- Condé Nast und OpenAI haben einen mehrjährigen Vertrag geschlossen, der es OpenAI ermöglicht, Inhalte wichtiger Medien wie The New Yorker, Vogue, Vanity Fair, Bon Appetit und WIRED in ChatGPT und dem SearchGPT-Prototyp zu verwenden
- Roger Lynch, CEO von Condé Nast, erwähnte in einer unternehmensweiten E-Mail, dass diese Vereinbarung die ordnungsgemäße Nutzung geistigen Eigentums sicherstelle und dabei helfen werde, neue Einnahmen zu generieren, in einer Situation, in der die Verlagsbranche durch den technologischen Wandel zunehmend Schwierigkeiten habe, Erlöse zu erzielen
- Lynch hatte Anfang dieses Jahres vor dem Kongress ausgesagt und dabei Lizenzen für die Art und Weise betont, wie AI-Unternehmen Inhalte nutzen; zugleich sprach er sich deutlich dagegen aus, dass AI-Unternehmen Inhalte ohne vorherige Genehmigung verwenden
- Die konkreten Bedingungen der Vereinbarung wurden nicht offengelegt, und OpenAI wollte sich dazu nicht äußern
- Susan DeCarava, Präsidentin der NewsGuild of New York, forderte Transparenz bei dieser Vereinbarung und äußerte Bedenken darüber, wie sich Condé Nasts Vertrag mit OpenAI auf die Rechte der Beschäftigten auswirken könnte
- Für OpenAI ist dies nicht die erste Vereinbarung dieser Art: Mehrere Medienhäuser wie The Atlantic, Axel Springer und TIME haben bereits ähnliche Verträge mit AI-Unternehmen geschlossen. Die meisten AI-Unternehmen haben bislang jedoch ohne Lizenz Daten aus dem Internet gesammelt, und die entsprechenden Rechtsstreitigkeiten dauern an
- Digitale Publisher gewinnen Leser über Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen; mit der Einführung von AI-Nachrichtenzusammenfassungen und AI-Produkten durch Suchmaschinen wie Google müssen sie sich an diese Veränderungen anpassen
- Gleichzeitig gibt es auch innerhalb der Branche Stimmen, die diese Strategie infrage stellen. In einem Essay in The Atlantic argumentierte Jessica Lessin, CEO der kostenpflichtigen Nachrichtenwebsite The Information, dass solche Vereinbarungen einem „Vergleich ohne Klage“ gleichkämen und Publisher ihre Glaubwürdigkeit gegen ein wenig Bargeld eintauschten
- Mitarbeitende von Condé Nast äußerten ebenfalls Bedenken zu dieser Vereinbarung. Ein Journalist, der anonym bleiben wollte, sagte, er wolle nicht dazu beitragen, dass AI-Tools Fehlinformationen verbreiten und qualifizierte Fähigkeiten untergraben
1 Kommentare
AI-Partnerschafts-Tracker: Verfolgung von Verträgen zwischen AI-Unternehmen und Medien
Das wurde jetzt auch zu diesem Tracker hinzugefügt. Die Vertragssumme wurde nicht offengelegt.
OpenAIs bestehender Vertrag mit News Corp liegt bei über 250 Mio. US-Dollar für fünf Jahre; ich vermute, dass dieser wohl nicht höher ausfällt.