OpenAI veröffentlicht ChatGPT-Suchfunktion offiziell
(openai.com)• Einführung der neuen Websuchfunktion von ChatGPT, die Informationen in Echtzeit bereitstellen kann
Liefert schnell aktuelle Informationen wie Sportergebnisse, Nachrichten und Aktienkurse und enthält relevante Weblinks
Eine natürliche, dialogorientierte Benutzeroberfläche ermöglicht einen schnelleren und effizienteren Zugang als herkömmliche Suchmaschinen
• Je nach Frage des Nutzers durchsucht das System das Web automatisch, oder eine manuelle Suche ist per Klick auf ein Icon möglich
Zunächst verfügbar für ChatGPT-Plus- und Team-Nutzer sowie Nutzer auf der SearchGPT-Warteliste
In den kommenden Wochen soll die Funktion auf Enterprise- und Edu-Nutzer ausgeweitet werden; kostenlose Nutzer erhalten sie in den nächsten Monaten schrittweise
• Nutzerzentriertes Design für bessere Antworten
Stellt man Fragen in natürlicher Gesprächsform, liefert ChatGPT Antworten auf Basis zusammengefasster Informationen aus dem Web
Bei Anschlussfragen werden der gesamte Gesprächskontext und frühere Fragen berücksichtigt, um präzisere Antworten zu geben
In verschiedenen Kategorien wie Wetter, Aktien, Sport, Nachrichten und Karten werden aktuelle Informationen mit visuellen Designelementen genutzt
• Links zu vertrauenswürdigen Quellen
Antworten enthalten Links zu Nachrichtenartikeln oder Blogposts; über den Button „Quelle“ können Referenzmaterialien eingesehen werden
Unterstützt den direkten Sprung zu den Originalquellen, damit sich zusätzliche Informationen leichter erschließen lassen
• Hochwertige Inhalte durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Medien- und Datenanbietern
Zusammenarbeit mit Associated Press, Axel Springer, Condé Nast, Financial Times, Reuters und weiteren
Verbesserungen der Suchfunktionen für Shopping und Reisen sind geplant; außerdem soll das Sucherlebnis in Advanced Voice und Canvas integriert werden
4 Kommentare
Wir holen auch die von GN+ zusammengefassten Hacker-News-Kommentare dazu.
Hacker-News-Meinungen
Es gibt Überlegungen dazu, ob sich die Art und Weise, wie Menschen Informationen suchen und darauf zugreifen, grundlegend verändern wird. Zukunftsvisionen wie in Star Trek oder Apples Knowledge Navigator wirken noch weit entfernt. Die Kombination heutiger Suchmaschinen mit unzuverlässigen LLMs macht es schwer, diese Vision zu verwirklichen. Das werbebasierte Modell von Suchmaschinen hat durch falsche Anreize zu einer Flut von Content-Farmen geführt. Es braucht eine grundlegende Veränderung der Anreize rund um den Informationskonsum.
Es wurde nach einer Nackenstütze gesucht, die bestimmten Kriterien entspricht, aber bei Google kamen keine zufriedenstellenden Ergebnisse heraus. Mit ChatGPT wirkte die Beschreibung zwar wie Marketingtext, lieferte aber Optionen, die näher am gewünschten Ergebnis lagen.
Bei Google hat die Priorisierung von Werbeumsätzen die Qualität der Suchergebnisse verschlechtert. Zwar verfügt das Unternehmen über eine AI-Abteilung und viel Kapital, könnte aber wegen interner politischer Probleme wichtige Talente verloren haben.
Wenn sowohl heutige Suchmaschinen als auch LLMs ungenaue Ergebnisse liefern, ist es schwer zu erwarten, dass ihre Kombination gute Resultate bringt. Wenn der Input der Suche für Verbraucher bereits feindlich ist, bleibt fraglich, ob ein LLM das wirklich herausfiltern kann.
Es stellt sich die Frage, ob LLMs für Menschen mit ohnehin guten Suchfähigkeiten überhaupt einen Mehrwert bieten. Zwar werden LLMs täglich genutzt, für die Suche vertraut man ihnen aber noch nicht.
OpenAI ermöglicht über eine Chrome-Erweiterung, ChatGPT als Standardsuchmaschine zu verwenden. Wer das nicht möchte, kann es stattdessen manuell zur Seitensuche hinzufügen.
Es gibt die Frage, warum Google keine Suchsitzungen geschaffen hat. Offenbar hat der Fokus auf Werbekennzahlen dazu geführt, dass interessante Funktionen verpasst wurden.
Angesichts von SEO und dem aktuellen Zustand des Webs gab es bei der Suche nach den neuesten Versionen von Programmiersprachen viele unzuverlässige Informationen. Es bleibt fraglich, ob LLMs das herausfiltern können.
Die Internetsuche funktionierte bisher, weil Menschen Inhalte erstellt haben, um über Werbung andere Menschen anzuziehen. Wenn LLMs oder AI-Agenten diese Inhalte zusammenfassen und direkt anzeigen, gibt es weniger Gründe, sie kostenlos bereitzustellen. Bei massenhafter Zusammenfassung sollte man nach dieser Ansicht die zusammengefassten Websites bezahlen.
Es stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis Werbung auf subtile Weise eingeführt wird.
Wenn ich mir die Quellen bei koreanischbezogenen Suchen ansehe, sind fast immer Naver-Blogs oder NamuWiki dabei, was mein Vertrauen eher noch weiter sinken lässt. Es sollte wohl eine Option geben, bestimmte URLs/Domains auszuschließen.
Google, Bing und Perplexity nutzen alle allgemeine Websites wie Blogs als Quellen. Haben Sie vielleicht einen anderen Ansatz in Betracht gezogen? Immerhin hat OpenAI offizielle Verträge mit Publishern abgeschlossen, sodass zumindest für englischsprachige Inhalte wohl Daten mit etwas höherer Zuverlässigkeit als Quelle genutzt werden.
Ich habe zwar auch nicht wirklich eine Alternative, aber das Problem ist wohl auch, dass mir hierzulande kein Publisher einfällt, der so etwas anbieten könnte ;_;