Handlung
- Paul wachte auf und sah sich um. Alles leuchtete sanft dort, wo kein direktes Sonnenlicht hinfiel: matte weiße Backsteinwände, Möbel aus künstlichem Mahagoni; sogar die Poster von Bosch, Dalí, Ernst und Giger wirkten entschärft. Überall dort, wo sein Blick verweilte (und nirgendwo sonst), war die Simulation vollkommen überzeugend. Der Scheinwerfer seiner Aufmerksamkeit machte das möglich. Es gab virtuelle Lichtstrahlen, die von den einzelnen Stäbchen und Zapfen einer virtuellen Netzhaut rückwärts verfolgt wurden, um festzustellen, welche Berechnungen bei der Projektion in die virtuelle Umgebung genau nötig waren. Objekte außerhalb des Sichtfelds „verschwanden“ nicht vollständig, solange sie das Umgebungslicht beeinflussten, aber Paul wusste, dass nach dem Umdrehen keine weiteren detaillierten Berechnungen verschwendet würden. Alles im Raum war mit genau der Detailtiefe aufgelöst, die nötig war, um ihn zu täuschen – nicht mehr und nicht weniger.
Paul Durhams Kopien
- Paul Durham erstellt Kopien von sich selbst, Software-Simulationen seines Gehirns und seines Körpers. Diese Kopien können in einer virtuellen Realität mit einer Geschwindigkeit laufen, die 17-mal langsamer ist als die reale Zeit.
- Paul möchte diese Kopien als Versuchspersonen für eine Reihe von Experimenten über die Natur von künstlicher Intelligenz, Zeit und Kausalität verwenden. Doch die Kopien ändern ständig ihre Meinung und schalten sich selbst ab.
Maria Deluca und das Autoverse
- Maria Deluca ist süchtig nach dem Autoverse, arbeitslos und ihr Geld geht aus, doch sie kann nicht aufhören, ihre Zeit im Autoverse zu vergeuden, einer virtuellen Welt, die mathematischen Regeln als „Naturgesetze“ folgt.
- Paul macht Maria ein sehr seltsames Angebot: Sie soll ein vollständiges virtuelles Ökosystem entwerfen, das innerhalb des Autoverse existieren kann, modelliert bis auf Molekülebene. Die Arbeit wäre gut bezahlt und würde ihre Obsession befriedigen. Doch ein solcher Samen wäre nutzlos ohne eine Autoverse-Simulation, die groß genug ist, damit die daraus entstehende Biosphäre wachsen und gedeihen kann – eine Aufgabe, die die Kapazität aller Computer der Welt bei Weitem übersteigt.
Veröffentlichungsgeschichte
- „Permutation City“ wurde erstmals 1994 in London bei Orion/Millennium veröffentlicht und später in verschiedene Sprachen übersetzt und weltweit publiziert.
- Das Buch wurde mehrfach neu aufgelegt und auch als E-Book veröffentlicht.
Meinung von GN⁺
- „Permutation City“ ist ein Science-Fiction-Roman, der Leser durch seine Erforschung der Natur von virtueller Realität und künstlicher Intelligenz zu tiefem Nachdenken anregt.
- Die Geschichte von Paul Durham und Maria Deluca bietet eine interessante Diskussion darüber, wie technologischer Fortschritt das menschliche Leben und die Identität beeinflusst.
- Das Buch vermittelt komplexe wissenschaftliche Konzepte auf leicht verständliche Weise und kann besonders für Software Engineers im Einstiegsbereich nützlich sein, die sich für virtuelle Realität und künstliche Intelligenz interessieren.
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