Hohe Kosten für E-Books in US-Bibliotheken und der juristische Streit mit Verlagen
- Bibliotheken in den gesamten USA haben Schwierigkeiten, die Kosten für E-Books zu tragen.
- E-Books werden immer beliebter, doch die Preise, die Bibliotheken zahlen müssen, liegen deutlich über denen für Verbraucher.
- So kostet etwa ein Hardcover 18 US-Dollar, während die Lizenz für das E-Book 55 US-Dollar kostet; über diesen Preis können Bibliotheken nicht mit den Verlagen verhandeln.
- E-Books laufen in der Regel nach 1 bis 2 Jahren oder nach 26 Ausleihen ab, sodass Bibliotheken die Lizenz erneuern müssen.
Vorstoß für rechtliche Maßnahmen gegen Kosten und Beschränkungen bei E-Books
- Seit der COVID-19-Pandemie sind E-Books noch populärer geworden, und Bibliotheksnutzer müssen lange auf Hörbücher und E-Books warten.
- In einigen Bundesstaaten werden Gesetzentwürfe vorangetrieben, um Kosten und Beschränkungen für digitale Materialien zu regulieren.
- In Connecticut, Massachusetts, Illinois, Hawaii und New Hampshire wurden Gesetzesvorlagen eingebracht, um die Preisunterschiede zu verringern.
- Die Verlagsbranche lehnt diese Vorhaben entschieden ab und argumentiert, dass solche Gesetze den Wert geistigen Eigentums untergraben und dem Publikationsökosystem schaden würden.
E-Book-Lizenzen und die finanziellen Schwierigkeiten der Bibliotheken
- E-Book-Lizenzen erlauben die Ausleihe an mehrere Leser, doch Verlage bezeichnen dies als ein faires Geschäftsmodell.
- Bibliotheken geben 20 % ihres Budgets dafür aus, abgelaufene E-Book-Titel zu ersetzen, was ihre Fähigkeit einschränkt, überhaupt einen Bestand aufzubauen.
- Bücher für Kinder und Jugendliche können pro Monat in weniger als 30 Exemplaren ausgeliehen werden.
Die Abhängigkeit der Bibliotheksnutzer von E-Books und Hörbüchern
- E-Books und Hörbücher sind für Nutzer mit nachlassender Sehkraft unverzichtbare Ressourcen.
- Nutzer müssen auf populäre Bücher teils monatelang warten, was für Menschen, die sich einen Kauf nicht leisten können, eine erhebliche Belastung darstellt.
Vergangenheit und Zukunft der Gesetzgebung rund um E-Books
- 2021 verabschiedete Maryland ein Gesetz, das Verlage verpflichten sollte, Bibliotheken E-Books zu angemessenen Bedingungen anzubieten, doch es wurde nach dem Widerstand der Verlage gerichtlich aufgehoben.
- Jüngere Gesetzesvorschläge verfolgen andere Ansätze; der Gesetzentwurf in Illinois sieht etwa vor, Verträge zwischen Bibliotheken und Verlagen für unwirksam zu erklären, wenn sie bestimmte Klauseln enthalten.
Meinung von GN⁺
- Das Kostenproblem bei E-Books erhöht die finanzielle Belastung der Bibliotheken und kann zu Ungleichheiten beim Zugang zu Wissen führen.
- Wichtig ist, in den Verhandlungen zwischen Verlagen und Bibliotheken ein Gleichgewicht zu finden, das die Rechte der Urheber mit dem öffentlichen Interesse in Einklang bringt.
- Der Artikel liefert Einblicke darin, wie die Preisgestaltung von E-Books die Dienstleistungen öffentlicher Bibliotheken beeinflusst.
- Rechtliche Maßnahmen sind nötig, doch wünschenswert wäre die Entwicklung eines nachhaltigeren und faireren Modells in Zusammenarbeit mit den Verlagen.
- Technisch gesehen sind DRM (Digital Rights Management) und Lizenzverwaltung bei E-Books komplex, was Bibliotheken daran hindern kann, ihre Ressourcen effizient zu verwalten.
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