2 Punkte von xguru 2024-08-22 | 5 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Die beliebte iPad-Design-App Procreate hat erklärt, keine generativen KI-Tools in ihre Produkte einzuführen
  • Procreate-CEO James Cuda sagte in einem auf X veröffentlichten Video: „Wir werden keinerlei generative KI in unsere Produkte einführen“ und „Mir gefällt nicht, was in der Branche passiert, und auch nicht, welche Auswirkungen das auf Künstler hat“
  • Die Wut der Creative Community über generative KI beruht auf zwei zentralen Sorgen
    • KI-Modelle seien mit ihren Inhalten ohne Zustimmung oder Vergütung trainiert worden
    • Bei einer breiten Einführung dieser Technologie würden die Beschäftigungsmöglichkeiten stark sinken
  • Wegen dieser Bedenken suchen einige digitale Illustratorinnen und Illustratoren nach Alternativen zu Apps wie Adobe Photoshop, die generative KI-Tools integriert haben
  • In einem neuen KI-Bereich auf seiner Website erklärt Procreate: „Generative KI basiert auf Diebstahl und führt uns in eine öde Zukunft“ und „Machine Learning ist eine faszinierende Technologie mit vielen Vorzügen, aber der Weg, den generative KI einschlägt, passt nicht zu uns“
  • Die Ankündigung wird im Internet breit gelobt, insbesondere von Kreativen, die bereits unzufrieden damit sind, wie andere Unternehmen auf die Zunahme generativer KI-Tools reagiert haben
  • Die konkurrierende Illustrations-App Clip Studio Paint hatte Pläne zur Einführung einer Bildgenerierungsfunktion angekündigt, diese nach Kritik der Nutzer jedoch wieder verworfen
  • Auch der Zeichentablett-Hersteller Wacom und Wizards of the Coast, Eigentümer von Magic: The Gathering, haben sich dafür entschuldigt, in ihren Produkten (unbeabsichtigt) KI-generierte Assets verwendet zu haben
  • Selbst Adobe, das immer wieder betont hat, nicht mit Nutzerinhalten zu trainieren, steht in der Kritik von Menschen, die finden, das Unternehmen habe sich von unabhängigen Künstlern und Kreativen abgewandt
  • Nach heftigen Reaktionen auf die Aktualisierung der Nutzungsbedingungen im Juni stellte Adobe zusätzlich klar, dass es keine KI mit Nutzerinhalten trainiere, doch wegen anderer nachteiliger Änderungen hat sich sein Ruf als „Firma, die Kreative hassen“ verfestigt
  • Procreate hingegen wird gefeiert, weil es im Gegensatz zu Adobe oder Clip Studio Paint nicht auf ein Abo-Modell umgestiegen ist, sondern am Einmalkauf für 12,99 US-Dollar festhält und sein Angebot auf Animationen und letztlich Desktop-Nutzer ausgebaut hat
  • Dieses klare Versprechen gegen die Einführung generativer KI ist für Kreative, die das Gefühl haben, dass die Alternativen schwinden, eine willkommene Nachricht
  • Cuda sagte: „Ich weiß nicht genau, wie sich diese Geschichte entwickeln und enden wird, aber ich glaube, dass wir den richtigen Weg gehen, um menschliche Kreativität zu unterstützen“

5 Kommentare

 
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tomriddle7 2024-08-22

Die Zusammenfassung betrifft Procreate, aber der Original-Link verweist auf den Hugo-Award-Link.

 
xguru 2024-08-22

Ah, ich habe es korrigiert. Beim fortlaufenden Posten ist mir ein Fehler unterlaufen.

 
xguru 2024-08-22

Siehe auch die Kommentare auf Hacker News.

Ein paar interessante Kommentare gibt es dort.

  • Auch die Band Queen verwendete anfangs keine Synthesizer und druckte sogar den Hinweis „No Synthesizers“ auf die Albumhülle, nutzte sie später aber doch. Bei der KI-Technologie könnte sich ein ähnlicher Akzeptanzprozess abspielen.
  • Fotografen sehen den Einsatz von KI-Tools wie Topaz zur Verbesserung von Bildern eher positiv, während Künstler den Einsatz von KI für Hintergründe oder Detailarbeit eher negativ bewerten.
  • Eine derart harte Haltung gegenüber KI-Technologie könnte später nur schwer zurückzunehmen sein. Manche KI-Technologien könnten schließlich nützlich sein.
 
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