AWS beschließt, den von MSP-Anbietern betriebenen gemeinsamen Weiterverkauf von Cloud-Diensten zu verbieten
(ddaily.co.kr)Artikelinhalt: "Bislang haben MSP-Anbieter AWS-Services zunächst mit vergünstigten Vertragspreisen günstig eingekauft und diese anschließend per Sharing an andere Unternehmenskunden weitergegeben – eine Art Reselling. Einfach gesagt ist das vergleichbar damit, Waren zum Großhandelspreis einzukaufen und sie zum Einzelhandelspreis am Markt zu verkaufen. Aus Sicht der MSPs ließ sich so trotz der Verpflichtung aus dem Abnahmevertrag der Gewinn steigern, während auf Kundenseite zwar der Rabatt etwas geringer ausfallen konnte, dafür aber keine eigene Vertragsbindung eingegangen werden musste.
AWS hat jedoch beschlossen, diese Sharing-Option vollständig zu verbieten. Der offizielle Grund lautet, die Bedingungen so anzupassen, dass vorrangig Partner berücksichtigt werden, die die AWS-Nutzung eines einzelnen Endkunden unterstützen. Teile der Branche interpretieren dies jedoch auch so, dass AWS durch die bisherige Sharing-Politik bereits genügend langfristige Kunden gewonnen hat und daher keine für MSPs vorteilhafte Regelung mehr aufrechterhalten muss.
Als Zeitpunkt für das Sharing-Verbot nennt AWS den 1. Juni 2025. AWS hat diese Richtlinienänderung zwar nicht offiziell bekannt gegeben, nachweislich informiert das Unternehmen jedoch bereits seit Mitte dieses Monats MSP-Partner in Korea und weltweit darüber."
6 Kommentare
Bespin Global,,?
Die Lücke zu den in Korea üblichen Betriebs- und Wartungsmodellen ist ziemlich groß ... mal sehen, was daraus wird, hm.
Sowohl Amazon als auch Azure sehen die Rolle von MSPs offenbar kritisch – da ist es schon bemerkenswert, dass so eine Nachricht auftaucht.
Als ich den Artikel gesehen habe, musste ich sofort an Megazone denken, aber offenbar hatten alle denselben Gedanken.
Megazone, ihr kommt nicht weit.
Soweit ich weiß, ist die operative Gewinnmarge im MSP-Geschäft ohnehin nicht besonders gut, also dürfte sich die Lage weiter verschlechtern.