-
Eine Kamera in Salzkorngröße könnte die Bildgebung revolutionieren
- Die von Forschenden entwickelte „Meta-Optik“-Kamera ist so groß wie ein Salzkorn und 500.000-mal kleiner als herkömmliche Bildgebungsgeräte
- Ein Forschungsteam der Princeton University und der University of Washington entwickelte dieses ultrakompakte Kamerasystem mit innovativen Methoden und Materialien
- Die Meta-Optik-Kamera bietet ein mit konventionellen Kameras vergleichbares Bildqualitätsniveau und ist dabei deutlich kleiner
-
Von traditionellen Linsen zu Metaflächen
- Alle Kameradesigner wollen Kameras bauen, die so kompakt wie möglich sind
- Metaflächen sind künstliche Materialien, die Licht auf einzigartige Weise manipulieren können, und bestehen aus Millionen von Nanoantennen
- Das Forschungsteam entwickelte mit Metaflächen eine Kamera, die Licht stärker beeinflussen kann als herkömmliche Brechungslinsen
-
Bessere Endoskope, Smartphone-Kameras und Teleskope
- Die Meta-Optik-Kamera hat Anwendungspotenzial in vielen Bereichen, darunter medizinische Bildgebung, Consumer-Hardware und Drohnen
- Ultrakleine Endoskope könnten weniger invasive Diagnosen und Operationen ermöglichen
- In Smartphones, Wearables und AR/VR-Headsets könnte die Verkleinerung von Kameras ganz neue Möglichkeiten eröffnen
- Metaflächen können mit einer Technologie hergestellt werden, die der Produktion von Computerchips ähnelt, was Kostensenkungen ermöglichen könnte
-
Weiterführende Lektüre
- Zusätzliche Materialien dazu, wie Forschende die Kamera in Salzkorngröße entwickelt haben und welche Möglichkeiten sie bietet
-
Über den Autor
- Logan Kugler ist ein freiberuflicher Technikautor aus Tampa, Florida, und schreibt regelmäßig für Communications
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ich war skeptisch, weil der Artikel kein mit der Nanokamera aufgenommenes Foto enthielt, aber im Originalpapier gibt es beeindruckende Beispiele.
Ich habe einmal ein Interview gesehen, in dem ein Futurist erwähnte: „Eines Tages werden Kinder Kameras in Sticker-Form im Spielzeugladen kaufen können.“ Diese Technologie existiert bereits, ist aber noch nicht billig genug für die Massenproduktion. Wenn die Skaleneffekte zunehmen, wird sich die gesellschaftliche Wahrnehmung physischer Privatsphäre stark verändern.
Das wirkt wie eine Technologie, mit der sich die „allgegenwärtige Überwachung“ aus Vernor Vinges Roman A Deepness in the Sky verwirklichen ließe. Man sollte das aufmerksam beobachten.
Während viele über Privatsphäre und Überwachung nachdenken, frage ich mich, ob diese Technologie es ermöglichen könnte, Nanokameras auf relativistische Geschwindigkeiten zu beschleunigen, um andere Sonnensysteme aus der Nähe zu fotografieren.
Angesichts der kleinen Größe und des weiten Sichtfelds könnte man durch das Hinzufügen einer normalen Linse über dem Array alltäglichen Smartphone-Kameras ein extrem breites Sichtfeld wie 160x160 Grad geben. Oder man könnte sehr kleine eigenständige 360x180-Grad-Kameras bauen. Wenn man einige davon in AR-Brillen einbaut, könnte man mit einem 360x160-Grad-Sichtfeld eine hervorragende Situationswahrnehmung erreichen. Ein weiteres Einsatzgebiet wären kleine Light-Field-Kameras. Ich weiß nicht, ob sich diese Technologie direkt dafür eignet, aber günstige Light-Field-Kameras wären nützlich für Fokusanpassung, 3D-Bilderkennung und Szenenrekonstruktion.
Es ist eine Technologie, die mithilfe KI-basierter Bildnachbearbeitung hochwertige Bilder erzeugt, aber intuitiv ist sie nicht mit bestehenden Kameras vergleichbar.
Diese Nachricht ist nicht neu. Sie wurde bereits 2021 veröffentlicht.
Wenn das stimmt, könnte man ein Array aus 10.000 Kameras (100x100) in ein Smartphone einbauen und mit Computational Photography interessante Dinge tun.
Die Meta-Optics-Kamera ist das erste Gerät, das vollfarbige Bilder in derselben Qualität wie bestehende Kameras erzeugen kann. Sie ist 500.000-mal kleiner als herkömmliche Kameras.