Die „Right to Roam“-Bewegung kämpft dafür, Gemeingüter der Öffentlichkeit zurückzugeben
(news.mongabay.com)Die britische Bewegung für das „Recht, sich frei zu bewegen“
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Die britische Bewegung für das „Recht, sich frei zu bewegen“ will das Recht zurückgewinnen, sowohl privates als auch öffentliches Land zu betreten, zu nutzen und zu genießen – in einer Situation, in der Bürgerinnen und Bürger derzeit nur auf 8 % des Landes Zugriff haben.
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Der Kampagnenaktivist Jon Moses sprach im Mongabay-Podcast über die Geschichte der Veränderungen bei den Landbesitzverhältnissen in Großbritannien und darüber, warum es notwendig ist, das „Recht, sich frei zu bewegen“, wie es etwa in der Tschechischen Republik und in Norwegen zu beobachten ist, wiederherzustellen.
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In Großbritannien gibt es mindestens 2.500 Landschaften, zu denen der öffentliche Zugang versperrt ist, und um sie zu erreichen, muss man unerlaubt eindringen.
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Moses sagt, „die Menschen müssen ihren Platz in der Landschaft und eine neue Beziehung zwischen Mensch und Natur neu überdenken“.
Das Problem der Landzugangsrechte in Großbritannien
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Wie in den meisten Ländern haben Menschen in Großbritannien kein gesetzliches Recht, nicht-öffentliches Land zu durchqueren. Das bedeutet, dass rund 56 Millionen Menschen legal nur auf 8 % des Landes zugreifen können.
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Die BBC erwähnte kürzlich als ein Beispiel für dieses Problem ein großes öffentliches Landgebiet, das von Privatland umgeben und deshalb nicht zugänglich ist.
Die „Right to Roam“-Bewegung
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Jon Moses, Aktivist der „Right to Roam“-Bewegung, sprach gemeinsam mit Rachel Donald im neuesten Mongabay Newscast über die Bewegung, die durch kreative Veranstaltungen wie Gruppenspaziergänge auf Privatland die Vorteile öffentlichen Zugangs hervorhebt.
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Moses erläutert diese Vorteile in dem neuen Buch „Wild Service: Why Nature Needs You“, das er gemeinsam mit Nick Hayes herausgegeben hat.
Warum das Recht, sich frei zu bewegen, wichtig ist
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Gesetze zum Recht, sich frei zu bewegen, sind außerhalb Skandinaviens und des übrigen Europas nicht breit anerkannt, doch Moses argumentiert, dass solche Rechte entscheidend sind, um die Schäden zu beheben, die durch jahrhundertelangen privaten Landbesitz entstanden sind.
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Moses sagt, „die Menschen müssen ihren Platz in der Landschaft und eine neue Beziehung zwischen Mensch und Natur neu überdenken“.
Warum privater Landbesitz zugenommen hat
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Moses nennt die industrielle Landwirtschaft als einen Grund dafür, dass privater Landbesitz in den vergangenen Jahrhunderten zugenommen hat, und sagt, dass sie auch den Landwirten selbst keinen großen Nutzen bringt.
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Moses erklärt, dass ein Grund für den Rückgang der Rechte, in Großbritannien „Allmende“ zu betreten und zu nutzen, darin liege, Lohnerhöhungen zu bremsen und die Autonomie der lokalen Bevölkerung zu unterdrücken.
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„Die Dokumente machen das deutlich: Man musste die Gemeinrechte brechen, um eine abhängigere Klasse von Landarbeiterinnen und Landarbeitern zu schaffen, die auf Löhne angewiesen ist“, sagt Moses.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel betont die Bedeutung öffentlichen Zugangs dafür, die Verbindung der Menschen zur Natur wiederherzustellen und geschädigte Landschaften zu regenerieren.
- Angesichts dessen, dass die industrielle Landwirtschaft den Landwirten keinen großen Nutzen bringt, braucht es eine neue Vision für Landwirtschaft und ein neues Nachdenken über die Beziehung zwischen Mensch und Natur.
- Die „Right to Roam“-Bewegung hebt durch kreative Veranstaltungen die Vorteile öffentlichen Zugangs hervor, was zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.
- Aus kritischer Perspektive könnte es schwierig sein, ein Gleichgewicht zwischen den Rechten privater Grundeigentümer und dem Recht auf öffentlichen Zugang zu finden.
- Damit diese Bewegung erfolgreich sein kann, sind rechtliche und gesellschaftliche Veränderungen nötig, und das kann Zeit in Anspruch nehmen.
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Zusammenfassung ausgewählter Hacker-News-Kommentare
Der Hauptgrund, warum Menschen in den USA nervös sind, wenn Land für die Öffentlichkeit geöffnet wird, sind Haftungsfragen und die Industrie rund um Klagen wegen Personenschäden
Ohne ein Zugangsrecht zu öffentlichem Land entstehen öffentliche Flächen, die rechtlich nicht zugänglich sind
In der bayerischen Verfassung steht, dass alle Außenbereiche kostenlos betreten werden dürfen
30 Personen besitzen die Hälfte von Berkshire im Vereinigten Königreich
Das „Right to Roam“ ist schlicht das Recht, Land zu durchqueren
Ein ideales „Right-to-Roam“-Gesetz
In Schweden ist es ein System, das gut funktioniert
In Deutschland, der Schweiz und Österreich ist es ein natürliches und selbstverständliches Recht
Auch in den USA wird dieses Recht gewünscht
Ein Right to Roam sollte mit der Pflicht verbunden sein, das Land in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen