Führung, diese starke Droge
- Führung und Management sind leicht zu verwechseln, unterscheiden sich aber im Kern.
- Management ist alltägliche, wenig attraktive, aber notwendige Arbeit, die eine Organisation durch effiziente Routineaufgaben am Laufen hält.
- Führung ist eine interessante und herausfordernde Rolle und bezeichnet die Fähigkeit, über bloßes Management hinaus Menschen dazu zu ermutigen, die beste Version ihrer selbst zu werden.
Gedanken über Führung
- Gute Führung zeigt sich durch praktische Erfahrung, nicht durch Theorie.
- Führung ist nicht auf eine bestimmte Position beschränkt, sondern sollte je nach Situation auf natürliche Weise zwischen Teammitgliedern fließen.
- Führung wird von jemandem ausgeübt, der die Fähigkeit besitzt, Menschen zu ermutigen, ihr Bestes zu geben.
Die Arroganz der Führung
- Viele Menschen, die für sich Führung beanspruchen, verfügen in Wirklichkeit nicht über die nötigen Fähigkeiten oder haben zu wenig Verständnis für ihr eigenes Fachgebiet.
- Führung ohne Substanz ist letztlich nur das Streben nach Popularität oder persönlichem Einfluss.
- Menschen, die sich selbst als Führungspersönlichkeiten bezeichnen, neigen oft dazu, ihre Rolle zu überschätzen und eine egozentrische Haltung zu zeigen.
Führung und Ego
- Der Titel "Führungskraft" wirkt auf Menschen wie ein Schub aus Status und Dopamin und wird deshalb oft missbraucht.
- Ein Führungstitel kann die persönliche Weiterentwicklung behindern und dazu führen, dass sich das Ego aufbläht.
- Übermäßiges Lob für Führung kann ungesunde Verehrung auslösen, was sich negativ auf die betroffene Person auswirkt.
Besseres Management und bessere Führung
- Ein effektiver Manager kümmert sich um sein Team, stellt die nötigen Werkzeuge bereit und erledigt die Arbeit zuverlässig.
- Eine echte Führungspersönlichkeit ist ehrlich, baut Vertrauen zu den Teammitgliedern auf und treibt positive Veränderungen in der Organisation voran.
- Führung sollte natürlich entstehen; Menschen gewaltsam in eine Führungsrolle zu drängen, ist nicht wünschenswert.
Verwandte Bücher und Materialien
- "High Output Management" ist ein Buch, das praktische Leitlinien für Management bietet.
- "Managing Humans" erklärt, wie man mit Politik und Gerüchten innerhalb einer Organisation umgeht.
- Materialien und Podcasts, die Einblicke in das Betriebsmodell und das Führungsverständnis von Pivotal Software geben, sind hilfreich.
Meinung von GN⁺
- Den Unterschied zwischen Führung und Management zu verstehen, ist wichtig, um innerhalb einer Organisation wirksam handeln zu können.
- Führung wird nicht durch Titel oder Position definiert, sondern durch die Fähigkeit, sich je nach Situation flexibel zu verändern und anzupassen.
- Die Autorität und der Respekt, die Führung mit sich bringt, können mitunter das Ego einer Person aufblähen und sie in die falsche Richtung lenken; daher ist Vorsicht geboten.
- Bevor jemand eine Führungsrolle übernimmt, ist Reflexion darüber nötig, wie diese Person innerhalb der Organisation positiven Einfluss ausüben kann.
- Das Studium und Verständnis von Führungsmodellen in Organisationen wie Pivotal Software kann helfen, auch in anderen Organisationen nützliche Führungsstrategien zu entwickeln.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Es gibt einen Kommentar, in dem jemand seine Erfahrung mit einem eintägigen Workshop zum Thema Forschungsführung schildert. Der Workshop wurde von Personen organisiert, die nie eine Forschungsarbeit geschrieben hatten, und von einem Leadership-Coach geleitet. Der Verfasser des Kommentars kommt zu dem Schluss, dass Führung zu einem bedeutungslosen Buzzword geworden ist. Außerdem weist er darauf hin, dass Menschen, die nach sinnloser Managementarbeit süchtig sind, versuchen, sich denjenigen aufzudrängen, die wichtige Arbeit leisten. Das sei eine Form von Gewalt und ein Überlebensinstinkt von Menschen, die sich selbst als wertlos empfinden.
Es gibt einen Kommentar über Menschen auf LinkedIn, die sich selbst als „Leader“ bezeichnen. Die Meinung darin ist, dass es sich dabei wahrscheinlich nicht um echte Führungspersönlichkeiten handelt. Echte Führung ist weniger dramatisch, als sich selbst zum „König“ zu erklären, aber ihre Bedeutung bleibt dennoch bestehen.
Ein Kommentar erwähnt, dass sich der Autor wie ein Energievampir anfühle. Man stimme seinen Aussagen zwar zu, aber seine Ausdrucksweise und sein Schreibstil machten es schwer, Empathie zu empfinden.
In einem weiteren Kommentar wird die Theorie aufgestellt, dass dieser Blog Michael O'Churchs neuer Blog sein könnte. Es sei ein humorvoller Text, aber die Gesamtbotschaft des Blogs werde dafür kritisiert, dass an allen Problemen immer die anderen schuld seien. Dennoch gebe es tatsächlich Unternehmen, die leidenschaftliche und unabhängig denkende Menschen wollten.
Es gibt die Meinung, dass Führung ohne Kompetenz letztlich nur darauf hinausläuft, einen Kreis der Persönlichkeitsverehrung anzuführen. Das gelte nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in anderen Bereichen.
Es gibt einen Kommentar, der meint, der Text klinge, als sei er von einem Australier geschrieben worden. Echte Führungspersönlichkeiten seien Menschen, die auch ohne eine formale Autoritätsposition nach vorn blicken und Antworten geben, wenn andere nicht wissen, was zu tun ist. Führung brauche manchmal Selbstvertrauen, und das sei notwendig, um mit Unsicherheit umzugehen.
Es gibt die Meinung, dass man an Orten mit „at-will employment“ kaum Führung finde. Ein großer Teil von Führung bestehe darin zu lernen, wie man Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten führt und ihre Ziele aufeinander abstimmt.
Es gibt einen Kommentar, dass eine Managementposition der optimale Ort sei, um sich zu verstecken. Manager bekämen mehr Gehalt und hätten die Autonomie, ihre Zeit frei einzuteilen. Da sich die Inkompetenz eines Managers aber nicht so leicht aufzeigen lasse wie die eines Entwicklers, müssten Manager oft Ausreden finden. Führung spiele in einer solchen Situation eine wichtige Rolle.