Fallstudie: Wie Werbung die Qualität einer Website verschlechtert
- Der Autor entschied sich, auf seiner seit Langem betriebenen Side-Project-Website "Apportionment Calculator" Werbung zu schalten.
- Apportionment Calculator war eine einfache und nützliche Website, die 10 Jahre lang den Spitzenplatz in den Google-Suchergebnissen gehalten hatte.
Probleme, die durch Googles Werberichtlinien entstanden
- Google verlangte, dass eine Website große Mengen an Inhalten haben müsse, um Werbung schalten zu dürfen.
- Die Qualität der Inhalte spielte dabei jedoch keine Rolle.
- Der Autor nutzte ChatGPT, um riesige Mengen an Müllinhalten zu erzeugen, darunter Geschichte, Gedichte, Rätsel und Blogbeiträge.
- Im Blog standen zum Beispiel absurde Geschichten über ein Paar, das von der Sitzverteilung im Parlament besessen ist, und über deren Haustiere.
- Erst nach diesem Prozess erlaubte Google schließlich, auf der Website Werbung zu schalten.
Fazit der Fallstudie
- Googles Werberichtlinien verleiten Websites dazu, enorme Mengen an Müllinhalten zu produzieren.
- Aus Sicht der Website-Betreiber führt das dazu, dass sie sich stärker auf die Produktion großer Inhaltsmengen als auf nützliche Inhalte konzentrieren.
- Infolgedessen wird das Internet von Werbung und minderwertigen Inhalten überflutet.
- Nützliche Websites, die dem Prinzip "Do One Thing And Do It Well (DOTADIW)" folgten, verlieren zunehmend ihren Platz.
Meinung von GN⁺
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Es scheint, dass das Werbeerlösmodell letztlich zu einer Verschlechterung der Inhaltsqualität führt. Man sollte wohl über Erlösmodelle nachdenken, die nicht auf Werbung angewiesen sind.
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Um dieses Problem zu lösen, könnte auch ein Abonnementmodell eine Möglichkeit sein, bei dem Nutzer direkt für die Inhalte bezahlen, die sie haben möchten. Dienste wie Substack oder Patreon könnten eine Alternative sein.
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ChatGPT hat ein enormes Potenzial, doch man sollte wachsam sein, da es missbraucht werden kann, um massenhaft Müllinhalte zu erzeugen. Eine gesellschaftliche Einigung über KI-Ethik und die Ausarbeitung von Leitlinien erscheinen dringend notwendig.
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Für die Suche und das Ranking von Inhalten scheint die Entwicklung von Algorithmen nötig zu sein, die eher Qualität als bloße Menge bewerten können. Auch Google sollte sich wohl weiterhin um eine Verbesserung der Suchqualität bemühen.
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Letztlich braucht es zur Schaffung eines gesunden Internet-Ökosystems Unterstützung für Creator sowie verschiedene Erlösstrukturen, damit hochwertige Inhalte fair vergütet werden. Es bleibt zu hoffen, dass über den eindimensionalen, werbezentrierten Ansatz hinaus kreative Alternativen entstehen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Entwickler wollte auf seiner Website Werbung hinzufügen, um die Betriebskosten zu decken, doch nach dem Einbau der Anzeigen verschlechterte sich die Nutzbarkeit der Seite erheblich. Das lag nicht an Google, sondern an der eigenen Entscheidung des Entwicklers.
Werbung, die den Nutzungskontext einer Website nicht berücksichtigt, kann die User Experience beeinträchtigen. Wer eine Seite besucht, um eine bestimmte Aufgabe zu erledigen, lässt sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit von Werbung ablenken.
Das Monetarisierungsmodell des Webs ist zu stark auf Werbung fixiert, sodass Websites, auf denen tatsächlich gearbeitet wird, Schwierigkeiten haben, Einnahmen zu erzielen. Alternative Erlösmodelle sind dringend nötig.
Einige Websites in den Google-Suchergebnissen sind trotz ihrer Vertrauenswürdigkeit durch übermäßige Werbung in ihrer Nutzbarkeit stark eingeschränkt.
Um die monopolartige Stellung großer Unternehmen wie Google, Apple und Microsoft einzuhegen, werden Regulierungsmaßnahmen wie etwa eine Obergrenze für die Marktkapitalisierung vorgeschlagen.
Betreiber von Websites sollten alternative Erlösmodelle wie Buy Me A Coffee in Betracht ziehen. Wenn es schwierig ist, sich allein auf Werbeeinnahmen zu stützen, kann auch ein Verkauf der Website erwogen werden.
Ohne Werbeblocker ist der Anteil der Werbung im Verhältnis zu den Webinhalten übermäßig hoch, was die User Experience stark verschlechtert. Das wird als Problem des gesamten Web-Ökosystems wahrgenommen.
Es ist unklar, ob es eine Option gibt, die Menge der eingeblendeten Werbung zu steuern. Selbst bei geringeren Einnahmen wäre es wünschenswert, nur ein Mindestmaß an Werbung anzuzeigen.
Ein ähnliches Problem tritt auch bei einer Website zur Gedichtgenerierung auf. Da die Genehmigung für Google AdSense abgelehnt wurde, wird stattdessen der Einsatz von Affiliate-Links geprüft.