Billigung der Chat-Kontrolle – Handeln Sie jetzt!
Hintergrund
- Der belgische EU-Rat will am Mittwoch, dem 19. Juni, die massenhafte Durchsuchung privater Kommunikation im Rahmen der Chat-Kontrolle billigen.
- Dies wirkt wie der Versuch, die geringe öffentliche Aufmerksamkeit direkt nach der Europawahl auszunutzen, solange das neue Europäische Parlament noch nicht konstituiert ist.
- Wenn die Chat-Kontrolle jetzt im Rat gebilligt wird, besteht ein hohes Risiko, dass sie am Ende des politischen Prozesses verabschiedet wird.
Aktuelle Lage
- Viele EU-Regierungen haben noch nicht entschieden, ob sie dieser belgischen Massenüberwachung durch Chat-Kontrolle zustimmen werden.
- Dazu gehören Italien, Finnland, die Tschechische Republik, Schweden, Slowenien, Estland, Griechenland und Portugal.
- Nur Deutschland, Luxemburg, die Niederlande, Österreich und Polen vertreten klar eine ablehnende Haltung.
- Das reicht nicht aus, um eine „Sperrminorität“ zu bilden.
Aufruf zum Handeln
- Der Widerstand der Zivilgesellschaft ist von entscheidender Bedeutung.
- Sie können die folgenden drei wichtigen Schritte unternehmen:
- Kontaktieren Sie Ihre Regierung und fordern Sie sie auf, am Mittwoch, dem 19. Juni, gegen die Chat-Kontrolle zu stimmen.
- Schlagen Sie online Alarm. Nutzen Sie Bilder zum Teilen aus der Kampagne und Erklärvideos.
- Treffen Sie sich offline mit mindestens einer weiteren Person und entwickeln Sie gemeinsam einen Aktionsplan. Binden Sie NGOs, Wissenschaft, Unternehmen, Medien und andere ein.
Regierung kontaktieren
- Es ist wichtig zu zeigen, dass die Zivilgesellschaft wachsam ist.
- Sie können das Innenministerium, das Justizministerium oder die „Ständige Vertretung“ Ihrer Regierung bei der EU kontaktieren.
- Weisen Sie darauf hin, dass der aktuelle Entwurf unter dem Namen „Verordnung zur Verhütung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern“ firmiert und dass dies nicht akzeptabel ist.
- Bringen Sie Ihre Ablehnung höflich, aber bestimmt zum Ausdruck und fordern Sie eine Gegenstimme bei der Abstimmung.
- Fordern Sie, dass offizielle Gegenstimmen und Enthaltungen korrekt gezählt werden.
Zeitplan
- Am Donnerstag, dem 13. Juni, erörtern die Innenminister den Stand der Beratungen.
- Der belgische Rat wird voraussichtlich einen neuen Kompromissvorschlag vorlegen.
- Am Mittwoch, dem 19. Juni, soll in der Sitzung von COREPER 2 abgestimmt werden.
- Handeln Sie so schnell wie möglich, um den Vorschlag zur Chat-Kontrolle zu stoppen.
Meinung von GN⁺
- Bedenken wegen Eingriffen in die Privatsphäre: Die Chat-Kontrolle kann die Privatsphäre des Einzelnen erheblich verletzen.
- Technische Probleme: Systeme zur Massenüberwachung sind technisch komplex und fehleranfällig.
- Schutz der Bürgerrechte: Um die Freiheiten und Rechte der Bürger zu schützen, ist es wichtig, sich solchen Vorschlägen zu widersetzen.
- Bedarf an Alternativen: Es müssen andere wirksame Wege gesucht werden, um sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern.
- Internationale Zusammenarbeit: Es ist notwendig, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um bessere Lösungen zu finden.
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