- Der Zusammenbruch des Fintech-Vermittlers Synapse führt dazu, dass Tausende Amerikaner aus ihren Sparkonten fast nichts mehr zurückbekommen
- Kunden glaubten, ihre Konten seien durch die Kreditwürdigkeit der US-Regierung abgesichert
- Allein bei dem Fintech Yotta hatten 13.725 Kunden 64,9 Millionen Dollar eingezahlt, erhalten nun aber nur 11,8 Millionen Dollar angeboten
- Beginn und Verlauf der Krise
- Ein Streit zwischen Synapse und der Evolve Bank über Kundensalden begann im Mai, woraufhin Synapse den Zugang zu dem System blockierte, das die Transaktionen abwickelte
- Nach der Insolvenz von Synapse stellte ein vom Gericht eingesetzter Treuhänder fest, dass Kundengelder in Höhe von bis zu 96 Millionen Dollar verschwunden sein könnten
- Synapse kann den Verbleib der Gelder nicht klären, weil dem Unternehmen die Mittel fehlen, um eine externe Firma zu beauftragen
- Schäden für Kunden und Reaktionen
- Kunden glaubten, dass über Synapse angebotene Konten FDIC-versichert seien
- Zach Jacobs verlor mehr als 94.000 Dollar und organisierte eine Gruppe Betroffener, um die Aufmerksamkeit von Medien und Politikern zu gewinnen
- Einige Kunden erhalten nur einen winzigen Teil ihrer Einlagen zurück, und viele ziehen rechtliche Schritte in Betracht
- Rolle und Reaktion der Aufsichtsbehörden
- Die FDIC stellte klar, dass die Versicherung nicht für das Scheitern von Nichtbanken wie Synapse gilt
- Das Federal Reserve System kündigte an, die Rückzahlung der Kundengelder durch Evolve zu überwachen
- Die FDIC schlug neue Regeln vor, um die Aufbewahrung von Bankunterlagen für Kunden von Fintech-Apps zu verschärfen
- Rechtliche Verfahren und Folgen
- Evolve konnte nur einen Teil der Kundengelder zurückzahlen; der Aufenthaltsort der übrigen Gelder ist unbekannt
- Das Gericht gab den Betroffenen die Möglichkeit, ihre Lage öffentlich darzustellen
- Es wurden Sorgen geäußert, dass das Problem ohne Zusammenarbeit nicht gelöst werden könne
- Fazit
- Die Synapse-Krise zeigt die Risiken, die in der Beziehung zwischen Fintechs und traditionellen Banken entstehen können
- Kunden glaubten, ihr Geld sei sicher, erlitten durch den Zusammenbruch des Vermittlers jedoch erhebliche Verluste
- Aufsichtsbehörden und Gerichte arbeiten an einer Lösung, doch eine klare Antwort gibt es bislang nicht
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Die Yotta-Website wirkt wie eine Online-Glücksspielseite und vermittelt keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Es wird eine durchschnittliche jährliche Sparprämienrate von 2,70 % behauptet, während man bei großen US-Banken tatsächlich 4,65 % bekommen konnte.
Das Nichtbank-Fintech teilte Kunden mit, ihr Geld werde bei Banken eingezahlt und sei FDIC-versichert, tatsächlich wurde das Geld jedoch aus den Banken herausbewegt, sodass kein Versicherungsschutz bestand.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Synapse/Yotta betrügerisch gehandelt hat, und es ist unklar, wohin das Geld verschwunden ist.
Das Problem ist nicht, dass das Geld verschwunden ist, sondern dass nur Synapse die Verteilung der Gelder koordinieren konnte.
Nach der Insolvenz von Synapse stellte ein vom Gericht bestellter Treuhänder fest, dass Kundengelder von bis zu 96 Millionen US-Dollar verschwunden waren; der Fall ist weiterhin ungelöst.
Wenn die Aufsichtsbehörden nicht handeln, könnten sich ähnliche Betrugsfälle wiederholen, was zu einem Vertrauensverlust in neue Banken führen könnte.
Dass große Geldsummen verschwinden, ist kaum möglich, wenn nicht jemand es will; es ist fraglich, warum das Justizministerium keine strafrechtlichen Schritte einleitet.
Auf der Yotta-Website steht der Hinweis „YCombinator-backed“.
Man kann sich auf den Insolvenzfall Peerstreet beziehen; die FDIC-Versicherung hat dort nicht geholfen.
In letzter Zeit nimmt die Zahl mutmaßlich betrügerischer YC-Startups zu.