24 Stunden mit Apples Mixed-Reality-Headset
- Dinge, die mich nach fast 24 Stunden durchgehendem Tragen überrascht haben: kein Erbrechen, viel Arbeit erledigt, ein leckeres Essen gekocht
- Persona, der animierte Videoanruf-Avatar des Headsets, war so eindrucksvoll, dass er in meinen Träumen auftauchte
- Apples neuestes Produkt ist eine mutige Wette auf die Zukunft nach dem Smartphone, in der Apps im Wohnzimmer schweben
- Ich werde das 3.500-Dollar-Vision Pro wahrscheinlich nicht kaufen, aber mein Fokus lag darauf, das Potenzial des Geräts und seine aktuellen technischen Grenzen zu verstehen
Wenn man das Vision Pro trägt...
- Setzt man das Vision Pro auf, erscheint ein Raster aus runden App-Symbolen, das in der realen Welt schwebt
- Apps lassen sich allein mit Augen und Händen auswählen und scrollen, was eine intuitive Bedienung ermöglicht
- Die 12 Kameras des Headsets verfolgen die Hände, Augen und den Raum des Nutzers
- Nach rechts schauen und die Mail-App öffnen, nach vorn schauen und ein Browserfenster öffnen, nur den Kopf neigen und Fenster in verschiedenen Bereichen des Raums platzieren
- Apple nennt das „Spatial Computing“
- Ist es schwer? Ja. Es besteht aus Metall und Glas und vermittelt dadurch ein hochwertiges Aussehen und entsprechendes Gewicht.
- Warum hängt ein Kabel daran? Das Akkupack stört kaum. Allerdings musste ich es alle 2–3 Stunden laden und habe es deshalb meist einfach an die Steckdose angeschlossen benutzt.
- Was ist mit Brillenträgern? Man muss Zeiss-Optikeinsätze bestellen; sie passen genau hinein und sehen ein wenig wie ein Monokel aus
- Braucht man AirPods? Nein. Es gibt hervorragende integrierte Lautsprecher. Wer aber privat hören will, kann AirPods leicht koppeln
Die Stärken des Vision Pro
- Das Vision Pro lässt sich auf viele Arten im Alltag einsetzen.
- Beim Arbeiten fühlt man sich ein bisschen wie Tom Cruise in Minority Report. Man arbeitet mit mehreren Fenstern um sich herum
- Es gibt eine virtuelle Tastatur, aber für längeres Tippen ist sie schwierig
- Mit einer Bluetooth-Tastatur und -Maus kann man echte Arbeit erledigen
- Ich habe ein MacBook Pro verbunden und diesen Test auf einem riesigen virtuellen Monitor geschrieben
- Bei Videoanrufen erstellt es einen 3D-Avatar in der virtuellen Realität, der den realen Nutzer ersetzt
- Freunde und Familie sagten allerdings: „Du siehst furchtbar aus“, „wie Botox aus der Hölle“ und „gruselig“
- Man kann ein riesiges virtuelles Heimkino mit großer Leinwand und immersivem Raumklang einrichten und Filme schauen
- Das muss nicht zu Hause sein; es gibt auch einen Reisemodus, der so gestaltet ist, dass er Turbulenzen im Flugzeug ausgleicht
- Ich habe Black Widow, den Gipfel von Yosemite und 3D-180-Grad-Videos gesehen und dabei jedes Mal leichte Übelkeit verspürt
- Amazon Prime Video, Paramount+ und Peacock haben Apps, Netflix und YouTube muss man im Browser ansehen
- Mit der Funktion „Spatial Video“ des iPhone 15 Pro kann man 3D-Heimvideos aufnehmen und ansehen
- Beim Kochen kann man mit einer Rezept-App ein Rezept an der Küchenwand anheften und einen Timer über dem Topf schweben lassen
- Das ist der beste Koch-Computer überhaupt. Man kann das Rezept an einer Seite offen haben und gleichzeitig kochen
- Die Latenz war so gering, dass selbst Schneidearbeiten kein Problem waren. Schön war auch, dass beim Zwiebelschneiden die Augen nicht brannten
- Einen Timer über kochender Pasta schweben lassen und noch einen über Pilzen, die gerade bräunen — wow
- Fitness fehlt noch, aber ich denke, das wird irgendwann kommen. Bei Meta-Quest-Nutzern war das beliebt
Ausblick
- Das Vision Pro trägt alle Merkmale eines Produkts der ersten Generation: schwer, kurze Akkulaufzeit, keine großartigen Apps und mögliche Bugs
- Doch vieles von dem, was das Vision Pro kann, fühlt sich wie Science-Fiction an
- Apps überall im Homeoffice laufen lassen, mehrere virtuelle Timer über meinem Herd schweben haben und Videos meines Kindes als Hologramm ansehen
- Es ist das beste Mixed-Reality-Headset, das ich je benutzt habe
- Es ist dem einzigen echten Konkurrenten, dem deutlich günstigeren Meta Quest Pro und Quest 3, klar überlegen
- Im Moment eignet sich dieser Gesichtscomputer vor allem dazu, einen Blick auf Apples Zukunftsvision zu werfen.
- Und natürlich auch dazu, alle bei FaceTime zu erschrecken. Tut mir leid, Dad
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
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Vergleich von Memoji und Personas
Gegenposition zu großen Gesten und Sprachsteuerung
Missverhältnis zwischen VR-Hardware und Software