2 Punkte von GN⁺ 2024-06-18 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Billigung der Chat-Kontrolle – Handeln Sie jetzt!

Hintergrund

  • Der belgische EU-Rat will am Mittwoch, dem 19. Juni, die massenhafte Durchsuchung privater Kommunikation im Rahmen der Chat-Kontrolle billigen.
  • Dies wirkt wie der Versuch, die geringe öffentliche Aufmerksamkeit direkt nach der Europawahl auszunutzen, solange das neue Europäische Parlament noch nicht konstituiert ist.
  • Wenn die Chat-Kontrolle jetzt im Rat gebilligt wird, besteht ein hohes Risiko, dass sie am Ende des politischen Prozesses verabschiedet wird.

Aktuelle Lage

  • Viele EU-Regierungen haben noch nicht entschieden, ob sie dieser belgischen Massenüberwachung durch Chat-Kontrolle zustimmen werden.
    • Dazu gehören Italien, Finnland, die Tschechische Republik, Schweden, Slowenien, Estland, Griechenland und Portugal.
  • Nur Deutschland, Luxemburg, die Niederlande, Österreich und Polen vertreten klar eine ablehnende Haltung.
  • Das reicht nicht aus, um eine „Sperrminorität“ zu bilden.

Aufruf zum Handeln

  • Der Widerstand der Zivilgesellschaft ist von entscheidender Bedeutung.
  • Sie können die folgenden drei wichtigen Schritte unternehmen:
    • Kontaktieren Sie Ihre Regierung und fordern Sie sie auf, am Mittwoch, dem 19. Juni, gegen die Chat-Kontrolle zu stimmen.
    • Schlagen Sie online Alarm. Nutzen Sie Bilder zum Teilen aus der Kampagne und Erklärvideos.
    • Treffen Sie sich offline mit mindestens einer weiteren Person und entwickeln Sie gemeinsam einen Aktionsplan. Binden Sie NGOs, Wissenschaft, Unternehmen, Medien und andere ein.

Regierung kontaktieren

  • Es ist wichtig zu zeigen, dass die Zivilgesellschaft wachsam ist.
  • Sie können das Innenministerium, das Justizministerium oder die „Ständige Vertretung“ Ihrer Regierung bei der EU kontaktieren.
  • Weisen Sie darauf hin, dass der aktuelle Entwurf unter dem Namen „Verordnung zur Verhütung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern“ firmiert und dass dies nicht akzeptabel ist.
  • Bringen Sie Ihre Ablehnung höflich, aber bestimmt zum Ausdruck und fordern Sie eine Gegenstimme bei der Abstimmung.
  • Fordern Sie, dass offizielle Gegenstimmen und Enthaltungen korrekt gezählt werden.

Zeitplan

  • Am Donnerstag, dem 13. Juni, erörtern die Innenminister den Stand der Beratungen.
  • Der belgische Rat wird voraussichtlich einen neuen Kompromissvorschlag vorlegen.
  • Am Mittwoch, dem 19. Juni, soll in der Sitzung von COREPER 2 abgestimmt werden.
  • Handeln Sie so schnell wie möglich, um den Vorschlag zur Chat-Kontrolle zu stoppen.

Meinung von GN⁺

  • Bedenken wegen Eingriffen in die Privatsphäre: Die Chat-Kontrolle kann die Privatsphäre des Einzelnen erheblich verletzen.
  • Technische Probleme: Systeme zur Massenüberwachung sind technisch komplex und fehleranfällig.
  • Schutz der Bürgerrechte: Um die Freiheiten und Rechte der Bürger zu schützen, ist es wichtig, sich solchen Vorschlägen zu widersetzen.
  • Bedarf an Alternativen: Es müssen andere wirksame Wege gesucht werden, um sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern.
  • Internationale Zusammenarbeit: Es ist notwendig, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um bessere Lösungen zu finden.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-18
Hacker-News-Kommentare
  • Besorgnis über den Entwurf einer Regelung, nach der alle DMs gescannt werden müssten, sobald irgendeine Art von Dienst den Informationsaustausch erlaubt. Das sei völlig unrealistisch, und Menschen, die CSAM austauschen, würden einfach zu privaten Diensten wechseln.
  • Der Hinweis darauf, dass die Signal Foundation angekündigt hat, die EU zu verlassen, falls Chat Control vorangetrieben wird.
  • Die Forderung, den Umfang wichtiger gesellschaftlicher Rollen (Regierungen, Monopolunternehmen usw.) klar zu definieren. Es brauche ein Menschenrecht auf digitale Privatsphäre.
  • In den Niederlanden habe man mit einigen Leuten erfolgreich Widerstand organisiert, doch Techniker in anderen EU-Ländern müssten ebenfalls Veränderungen bewirken.
  • Kritik, die EU sei ein Versorgungsposten für gescheiterte nationale Politiker. EU-Politiker sollten ihre hohen Gehälter behalten und sich auf Treffen mit Lobbyisten konzentrieren, so die polemische Behauptung.
  • Der Einwand, dass der vorgeschlagene Rechtsakt sehr vage sei, wie CSAM "vor der Übertragung" erkannt werden solle. Zweifel daran, ob es eine Scanning-Technologie gibt, die sich nur auf Client-Seite umsetzen lässt.
  • Die Meinung, Regierungen seien vernünftiger als Privatunternehmen. Jemand berichtet, dass nach einer Sperrung bei Facebook sämtliche Daten verschwanden, und dass man sich zwar bei einer Regierung beschweren könne, bei einem Privatunternehmen jedoch nicht.
  • Sorge um Sicherheitsprobleme bei VPN und Internet-Banking. Die Frage, ob TLS so umgebaut werden müsste, dass ein Dritter eingreifen kann.
  • Ein Hinweis darauf, dass es im EU-Parlament bereits Informationen über eine teilweise geänderte Fassung der Regelung gibt.
  • Die Frage, ob eine Umsetzung in Apps großer Unternehmen wie WhatsApp möglich sei, aber wie das bei Anwendungen wie Matrix funktionieren solle. Weitere Fragen betreffen, wie sich prüfen ließe, ob Clients tatsächlich Selbstmeldungen vornehmen, und an wen ein Client als Anbieter von E2EE-Chats überhaupt melden müsste.