OpenAI stellt SearchGPT vor
(chatgpt.com)- Prototyp einer neuen Suchfunktion, die KI-Modelle mit Webinformationen kombiniert, um schnelle und aktuelle Antworten zu liefern
- Wird einer kleinen Gruppe von Nutzern und Publishern bereitgestellt, um Feedback einzuholen; künftig sollen diese Funktionen direkt in ChatGPT integriert werden
- Ein Eintrag auf die Waitlist ist möglich
Eine neue Art der Suche
- Antworten im Web zu finden, erfordert viel Aufwand und oft mehrere Versuche, um relevante Ergebnisse zu erhalten
- OpenAI geht davon aus, dass sich Gesuchtes schneller und einfacher finden lässt, wenn die dialogorientierten Fähigkeiten von KI-Modellen mit Echtzeitinformationen aus dem Web verstärkt werden
Eine schnellere und einfachere Suche
- Nutzt aktuelle Informationen aus dem Web, um Fragen schnell und direkt zu beantworten, zusammen mit klaren Links zu relevanten Quellen
- Wie in einem Gespräch mit einer Person lassen sich Anschlussfragen stellen, wobei sich mit jeder Anfrage ein gemeinsamer Kontext aufbaut
- Visuelle Antworten einschließlich Bildern und Videos werden in einem leicht verständlichen Format bereitgestellt
Partnerschaften mit Publishern und Kreativen
- OpenAI setzt sich für ein florierendes Ökosystem aus Publishern und Kreativen ein
- Man hofft, der Suche mehr Auswahl zu geben und Nutzern zugleich dabei zu helfen, Publisher-Websites und deren Angebote zu entdecken
- Über Jahrzehnte hinweg war die Suche der grundlegende Weg, über den Publisher und Kreative Nutzer erreicht haben
- Dieses Erlebnis wird nun mithilfe von KI verbessert, indem hochwertige Inhalte in einer dialogorientierten Oberfläche hervorgehoben und Nutzern mehrere Möglichkeiten zur Interaktion geboten werden
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"KI-Suche wird eine der wichtigsten Arten sein, wie Menschen das Internet erkunden, und es ist wichtig, dass diese Technologie so aufgebaut wird, dass sie Journalismus und Publisher wertschätzt, respektiert und schützt" – Nicholas Thompson, CEO von The Atlantic
- SearchGPT ist so konzipiert, dass Publisher bei Suchanfragen sichtbar zitiert und verlinkt werden, damit Nutzer mit den Publishern verbunden werden
- Antworten enthalten klare Inline- und namentliche Quellenangaben sowie Links, sodass Nutzer wissen, woher die Informationen stammen, und über Quellenlinks in der Seitenleiste schnell weitere Ergebnisse prüfen können
- Für den Aufbau dieses Erlebnisses wurden Partnerschaften mit Publishern geschlossen, und OpenAI holt weiterhin Feedback ein
- Zusätzlich zur Veröffentlichung des SearchGPT-Prototyps wird auch eine Möglichkeit bereitgestellt, mit der Publisher steuern können, wie sie in SearchGPT erscheinen, was ihnen mehr Auswahl gibt
- Wichtig ist, dass es bei SearchGPT um Suche geht und dies getrennt vom Training der generativen KI-Modelle von OpenAI ist
- Auch wenn man das Training generativer KI abgewählt hat, kann eine Website weiterhin in Suchergebnissen erscheinen
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"Damit KI-gestützte Suche effektiv ist, muss sie auf den hochwertigsten und vertrauenswürdigsten Informationen aus verlässlichen Quellen basieren, und die Beziehung zwischen Technologie und Inhalten muss symbiotisch sein, wobei Quellen geschützt werden müssen" – Robert Thomson, CEO von News Corp
Ausblick
- In Bereichen wie lokale Informationen und Commerce soll die Nutzererfahrung weiter verbessert werden
- Außerdem will OpenAI Feedback von Nutzern und Publishern zum Prototyp einholen und die Stärken dieses Erlebnisses auf ChatGPT übertragen
- Wer SearchGPT ausprobieren möchte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen
Meinung von GN⁺
- SearchGPT wirkt wie ein innovativer Versuch, die Grenzen bestehender Suchmaschinen zu überwinden und Informationen auf intuitivere und dialogorientiertere Weise bereitzustellen
- Um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der von KI-Modellen gelieferten Informationen sicherzustellen, werden jedoch hochwertige Daten und strenge Prüfprozesse erforderlich sein
- Zudem bleiben Fragen offen, etwa welche Position SearchGPT im bestehenden Suchmaschinenmarkt einnehmen kann und wie Erlösmodelle wie Werbung aufgebaut werden sollen
- Gleichzeitig dürfte auch die Zusammenarbeit mit Publishern und Kreativen, der Schutz ihrer Rechte und die Suche nach einer fairen Verteilung von Einnahmen ein wichtiges Thema werden
- Langfristig ist zu erwarten, dass mehr KI-basierte Suchdienste ähnlich wie SearchGPT entstehen; Nutzer werden daher die Vor- und Nachteile der einzelnen Dienste sorgfältig vergleichen und auswählen müssen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
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