4 Punkte von GN⁺ 2025-07-10 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Flopper Ziro ist ein Projekt, das eine möglichst günstige Open-Source-Version des bekannten Hacking-Tools Flipper Zero zum Selbstbau bereitstellt
  • Es basiert auf der Arduino IDE, sodass es von praktisch jedem Entwickler leicht angepasst und erweitert werden kann
  • Unterstützt verschiedene Hacking-Funktionen wie das Lesen und Emulieren von RFID/NFC-, Infrarot-(IR)- und Funkfrequenz-(RF)-Signalen sowie RubberDucky
  • Zusätzliche praktische Funktionen wie 3D-gedrucktes Gehäuse, TF-Kartenspeicher und Batteriemanagement sind enthalten
  • Es ist kein vollständiger kommerzieller Ersatz, sondern ein auf nichtkommerzielle, Lern- und DIY-Zwecke spezialisiertes Projekt

Projektübersicht

  • Flopper Ziro ist ein dem originalen Flipper Zero ähnlicher Klon, der möglichst günstig, DIY-freundlich und Open Source sein soll und von jedem gebaut werden kann
  • Entwicklung und Programmierung sind direkt in der Arduino IDE möglich
  • Das Projekt ist ein nichtkommerzieller Versuch zu Unterhaltungs- und Bildungszwecken
  • Es ist nicht als Ersatz für kommerzielle oder professionelle Geräte gedacht

Hardware-Komponenten

  • STM32-L432KC-Mikrocontroller
  • FS1000a-Hochfrequenzsender
  • RXB12-Hochfrequenzempfänger
  • PN532-RFID/NFC-Modul
    • Die Nutzung von PN7150 ist ebenfalls geplant
  • Infrarot-LED und Empfänger
  • 2N222A PBFREE-Transistor
  • SSD1306-OLED-Display (128x64)
  • TF-Karten-Speichershield
  • TP4056-Batterieladebauteil
  • DC-DC-5V-BOOST-Spannungswandler
  • 6 Drucktaster im Format 6x6x8 mm
  • Micro USB SMD
  • 3,7-V-Li-Po-Akku

Hauptmerkmale

  • Unterstützung für RubberDucky zur Automatisierung von Tastatureingaben
  • RFID/NFC: in Arbeit, UID-Auslesen abgeschlossen, Unterstützung verschiedener Formate geplant
  • Infrarot (IR): Signale können gelesen, emuliert und gespeichert werden
  • Funkfrequenz (RF): Signale können gelesen, emuliert und gespeichert werden
  • Unterstützung für Speichern/Laden über SD-Karte
  • Anzeige von Batteriestand und SD-Kapazität
  • Alle Funktionen können über die Arduino IDE programmiert werden
  • 3D-gedrucktes Gehäuse (Referenzmodell: https://www.printables.com/model/1142768-flopper-ziro-shell), noch nicht fertiggestellt

Entwicklungsstand von Software und Hardware

Software To Do

  • Probleme bei der SD/SSD1306-Integration beheben, SD-Menü und Dateiverwaltung abschließen
  • RF-Scanner und Sendefunktion fertigstellen
  • Menüsystem aufbauen sowie BadUSB- und IR-Funktionen implementieren, Anzeigefehler bei IR-Daten beheben
  • RFID-Fortschritt: UID-Auslesen abgeschlossen, ISO14443B-Auslesen, Emulation und RFID-Speicherfunktion stehen noch aus

Hardware To Do

  • Erste PCB fertiggestellt
  • Neue PCB-Version in Planung
  • Test des PN7150-Moduls geplant

Dokumentation

  • Dokumentationsarbeit geplant

Fazit

  • Flopper Ziro ähnelt dem Flipper Zero und konzentriert sich auf Arduino-Kompatibilität, eine möglichst günstige BOM und zentrale Hacking-Funktionen
  • Es ist ein Open-Source-Projekt mit Fokus auf Bildung, DIY, Lernen für Einsteiger und verbesserte Erweiterbarkeit
  • Das Projekt hat Potenzial, sich gemeinschafts- und beitragsorientiert weiterzuentwickeln

3 Kommentare

 
wedding 2025-07-11

Ich würde mich freuen, wenn es auch als YCD erscheint~

 
crawler 2025-07-11

Der Originalpreis liegt offenbar bei über 220.000 Won, aber ich frage mich schon, wofür die Käufer so etwas überhaupt unterwegs benutzen werden.....

