- Meta hat seine Pläne für ein Premium-Mixed-Reality-Headset eingestellt, das mit Apples Vision Pro konkurrieren sollte
- Die Entscheidung fiel nach einer Produktbesprechung mit CEO Mark Zuckerberg, dem CTO und weiteren Führungskräften; Mitarbeitende der Reality-Labs-Abteilung wurden diese Woche angewiesen, die Entwicklung des Geräts zu stoppen
- Das eingestellte High-End-Quest-Headset mit dem Codenamen „La Jolla“ war seit November in Entwicklung und sollte 2027 erscheinen
- Es sollte dieselbe micro-OLED-Displaytechnologie enthalten, die auch in Apples Vision Pro verwendet wird
- Meta wollte den Preis zur Sicherung ausreichender Verkaufszahlen unter 1.000 US-Dollar halten, hatte damit wegen der Displaykosten jedoch Schwierigkeiten
- Auch Apples Vision Pro, die ab 3.500 US-Dollar startet, verkauft sich schwach, was Zweifel an einer breiten Verbrauchernachfrage nach teuren Headsets aufwirft
- Die Entscheidung, die Entwicklung dieses Geräts aufzugeben, deutet darauf hin, dass Meta sich von eigener Hardwareentwicklung weg und hin zur Lizenzierung von XR-Software bewegt
- Im April stellte das Unternehmen die XR-Plattform Horizon OS vor und konzentriert sich darauf, Partner zu finden
- Mit dem indischen Technologiekonzern Jio laufen Gespräche über eine Lizenzierung von Horizon OS
- Eine Horizon-OS-Vereinbarung mit LG ist gescheitert
- Meta entwickelt weiterhin eigene günstige bis mittelpreisige Headsets wie das für 2026 geplante Quest 4 (Codename: Pismo)
- Zur bestehenden Quest-Produktreihe gehören das 200-US-Dollar teure Quest 2 und das 500-US-Dollar teure Quest 3
- Das hochpreisige Quest Pro für 999 US-Dollar wurde 2023 wegen schwacher Verkäufe und schlechter Bewertungen eingestellt
- Nach der Ankündigung von Apples Vision Pro nahm Meta die Entwicklung von La Jolla erneut auf, gab das Projekt nun aber ein weiteres Mal auf
- Natürlich besteht die Möglichkeit, dass Meta das Konzept eines High-End-Headsets künftig wiederbelebt. Vorerst plant das Unternehmen jedoch, die bei La Jolla entwickelten Technologien in anderen zukünftigen Geräten zu nutzen
Geänderte Prioritäten
- Meta versucht, die Kosten von Reality Labs zu senken, während das Unternehmen seine Ausgaben für Künstliche Intelligenz erhöht
- Zudem investiert Meta mehr Energie und Ressourcen in die gemeinsam mit dem europäischen Brillenhersteller EssilorLuxottica entwickelten Ray-Ban-Smart-Glasses
- Da sich die neueste Version der Smart-Glasses besser als erwartet verkauft, hat sie innerhalb von Reality Labs an Priorität gewonnen
- Die Brille ist mit Metas KI-Assistenten ausgestattet; im Rahmen des unternehmensweiten KI-Vorstoßes will Meta seinen KI-Assistenten in mehr Produkte integrieren
- Meta entwickelt außerdem Augmented-Reality-Brillen mit Displays in den Gläsern und plant, eine entsprechende Version auf der Connect-Entwicklerkonferenz im September zu zeigen
- Meta setzt große Hoffnungen in dieses Gerät, doch da die Technologie noch nicht vollständig ausgereift ist, werden die AR-Brillen noch einige Jahre nicht für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein
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