1 Punkte von GN⁺ 2024-02-13 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zusammenfassung der Regeln

  • Ein Nutzer, der sich bei FedEx auf eine Software-Rolle beworben hatte, erhielt einen seltsamen Persönlichkeitstest.
  • Im Test musste ausgewählt werden, ob die in Bildern gezeigten Figuren „ich“ oder „nicht ich“ sind.
  • Als Ergebnis lieferte der Test Bewertungen zu den „Big Five“-Persönlichkeitsmerkmalen.
  • Der Nutzer hatte das Gefühl, dass die Ergebnisse ihn überhaupt nicht widerspiegelten, und zog seine Bewerbung zurück.

Reaktionen auf den Test

  • Viele Nutzer diskutierten darüber, wie seltsam und unfair der Test sei.
  • Einige wiesen darauf hin, dass der Ansatz von FedEx zur Auswahl von Mitarbeitern ineffizient sei.
  • Andere kritisierten, dass solche Tests nicht dazu dienten, geeignete Kandidaten zu finden, sondern lediglich die Zahl der Bewerber zu verringern.

Weitere Diskussionen

  • Auch andere Unternehmen, darunter Olive Garden, verwenden ähnliche Persönlichkeitstests.
  • Einige Nutzer fragten sich, ob solche Tests in Wirklichkeit nicht eher die Geduld der Bewerber prüfen.
  • Andere äußerten ihren Unmut über den unnötigen Aufwand, den Bewerber im Einstellungsprozess ertragen müssen.

Meinung von GN⁺

  • Dieser Artikel stößt eine wichtige Diskussion über die Gültigkeit und Fairness von Persönlichkeitstests im Bewerbungsprozess an.
  • Die Merkwürdigkeit des Tests und die Ungenauigkeit der Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von Verbesserungen im Einstellungsprozess.
  • Solche Diskussionen können dazu beitragen, die Bedeutung von Transparenz in Einstellungspraktiken und von Respekt gegenüber Kandidaten bewusster zu machen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-02-13
Hacker-News-Kommentare
  • Ein Softwareingenieur schildert eine Bewerbungserfahrung, bei der er einen zweistündigen Persönlichkeitstest absolvieren musste. Es gab keine technischen Fragen, sondern nur verschiedenste Fragen zur Einschätzung der Persönlichkeit. Der Interviewer hatte gerade erst mit einer Managementrolle begonnen, las Bücher über Führung und wollte diese Methode ausprobieren. Die erste Runde bestand er, doch die zweite war ein fünfstündiges Remote-Interview mit gemeinsamem Coden/Whiteboard, woraufhin er sich entschied, nicht weiterzumachen. Stattdessen nahm er eine Stelle an, bei der er ohne Whiteboard-Interview oder Persönlichkeitstest nach einem kurzen Gespräch mit dem technischen Leiter eingestellt wurde; sie war bis heute seine beste Stelle, und auch nach fünf Jahren ist er noch als Klient dort.
  • Der von FedEx eingesetzte Persönlichkeitstest enthält Bezeichnungen für verschiedene Typen wie „jemand, der Dinge anfängt, aber nicht zu Ende bringt“, „jemand, der häufig seine Meinung ändert“, „jemand, der sich immer fragt, warum“, und „jemand, der leicht verletzt ist“.
  • Ein Nutzer berichtet von einem technischen Interview bei FedEx: Die erste Runde lief gut, aber an der zweiten Remote-Coding-Challenge scheiterte er. Wegen des schlechten Ergebnisses wurde der Prozess nicht fortgesetzt, doch acht Monate später erhielt er ein Angebot.
  • Bei der Suche nach der ersten Stelle als Softwareingenieur wurde ein Nutzer zu einem Gruppeninterview eingeladen und musste Aufgaben wie den Bau eines Raumschiffs aus Lego erledigen. Auf die Frage, was er davon halte, antwortete er „beleidigend“ und verließ das Interview. Obwohl er keine anderen Angebote hatte, meldete sich das Unternehmen erneut, doch er lehnte ab, weil er es nicht für einen guten Match hielt. Später erfuhr er, dass die Rolle mit einer berüchtigten „Binary-Options“-Website zu tun hatte.
  • Jemand berichtet von einem Interview, in dem verlangt wurde, den gesamten Bildungsweg ab der Grundschule zu erklären. Es handelte sich um ein Interview für eine Senior-Software-Engineer-Rolle.
  • Ein Unternehmen verlangte eine medizinische Untersuchung, die sehr persönliche Fragen enthielt, etwa zu Schwangerschaften oder Depressionen. Dagegen wurde vorgegangen, und die Personalabteilung behauptete, es handle sich um einen vorgeschriebenen Test für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, was tatsächlich nicht stimmte.
  • Zum MBTI-Test wird kritisiert, er sei so etwas wie Horoskope für Menschen, die nicht an Sternzeichen glauben. Es wird ein Fall geschildert, in dem in einem Unternehmen ein externer HR-Dienstleister einen MBTI-Test durchführte und daraufhin ein hervorragender Kollege mit demselben Profil wie der CEO entlassen wurde.
  • Ein Unternehmen namens Paradox schlug vor, zur Einstellung von Softwareingenieuren einen Chatbot und seltsame Fragebögen einzusetzen; aus dem Feedback tatsächlicher Nutzer ging jedoch hervor, dass diese Methode bei IT-Fachleuten nicht funktionieren würde.
  • In einem Kommentar wird darauf hingewiesen, dass „Persönlichkeitsbewertungen“ zu 100 % Betrug seien. Die Antworten beruhten auf der individuellen Interpretation von Bildern, würden aber nach der Interpretation des Testentwicklers bewertet. Das unterscheide sie kaum von Tintenkleckstests.
  • Ein Kommentar erwähnt, dass der Verfasser gerade eine Podcast-Folge darüber hörte, wie die NASA in den 1980er-Jahren ihren Interviewansatz für die Auswahl von Astronautenkandidaten änderte, die auf einer Raumstation bleiben sollten. Bei der Auswahl von Menschen, die lange Zeit zusammen eingeschlossen sind und gelegentlich unter hohem Druck stehen, werden Persönlichkeitstests zu einem wichtigen Faktor. Ähnliche Überlegungen könnten auch auf teamorientierte Berufe zutreffen.