- Meta und Apple konkurrieren darum, ein neues unverzichtbares Technikgerät zu schaffen, das das Smartphone ersetzen oder ergänzen kann
- Ziel ist es, ein tragbares Augmented-Reality-Gerät zu bauen, das alle Vorteile des Smartphones übernimmt und über das Sichtfeld legt, sodass die ganze Welt zu einer Smartphone-Leinwand wird
Apples erster Zug: Vision Pro
- Apple brachte Anfang dieses Jahres die Vision Pro auf den Markt. Es handelt sich um ein Headset, das Augmented Reality auf begrenzte Weise emuliert
- Die Vision Pro ist ein fertiges Produkt, aber sehr teuer und bei Inhalten sowie Software noch eingeschränkt
- Apple zeigt damit sein Interesse an „spatial computing“, was andeutet, dass sich daraus ein Produkt mit deutlich breiterer Nutzbarkeit entwickeln könnte
Metas Antwort: Quest und der AR-Brillen-Prototyp Orion
- Meta ist seit Langem Marktführer bei VR-Headsets und positioniert seine Produkte im Wettbewerb mit Apple mit Fokus auf „Produktivität“
- Die neu veröffentlichte Meta Quest 3S kostet 300 US-Dollar, ist attraktiv bepreist und bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Noch mehr Aufmerksamkeit als die Meta Quest 3S erhält jedoch der AR-Brillen-Prototyp „Orion“
- Orion ist derzeit nicht kommerzialisierbar und wird aktuell auf rund 10.000 US-Dollar geschätzt
- Es handelt sich um ein Technologie-Demoprodukt ohne konkrete Markteinführungspläne, doch ein ähnliches Produkt könnte zwischen 2027 und 2029 erscheinen
- Orion zeigte fortschrittlichere Technologie als die Apple Vision Pro und deutet das Potenzial künftiger AR-Brillen an
Unterschiedliche Strategien von Meta und Apple
- Apple entwickelt seine Produkte hinter verschlossenen Türen, während Meta über Technologiedemos mediale Aufmerksamkeit gewinnt
- Laut Bloomberg arbeitete auch Apple an einer AR-Brille ähnlich wie Orion, verschob die Veröffentlichung wegen technischer Grenzen jedoch und entschied sich stattdessen, seine Kräfte auf die Vision Pro zu konzentrieren
- Sowohl Meta als auch Apple gehen davon aus, dass AR-Brillen in der künftigen Computertechnik eine wichtige Rolle spielen werden
- Wegen technischer und preislicher Hürden dürfte es jedoch noch dauern, bis sie den Massenmarkt erreichen
- Es wird erwartet, dass es bis Mitte der 2030er Jahre dauern könnte, um Vorbehalte zu überwinden und die Produktkategorie zu einem Hit zu machen
Der Unterschied zwischen Meta und Apple
- Meta und Apple entwickeln beide AR-Brillen, verfolgen dabei jedoch unterschiedliche Ansätze
- Meta erzeugt Aufmerksamkeit, indem das Unternehmen noch nicht veröffentlichte Produkte öffentlich demonstriert
- Apple hält dagegen strikt an der Politik fest, niemals über nicht angekündigte Produkte zu sprechen
- Wer weiter vorn liegt, ist schwer zu sagen. Selbst wenn Apple ein Produkt wie Orion entwickelt, würde das Unternehmen es nicht offenlegen
Meinung von GN⁺
- Der Wettbewerb zwischen Apple und Meta ist ein wichtiges Rennen, das die Zukunft der nächsten Computing-Generation bestimmen könnte. Besonders Augmented-Reality-(AR)- und Mixed-Reality-(MR)-Geräte gelten als wichtige Technologie nach dem Smartphone
- Meta setzt auf die Strategie, Produkte zu zeigen und mediale Aufmerksamkeit zu gewinnen, während Apple die Technologie im Verborgenen vorantreibt. Die Vor- und Nachteile dieser beiden Strategien werden mit der Zeit klarer werden
- Metas Orion-Demo hat das Potenzial von AR-Brillen gezeigt und deutet an, dass die Kommerzialisierung schneller kommen könnte als erwartet. Dennoch wird es wegen technischer und preislicher Grenzen noch Zeit brauchen, bis sie massentauglich werden
- Sollte sich AR-Technologie durchsetzen, könnte sie nicht nur die Unterhaltung, sondern auch Produktivität und Alltag stark verändern
- Von AR-Brillen wird erwartet, dass sie in Bereichen wie Gaming, Bildung und Remote-Zusammenarbeit vielfältig eingesetzt werden können. Das Smartphone oder den Computer werden sie aber wohl kaum vollständig ersetzen; wahrscheinlicher ist eine Rolle als Ergänzung
- Es gibt auch Konkurrenzprodukte wie Microsofts HoloLens, doch Apple und Meta haben dank größerer Ressourcen und ihres Einflusses gute Chancen, diesen Markt anzuführen
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