- Shopify hat sich in den vergangenen 15 Jahren als unverzichtbare Plattform für kleine und mittlere Unternehmen etabliert, die einen Online-Shop aufbauen wollen
- In jüngster Zeit konzentriert sich Shopify auf die Gewinnung von Großkunden und versucht dabei, Salesforce E-Commerce-Kunden abzuwerben
- Das Unternehmen hat Hunderte Kunden von Salesforce gewonnen, darunter Mattel, Toys R Us und Casper, und fordert weitere Unternehmen dazu auf, sich „der großen Migration zu Shopify“ anzuschließen
- Der wichtigste Vorteil von Shopify ist der günstigere Preis
- Shopify-COO Kaz Nejatian spottete über das Vertriebsmodell von Salesforce mit den Worten, „Enterprise-Software ist deshalb teuer, weil man zu viele Geschäftsessen braucht, um sie zu verkaufen“
- Salesforce betont, Funktionen wie Kundenservice anzubieten, die es bei Shopify nicht gibt, und behauptet außerdem, Lastspitzen beim Traffic besser bewältigen zu können
- Mit der Aussage, „wenn man sich auf einen einzigen Use Case konzentriert und sagt: ‚Allein dafür ist es günstiger‘, dann wird alles zwangsläufig billiger“, weist Salesforce die Argumentation von Shopify zurück
- Nach einer Wachstumsverlangsamung seit der Pandemie sucht Shopify durch die Gewinnung von Großkunden nach neuer Beschleunigung
- Shopify erzielt Umsatz durch den Verkauf von Services an Kunden und erwartet, dass das Bestellvolumen großer Unternehmen wie Mattel das Wachstum schneller antreibt als die bisherige Basis aus kleinen und mittleren Unternehmen
- Salesforce stieg 2016 mit der Übernahme von Demandware in den E-Commerce-Markt ein, doch inzwischen hat Shopify beim Umsatz in diesem Bereich überholt
- Auch Salesforce versucht, Shopify-Kunden zu gewinnen, doch das E-Commerce-Geschäft ist dort der am langsamsten wachsende Bereich
- Shopify, das mit kleinen und mittleren Unternehmen gewachsen ist, setzt nun verstärkt auf Großkunden
- Shopify wuchs, indem es kleinen und mittleren Unternehmen half, einfach Online-Stores zu erstellen
- In jüngster Zeit betreibt das Unternehmen aggressives Marketing, um Großkunden zu gewinnen, und wirbt mit Gebühren, die im Vergleich zu Salesforce um bis zu 50 % niedriger sind
- Zudem wurden neue Funktionen ergänzt, die den Anforderungen großer Unternehmen entsprechen, darunter eine flexible Plattform und die Erstellung maßgeschneiderter Seiten
- Warum wechselte Mattel von Salesforce zu Shopify?
- Das trafficabhängige Gebührenmodell und die flexible Plattform entsprachen den Anforderungen von Mattel
- „Der Wechsel von einem jährlichen Lizenzmodell im großen Stil zu einem flexiblen, transaktionsbasierten Kostenmodell führte auch zu Kosteneinsparungen“
- Salesforce reagiert auf Shopifys Vorstoß
- Analysten bewerten die Lage so: „Shopify verfügt inzwischen über die Fähigkeiten, auch von Großunternehmen genutzt zu werden, und Salesforce ist anfälliger für die Abwanderung von E-Commerce-Kunden geworden“
- Salesforce arbeitet an Gegenmaßnahmen wie größerer Preisflexibilität, um Großkunden zu halten
- Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 300 Millionen US-Dollar werden weiterhin die ausgefeilten Tools von Salesforce bevorzugen, doch darunter wechseln Firmen aus Kostengründen zunehmend zu Shopify
Meinung von GN⁺
- Die Wettbewerbssituation zwischen Shopify und Salesforce bei E-Commerce-Plattformen spiegelt den Trend eines sich verschärfenden Wettbewerbs zwischen Cloud-basierten SaaS-Unternehmen wider
- Sinkende Kosten für Cloud-Infrastruktur und Fortschritte bei Open-Source-Technologien senken die Markteintrittsbarrieren, wodurch Aufholbewegungen späterer Anbieter besonders sichtbar werden
- Im Markt für Großunternehmen bleiben jedoch die Stabilität der Plattform, Sicherheit und Enterprise-Funktionen weiterhin wichtige Differenzierungsmerkmale
- Bei der Einführung einer E-Commerce-Plattform ist es entscheidend, die eigene Größe, Anforderungen und Wachstumsstrategie sorgfältig zu analysieren, um die optimale Lösung auszuwählen
- Auch Plattformen mit ähnlichen Funktionen wie Adobe Commerce(Magento), SAP Commerce Cloud und Oracle CX Commerce sind einen Blick wert
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Als Salesforce B2C Commerce Cloud Architect seit einigen Monaten arbeitslos und mit dem Gefühl, die eigenen Skills neu aufstellen zu müssen
Hat ein Migrationsprojekt zu Salesforce Open Commerce geleitet, was eine enttäuschende Erfahrung war
Von den Top-1000-E-Commerce-Sites nutzen die meisten Salesforce, der Rest Shopify
Versteht die Funktionen von Salesforce nicht besonders gut und kannte es nur als CRM-Software
Die Erfahrung mit Salesforce-Tools war negativ; sie waren komplex und schwer zu handhaben
Salesforce wird als unverzichtbares Tool für große Unternehmen vermarktet, tatsächlich wird es aber oft nur von einzelnen Teams genutzt
Salesforce dürfte für Großunternehmen mit mehr als 300 Millionen US-Dollar Jahresumsatz weiterhin attraktiv sein
Shopify war in Bezug auf technische Integration und Benutzerfreundlichkeit der beste Partner
Dieser Thread könnte helfen, die tatsächlichen Funktionen und Verkaufsargumente von Salesforce besser zu verstehen