Mathematikprofessor lehnt Diversity-Erklärungen ab
- Alexander Barvinok, ein aus Russland in die USA eingewanderter Mathematiker, ist Professor für Mathematik an der University of Michigan.
- Barvinok trat aus der American Mathematical Society (AMS) aus und brachte damit seine Ablehnung gegenüber Stellenausschreibungen für Mathematikprofessuren zum Ausdruck, die eine Erklärung zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) verlangen.
- Er sieht in der Forderung nach solchen Erklärungen einen besorgniserregenden Trend in seinem Fachgebiet und trat aus Protest aus der Gesellschaft aus.
Erfahrungen in der Sowjetunion und akademische Freiheit
- Barvinok wuchs in der Sowjetunion auf und musste dort nach eigenen Angaben täglich Treue zu Idealen geloben.
- Er beobachtete, wie überzeugte Kommunisten leicht zu anderen Ideologien wechselten, und kam zu dem Schluss, dass in einem solchen Spiel nur echte Konformisten herausragen können.
- Er möchte nicht, dass Mathematikfakultäten mit Konformisten gefüllt werden.
Sorge über das politische Umfeld an US-Universitäten
- Barvinok äußert Sorge über das politische Umfeld an amerikanischen Universitäten und weist als Einwanderer aus der Sowjetunion auf die Ausbreitung eines solchen ideologischen Zwangs hin.
- Er vergleicht die akademische Kultur an US-Universitäten mit seinen Erfahrungen in der Sowjetunion und erklärt damit seine Ablehnung von DEI-Erklärungen sowie seine Opposition gegen deren Verbreitung.
Akademische Laufbahn in der Sowjetunion und Wandel an US-Universitäten
- Barvinok studierte Mathematik an einer Universität in der Sowjetunion und wurde nach eigener Aussage nicht deshalb diskriminiert, weil er Jude war.
- Er erinnert sich daran, dass die ideologische Erziehung in der Sowjetunion unter Studierenden Zynismus und Ablehnung hervorrief.
- Während er seine Karriere als Professor an amerikanischen Universitäten aufbaute, wuchsen bei ihm Sorgen um die akademische Freiheit.
Wachstum der Universitätsverwaltung und Wandel von Debatten
- Barvinok erlebte das Wachstum der Universitätsverwaltung und die Veränderung von Debatten.
- Er weist darauf hin, dass die Universitätsverwaltung immer mehr soziale Ziele verfolgt, dadurch mehr Administratoren benötigt und dies genutzt wird, um Gegenstimmen zum Schweigen zu bringen.
Ablehnung von DEI-Erklärungen
- Barvinok befürchtet, dass DEI-Erklärungen zu einem ideologischen Lackmustest werden, der die akademische Freiheit verletzt.
- Er argumentiert, dass Professoren, die DEI-Erklärungen ablehnen, ihre Stimme ohne großes Karriererisiko erheben könnten, wenn sie genügend sichere Unterstützung gewinnen und organisiert handeln.
Meinung von GN⁺
- Die Geschichte von Professor Barvinok wirft eine wichtige Debatte über akademische Freiheit und ideologischen Zwang auf.
- Seine Erfahrungen in der Sowjetunion bieten tiefgehende Einsichten in die negativen Auswirkungen ideologischen Zwangs auf akademische Umfelder.
- Der Artikel betont die Bedeutung ideologischer Vielfalt und freier Diskussion innerhalb der Wissenschaft und erinnert daran, dass gemeinsame Anstrengungen nötig sind, um die akademische Freiheit zu schützen.
1 Kommentare
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