 
GN⁺ 2025-07-10
Hacker-News-Kommentare
  • Das LilyGo T-Embed CC1100 bietet eine ähnliche Hardware-Leistung wie das Flipper Zero, unterstützt zusätzlich aber auch WiFi/Bluetooth und kann die Bruce-Pentest-Firmware nutzen; ein Vorteil ist außerdem, dass es weniger als die Hälfte eines Flippers kostet. Die Bruce-Firmware funktioniert gut, ist aber nicht so ausgereift wie die des Flipper. Dafür sind sowohl Hardware als auch Software Open Source, was Modifikationen erleichtert.

    • Dass IoT-Geräte so beliebt und nützlich sind wie Arduino oder Raspberry Pi, liegt in Wirklichkeit nicht an der Hardware-Leistung, sondern an der riesigen Nutzer-Community. Je mehr Menschen etwas verwenden, desto leichter findet man kompatible Software, Hardware, Anleitungen usw. Ich denke, dass auch das Flipper Zero stark von diesem Effekt profitiert.

    • Es gibt auch ein Produkt namens Kiisu, das fast die gleiche Leistung wie das FlipperZero bietet und sogar zusätzliche Funktionen hat.

    • Als ich dieses Projekt gestartet habe, gab es solche Alternativprodukte noch nicht.

  • Im Vergleich zu anderen erwähnten Alternativen wie dem Capibara Zero frage ich mich, ob sie wirklich dieselbe Software-Unterstützung wie das Flipper Zero bekommen können. Ich denke, der entscheidende Faktor für die anhaltende Popularität des Flipper Zero ist genau diese starke Community.

    • Flipper wird von einer wirklich riesigen Community getragen. Rechnet man noch die Leute dazu, die direkt mit Flipper zu tun haben, ist das schon beeindruckend. In diesem Fall ist das Niveau der Software-Unterstützung praktisch überhaupt nicht vergleichbar.

    • Das ist exakt dieselbe Situation wie bei Raspberry Pi und anderen Single-Board-Computern, die billiger sind und bessere Leistung haben.

    • Das betreffende Firmware-Repository wurde am 12. April 2025 archiviert. Ich glaube nicht, dass es wiederbelebt wird oder funktional wieder konkurrenzfähig werden kann.

  • Ich frage mich, wie die Hotels in Las Vegas während der diesjährigen Defcon reagieren werden, wenn sie solche Geräte sehen.

  • Der größte Unterschied auf den ersten Blick ist die RF-Funktion. Dieses Produkt ist fast schon auf 433-MHz-Replay-Angriffe spezialisiert. Ich vermute, dass sich beliebige Daten nur bei OOK-Modulation erzeugen lassen. Für bestimmte Einsatzzwecke mag das okay sein, aber man sollte die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Es ist ein Produkt, das sich auf sehr grundlegende Funktionen konzentriert.

    • "Wichtiger Hinweis: Das hier ist nur ein Spaßprojekt, das ich angefangen habe, um mir die Zeit zu vertreiben. Es ist kein Ersatz für professionelle Geräte. Es ist überhaupt nicht professionell."

    • Ich weiß, dass es nur Replay-Angriffe kann. Im Moment ist das alles, was ich wollte, und über spätere Erweiterungen will ich nach und nach nachdenken.

  • Wenn RF-Signale gelesen, gespeichert oder emuliert werden können, frage ich mich, ob auch geprüft wird, ob der Nutzer die Lizenzanforderungen erfüllt, um auf der betreffenden Frequenz senden zu dürfen.

