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Einführung
- Relativty ist ein Open-Source-VR-Headset, ein Projekt, das Maxim Perumal und sein Freund Gabriel Combe im Alter von 15 Jahren selbst entwickelt haben.
- Dieses Projekt ist kein kommerzielles Produkt, sondern so konzipiert, dass Nutzer es selbst bauen können.
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Herstellungskosten
- Relativty kann für etwa 200 Dollar gebaut werden.
- Der Bau ist mit einem Lötkolben und einem 3D-Drucker möglich.
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Software
- SteamVR-Unterstützung: Relativty unterstützt SteamVR-Spiele und kann für DIY- oder kommerzielle VR-Geräte angepasst werden.
- Experimentelles Positionstracking: Es enthält eine KI, die mithilfe einer Kamera den Körper auf Basis von Videoeingaben verfolgt. Im Vergleich zu dedizierten Sensoren sind Präzision und Freiheitsgrade geringer, es besteht jedoch Potenzial, das Modell zu verbessern.
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Hardware
- Mainboard: Es wurde ein günstiges Mainboard auf Basis des Atmel-SAM3X8E-ARM-Cortex-M3-Prozessors entwickelt. Die Gesamtkosten für PCB und Bauteile liegen bei etwa 25 Dollar.
- Firmware und Display: Die Relativty-Firmware basiert auf ArduinoCore-sam und ist mit dem Arduino Due kompatibel. Sie läuft auf einem 2K-Dual-Display mit 120 FPS, und Nutzer können ein Display ihrer Wahl verwenden.
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Erste Schritte
- Relativty ist vollständig Open Source und als Testbed für Hacker und Entwickler konzipiert, die experimentieren möchten.
- Den Source Code sowie die Quellen für Elektronik, Hardware und mechanische Teile gibt es auf GitHub.
- Eine Bauanleitung wird auf GitHub bereitgestellt.
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Community und Recruiting
- Discord-Server: Es gibt einen Discord-Server, auf dem man sich mit anderen VR-Enthusiasten austauschen und Hilfe beim Bau des Headsets erhalten kann.
- Recruiting: Das Team hat ein Unternehmen namens Unai gegründet, das ein neues eigenständiges VR-Headset, ein Betriebssystem und eine virtuelle Welt entwickelt. Gesucht werden Talente, die sich Herausforderungen in verschiedenen Bereichen anschließen möchten.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das Projekt auf GitHub unterstützt nur 3DoF-Tracking und gehört damit in dieselbe Kategorie wie das Oculus-Go-Headset oder Google Cardboard. Der aktuelle Mindeststandard für VR ist 6DoF.
Vor 4 Jahren hat sich das Team zu dem weiterentwickelt, was heute Unison.co ist. Es arbeitet am Aufbau eines Unternehmens mit einem Investoren-Bereich.
Dieses Headset ist kein 200-$-Produkt. Man muss es selbst bauen, und dafür werden Bauteile im Wert von etwa 200 $ benötigt.
Ein weiteres verwandtes Projekt ist das Open-Source-VR-Headset Relativty.
Einen aktuellen Überblick über VR-Hardware bietet Phia. Eine neuere Entwicklung ist Bigscreen: ein kabelgebundenes Headset-Display mit 127 Gramm Gewicht, gutem Bildschirm und guter Optik für etwa 1000 $.
Dieses Projekt ist eine großartige Möglichkeit, ein eigenes VR-Headset zu bauen. Es eignet sich als spannendes Nebenprojekt für Schul- oder Hochschulkurse und Hardware-Clubs.
Die Domain Relativity.com dürfte teuer gewesen sein, daher ist es überraschend, dass eine neue Marke wie "Unai"/unison.co geschaffen wurde.
Ein Blick auf die Stückliste zeigt, dass 2k-Displays mit weniger als 10 cm Größe für unter 50 $ verfügbar sind. Es werden Linsen benötigt, die die Lücke zu höher auflösenden Displays ausgleichen können.
Der Firmenname ist schwer zu behalten. Für Maker-Projekte ist das gut, aber ohne 6DoF dürfte es schwer sein, Aufmerksamkeit zu bekommen.