnte als der Reuters-Artikel
  • Es wird eine Einschätzung aus der Perspektive von jemandem gegeben, der mehrere Jahre mit Twitter-Daten gearbeitet hat

    • Die frühere Twitter-API war sehr offen, was einer Vielzahl sozialwissenschaftlicher Forschung sehr geholfen hat
    • Als die API zunehmend geschlossen wurde, wurde die Forschung in diesem Bereich sehr schwierig
    • Solche Entscheidungen könnten Forschenden wieder die Möglichkeit geben, leichter Zugang zu erhalten
    • Allerdings gibt es den Nachteil, dass es nahezu unmöglich ist, „Forschende“ so zu definieren, dass Missbrauch wie bei Cambridge Analytica verhindert wird
  • Es scheint, als hätten alle vergessen, dass es den Mueller-Bericht gab. Diese Art von Forschung ist sehr wichtig, um ausländische Einmischung in Wahlen zu verhindern

  • Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal dachte ich, es sei als schlechte Idee angesehen worden, Forschenden Zugang zu Daten sozialer Netzwerke zu erlauben

  • X hat auf das Informationsersuchen des Gerichts nicht reagiert, und das Gericht ordnete an, dass das Unternehmen 6.000 Euro an Verfahrenskosten tragen muss. Das wirkt wie ein Pyrrhussieg

  • Michael Meyer-Resende von DRI sagte bei der Ankündigung der Klage am Mittwoch: „Andere Plattformen haben uns Zugang gewährt, damit wir die öffentliche Debatte auf ihren Plattformen systematisch verfolgen können, aber X hat dies verweigert“

    • Es wird die Frage gestellt, ob andere Plattformen diese Informationen kostenlos teilen
  • Es wird auf ein FAQ zu dem hier angewandten EU-Gesetz hingewiesen

  • Es erinnert an den Fall, in dem Deutschland einst untersagte, dass Wikipedia.de auf die eigentliche Wikipedia verlinkt. Hintergrund war ein Artikel darüber, dass der deutsche Politiker Lutz Heilmann ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter der DDR gewesen sei

  • Es wird die Meinung geäußert, Deutschland habe keine Berechtigung, kritische Stimmen zu regulieren, nachdem es einen atomar drohenden Bären gefüttert habe

  • Auch wenn dahinter eine rechte Sichtweise stehen könnte, könnte es ebenso daran liegen, dass Twitter keine zusätzlichen Ressourcen für die Bearbeitung staatlicher Anfragen einsetzen möchte. Twitter schreibt Verluste und sollte seine Kosten daher nicht weiter erhöhen