    • Ich denke, man kann davon ausgehen, dass die Nutzer selbst die Gesetze ihres jeweiligen Landes einhalten. Hier wird ja nichts verkauft, also liegt die Verantwortung letztlich eher bei denjenigen, die es übernehmen, als bei der Person, die es erstellt hat.
  • Ich frage mich, ob es absichtlich so gestaltet wurde, dass es wie ein Tamagotchi aussieht.

    • In Version 1 hatte ich tatsächlich etwas eingebaut, damit es wie ein Tamagotchi aussieht. Das lässt sich wahrscheinlich in den frühen Commits nachsehen. Wegen Problemen mit dem von mir verwendeten Mikrocontroller habe ich die Funktion aktuell aber entfernt.
  • Ich frage mich, ob Smartphones heutzutage so ein Gerät in einem einzigen Gehäuse mit Strom versorgen könnten. Ich mag das Flipper, aber es ist sperrig und muss geladen werden, was unpraktisch ist.

    • Ja, das geht. Der Stromverbrauch ist auch nicht besonders hoch. Aber das Volumen der Hardware selbst bleibt trotzdem groß.
  • NFC-Support soll bald ergänzt werden, und ich freue mich schon sehr darauf.

  • Das PCB-Design wirkt irgendwie seltsam. Es sieht so aus, als wären mehrere Entwicklungsboards auf eine große PCB gelötet worden. Ich frage mich, ob es einen besonderen Grund gibt, so weit zu gehen.

    • Ich habe genau dasselbe auch schon gemacht. Dafür gibt es mehrere Gründe. 1) Bei bestimmten Bauteilen ist das Layout wirklich wichtig. Es gibt zum Beispiel DC-DC-Wandler, bei denen man die Schleifenfläche klein halten und Footprints verwenden muss, die zum Chip passen; mit bereits fertigen Modulen kann man sich das einfach machen. 2) Man braucht weniger Einzelteile. Statt Induktivitäten passend zum DC-DC-Wandler, unzählige Widerstände, Kondensatoren usw. in kleinen Mengen einzeln zu kaufen, kann man einfach ein fertiges Modul besorgen. 3) Löten wird einfacher. Schwierige Chips wie gehäuselose Packages, empfindliche LEDs oder ICs mit engem Pin-Abstand sind knifflig zu löten, aber mit Modulen fällt diese Sorge weg.

    • Ich kann das sagen, weil ich dieselbe Methode verwendet habe: Es ist viel schneller, einfacher und manchmal sogar günstiger, als ein komplett kundenspezifisches Board zu entwerfen. Vollständig kundenspezifische Boards haben viele Fehler, und die direkte Beschaffung kleiner Stückzahlen von Bauteilen kann finanziell sogar belastender sein. Gute Ingenieursarbeit schließt die Optimierung von Kosten ein, sowohl finanziellen als auch nichtfinanziellen. Für Hobby- und One-off-Projekte in kleiner Stückzahl ist der Einsatz von Modulen hervorragende Ingenieursarbeit.

    • Das ist ungefähr so, als würde man einen Maler fragen, warum er nicht seine Farben selbst herstellt, statt gekaufte Farben zu verwenden. Nicht jeder hat das Hobby, Zeit und Geld darauf zu verwenden, Trace-Fehler auf der elften Version einer PCB zu beheben. Vorhandene Werkzeuge direkt zu nutzen, ist die bessere Wahl.

    • Das PCB-Layout wird viel einfacher, und zwischen verschiedenen Board-Revisionen kann man die meisten Bauteile weiterverwenden. Nach Abschluss der Arbeit lassen sich die Teile ebenfalls wiederverwenden. Dadurch lässt sich auch Elektroschrott reduzieren.

    • Warum denn nicht? Vorhandene Boards zusammenzutragen und direkt auf eine PCB zu setzen, ist für DIY viel geeigneter. Ein vollständig kundenspezifisches Board geht eigentlich schon über den DIY-Bereich hinaus.

  • Der Name gefällt mir sehr.

    • Danke, ich habe eben viel Fantasie.