Überblick
- Ziel: Das Prototyping integrierter Schaltkreise so schnell wie 3D-Druck zu machen und DIY-Versionen aller Nanofabrikationswerkzeuge zu entwickeln. Dies soll durch kollaborative Open-Source-Hardware erreicht werden.
- Aktuelle Situation: Das Prototyping integrierter Schaltkreise erfolgt derzeit mit Fabriken und Werkzeugen, die für die Großserienfertigung optimiert sind. Es fehlt an einem Satz von Maschinen, mit dem sich Halbleiterbauelemente schnell und kostengünstig herstellen lassen.
- Vision: Nanofabrikation soll keine komplexe Magie sein; Innovation soll durch das Verständnis der Grundprinzipien von Maschinen entstehen. Kostengünstige Hardware mit schneller Iteration ist dabei entscheidend.
Hacker Fab
- Teilnahme: Auch ohne Erfahrung in der Nanofabrikation sind sinnvolle Beiträge möglich. Die Pflichtlektüre muss gelesen werden.
- Kommunikation: Die gesamte Kommunikation läuft über Discord.
Website
- Zweck: Sie dient als zentrale Anlaufstelle für alle Dokumente und stellt genügend Ressourcen bereit, um einen leeren Raum innerhalb weniger Monate in einen Ort zur Herstellung einfacher ICs zu verwandeln.
- Beiträge: Jeder kann mit einem kostenlosen Gitbook-Konto Änderungsanfragen einreichen. Alle Dokumente liegen auf GitHub und werden in Gitbook ansprechend formatiert dargestellt.
Fab Toolkit
- Bestandteile: Bietet eine Liste der Werkzeuge, die für den Bau aller Geräte erforderlich sind. Jeder Build enthält eine BOM, Links zu Designdateien, Code-Links und ein Verständnis der Grundprinzipien des Maschinendesigns (WIP).
Fertigungswerkzeuge
- Lithography Stepper V2: Für $3,708 baubar
- Vacuum Spin Coater V1: Für $200 baubar
- Thermal Evaporator V1: Für $15,000 baubar
- Tube Furnace V1: Für $200 baubar
- Plasma Etcher: Für $17,400 käuflich erhältlich
Prüf-/Messwerkzeuge
- Probe Station V1: Für $15,800 käuflich erhältlich
- DIY SMU: Für $800 käuflich erhältlich
Chemikalien
- Photoresists und Entwickler
- Dielektrika
- Leiter
- Ätzmittel
- Dotierstoffquellen
Hintergrund und Lizenz
- Inspiration: Inspiriert von Sam Zeloof.
- Gründer: Initiiert von Elio Bourcart, Alexander Hakim und Sam Zeloof.
- Erstes Hacker Fab: An der Carnegie Mellon University eröffnet.
- Betrieb: Wird von unabhängigen Mitwirkenden betrieben.
- Hardware-Lizenz: CERN-OHL-W
- Software-Lizenz: MPL v2.0
- Dokumentationslizenz: CC BY-SA 4.0
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Es wurde erwartet, dass der Aufstieg des 3D-Drucks ein Hobby rund um die Herstellung größerer ICs hervorbringen würde, doch dann wurde die Komplexität und Gefährlichkeit der IC-Fertigung klar. Das ist ein Bereich für Materialwissenschaftler.
Es besteht Hoffnung auf kostengünstiges IC-Prototyping. Als Vergleich ist eher die PCB als der 3D-Druck geeignet.
Es wird angenommen, dass der Hauptwert in der Fähigkeit liegt, dass Einzelpersonen Chips herstellen können. Das wäre wie beim 3D-Druck für schnelles Prototyping gedacht.
Aus Sicht eines Halbleiterexperten ist es nicht sinnvoll, bestehende Halbleiterprozesse einfach zu verkleinern. Es werden neue Werkzeuge benötigt.
Der Aufbau eines Hacker-Labs kostet an Hardware etwa mehr als $50.000. Es wird auf sinkende Kosten gehofft.
Es braucht kostengünstige ICs für den Heimgebrauch in der Landwirtschaft. Nötig ist die Fähigkeit, digitale Landmaschinen selbst zu reparieren und zu modifizieren.
Es ist schwierig, Mikrostrukturen mit Maschinen im menschlichen Maßstab herzustellen. Es besteht Interesse an einem neuen Ansatz des DNA-gesteuerten Kristallwachstums.
Das Projekt ist interessant, aber private Kommunikation über Discord wird für ein Open-Source-DIY-Projekt als ungeeignet angesehen.