NYPD verschickt Vorladung ohne richterliche Anordnung für den Social-Media-Account eines Copwatchers
- Die NYPD verschickte eine weitreichende Vorladung, um Informationen über den Social-Media-Account des Vorsitzenden einer New Yorker Polizeikontrollorganisation zu erhalten, zog sie jedoch zurück, nachdem sie darauf hingewiesen wurde, dass sie die Vorladung vor Gericht rechtfertigen müsse.
- Michael Clancy, in den sozialen Medien bekannt, erhielt von X (ehemals Twitter) die Mitteilung, dass die NYPD eine Vorladung geschickt hatte, in der sämtliche Aufzeichnungen zu seinem Account verlangt wurden.
- X informierte Clancy gemäß seiner eigenen Richtlinien über die Existenz der Vorladung und riet ihm, rechtlichen Beistand zu suchen.
Rechtliche Anfechtung der Vorladungsbefugnisse der NYPD
- Die NYPD behauptete, sie sei befugt, Vorladungen zu verschicken, kann jedoch ohne rechtliche Genehmigung oder richterlichen Beschluss keine unerwünschten Vorladungen ausstellen.
- Die Anwältin Kathryn Sachs von der New York Civil Liberties Union forderte die NYPD auf, die Vorladung zurückzuziehen, und warnte, andernfalls werde man vor Gericht ihre Aufhebung beantragen.
- Statt vor Gericht die Notwendigkeit der Vorladung zu erläutern, entschied sich die NYPD, sie zurückzuziehen.
Unklare Rechtslage zur Nutzung von Vorladungen durch die NYPD
- Da die NYPD jedes Mal eine Vorladung zurückzieht, wenn ihre Nutzung vorladungsähnlicher, nicht richterlich gedeckter Auskunftsersuchen für Social-Media-Informationen angefochten wird, bleibt ihre rechtliche Stellung unklar.
- 2020 schickte die NYPD Twitter eine ähnliche Vorladung zu den Social-Media-Aufzeichnungen der New-York-Post-Reporterin Tina Moore, zog sie jedoch hastig zurück, als eine rechtliche Anfechtung zu erwarten war.
Clancys Aktivitäten als Vorsitzender der Copwatch Patrol Unit
- Clancy sammelt und verbreitet Informationen über das Verhalten der Polizei und spekuliert darüber, warum die NYPD Informationen über seine Organisation beschaffen wollte.
- Clancy vermutet, dass die Polizei die Vorladung geschickt haben könnte, um ihn einzuschüchtern, oder um herauszufinden, ob es innerhalb der NYPD Beamte gibt, die Informationen über Fehlverhalten weitergeben.
Weitere Fragen zur Ausstellung und Rücknahme der Vorladung durch die NYPD
- Es wurden Fragen aufgeworfen, warum die NYPD eine Vorladung ohne richterlichen Beschluss zu den privaten Daten eines Kritikers verschickte, warum dafür eine E-Mail-Domain einer föderalen Task Force verwendet wurde und warum sie die Vorladung zurückzog, statt ihre Rechtmäßigkeit vor Gericht zu verteidigen.
- Die NYPD gab auf diese Fragen keine Antworten.
Meinung von GN⁺
- Dieser Vorfall zeigt die Möglichkeit von Machtmissbrauch durch Polizeibehörden und Eingriffen in die Privatsphäre Einzelner. Ohne richterlichen Beschluss persönliche Social
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