1 Punkte von GN⁺ 2024-09-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zusammenfassung des Artikels von Charles Piller

  • Fehlverhalten von Eliezer Masliah

    • Eliezer Masliah leitete seit 2016 die Neurowissenschaftsabteilung des National Institute on Aging (NIA)
    • In seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen der vergangenen 25 Jahre wurden zahlreiche eindeutige Fälle von Fehlverhalten entdeckt
    • Ein Hauptproblem ist die Bildmanipulation, etwa durch Ausschneiden, Einfügen oder Wiederverwenden von Western-Blot-Bildern
    • Ein 300 Seiten umfassender Bericht enthält verschiedene Beispiele für Manipulationen
  • Auswirkungen der manipulierten Arbeiten

    • In 132 Publikationen wurden Probleme gefunden
    • Darunter sind zahlreiche Arbeiten zu den Mechanismen von Alzheimer und Parkinson
    • Die Reaktionen von Fachkollegen und der Branche sind von Schock und Wut geprägt
  • Auswirkungen auf die Medikamentenentwicklung

    • Prasinezumab: ein Antikörper, der auf das Protein Alpha-Synuclein abzielt; die zentralen Arbeiten dazu sind voller manipulierter Bilder
    • Cerebrolysin: eine aus Schweinehirngewebe gewonnene Peptidmischung; auch die zugehörigen Arbeiten sind voller manipulierter Bilder
    • Minzasolmin: ein Medikament, das die Fehlfaltung von Alpha-Synuclein verhindern soll; auch hier sind die relevanten Arbeiten voller manipulierter Bilder
  • Reaktion der NIH

    • Die NIH erklärte, dass Masliah die Neurowissenschaftsabteilung nicht mehr leite, nannte jedoch keine konkreten Details
    • Seit Mai 2023 läuft eine interne Untersuchung, bei der in zwei Publikationen doppelte Bilder gefunden wurden

Zusammenfassung von GN⁺

  • Dieser Artikel zeigt, wie gravierend sich Fehlverhalten wie Bildmanipulation in der wissenschaftlichen Forschung auswirken kann
  • Besonders bei der Entwicklung von Therapeutika gegen neurodegenerative Erkrankungen wird deutlich, wie groß das Problem unzuverlässiger Daten sein kann
  • Er wirft die Frage auf, ob Forschende und Pharmaunternehmen strengere Prüfverfahren einführen müssen, um solches Fehlverhalten zu verhindern
  • Ähnliche Projekte mit vergleichbarer Zielsetzung sind verschiedene neurowissenschaftliche Forschungsvorhaben, die sich auf Alzheimer- und Parkinson-Forschung konzentrieren

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-09-28
Hacker-News-Kommentare
  • Erster Kommentar

    • In der Molekularbiologie sind Gelbilder eine wichtige Quelle für zentrale Ergebnisse.
    • Es gibt immer mehr Menschen, die Gelbilder manipulieren.
    • Statt Forschungsergebnisse kritisch zu prüfen, glauben viele den Gelbildern einfach so.
  • Zweiter Kommentar

    • Betrug in Wissenschaft und Akademia hat große Auswirkungen auf die gesamte Menschheit.
    • Ich glaubte, Wissenschaftler verstünden, dass ihre Forschung äußerst wichtig ist.
    • Ich frage mich, ob Menschen, die wissenschaftlichen Betrug begehen, sehr böse Menschen sind.
    • Ich frage mich, ob Wissenschaftler wegen wissenschaftlichen Betrugs ins Gefängnis kommen.
  • Dritter Kommentar

    • Je verzweifelter die akademische Welt wird, desto schlimmer wird dieses Verhalten werden.
    • Ähnlich wie bei der Theorie des „Zitronenmarkts“ sinkt der Anreiz, echte Ergebnisse zu veröffentlichen, wenn es immer mehr gefälschte Papers gibt.
    • Staatliche Regulierung ist nötig, und sie sollte die Bewertung bei der Forschungsförderung stark beeinflussen.
  • Vierter Kommentar

    • Es gibt kaum jemanden, der die wissenschaftliche Methodik konsequent befolgt.
    • Auch Wissenschaftler halten wissenschaftliche Standards nicht immer ein.
    • Die Wissenschaft wird Betrug letztlich aufdecken oder ignorieren.
  • Fünfter Kommentar

    • Ein Freund, der an einer renommierten naturwissenschaftlichen Universität geforscht hat, hat die Wissenschaft wegen dieses Phänomens verlassen.
    • Wissenschaft hat größere Auswirkungen auf die Menschheit als Sport.
  • Sechster Kommentar

    • Die Website Retraction Watch berichtet gut über Rücknahmen und Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens.
    • Fachzeitschriften und wissenschaftliche Gesellschaften sollten sich stärker auf Reproduzierbarkeit konzentrieren.
  • Siebter Kommentar

    • Bevor man Menschen mit langer Karriere große Positionen anbietet, sollte man Audits von Western Blots und Mikroskopiebildern durchführen.
  • Achter Kommentar

    • Der Grund, warum mein Kind KI hasst, ist, dass man nicht wissen kann, was echt ist.
    • Es wird eine noch extremere Situation geben als die Empörung „Photoshop!“ aus den frühen Tagen des Internets.
  • Neunter Kommentar

    • Die Autoren wurden wegen Bildmanipulation erwischt.
    • Betrug mit Zahlen und Text ist schwerer zu entdecken.
    • Prognose: Die Verwendung von Fotos in Papers wird vollständig eingestellt werden.