1 Punkte von GN⁺ 2024-01-12 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Discord entlässt 17 % der Belegschaft

  • Discord-CEO Jason Citron erklärte in einem internen Memo, dass das Unternehmen seine Belegschaft in den vergangenen Jahren zu schnell ausgebaut habe.
  • Von den aktuellen Entlassungen sind 170 Personen betroffen, was 17 % der gesamten Belegschaft entspricht; sie betreffen verschiedene Abteilungen.
  • Discord hat die Gewinnzone noch nicht erreicht, bemüht sich aber darum, das während der Pandemie verzeichnete Nutzerwachstum wiederzubeleben.

Die Finanzierungssituation von Discord

  • Discord hat insgesamt 1 Milliarde US-Dollar an Finanzierung eingeworben und verfügt derzeit über mehr als 700 Millionen US-Dollar an Barmitteln.
  • Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr profitabel zu werden, und erwägt nach der Ablehnung des 12-Milliarden-US-Dollar-Übernahmeangebots von Microsoft im Jahr 2021 einen Börsengang.

Citrons Memo zu den Entlassungen

  • Citron teilte allen Mitarbeitenden die Entscheidung über die Entlassungen mit, die sich auf das gesamte Unternehmen auswirken, und betonte, dass diese Entscheidung langfristig dazu dienen solle, die Nutzer, das Geschäft und die Mission des Unternehmens besser zu unterstützen.
  • Den entlassenen Mitarbeitenden sollen Unterstützungsleistungen gewährt werden, darunter fünf Monatsgehälter, verlängerte Benefits, drei Monate externe Outplacement-Services sowie die Übertragung der für den 1. Februar 2024 vorgesehenen Aktienvergütungen.

Meinung von GN⁺:

  • Dieser Artikel liefert Informationen über Massenentlassungen als eine der bedeutenden Veränderungen in der Tech-Industrie. Insbesondere zeigt er ein Beispiel dafür, wie Unternehmen, die während der Pandemie rasant gewachsen sind, ihre Organisation neu ausrichten.
  • Im Fall von Discord spiegelt die Anpassung nach schnellem Wachstum und Personalaufbau die Unsicherheit und Volatilität der Tech-Branche wider. Das ist auch für andere Unternehmen ein wichtiges Beispiel, das sie bei der Ausarbeitung ihrer Managementstrategie heranziehen können.
  • Darüber hinaus bietet der Artikel Investoren und Marktanalysten nützliche Informationen, da Discord einen Börsengang erwägt und trotz einer finanziell stabilen Position Maßnahmen ergreift, um Profitabilität zu erreichen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-01-12
Hacker-News-Kommentare
  • Meinung zu den Entlassungen von 17 %

    Es wird die Ansicht geäußert, dass Entlassungen von 17 % nicht tief genug schneiden könnten. Im Vergleich zu 2020 seien immer noch mehr als viermal so viele Mitarbeitende im Unternehmen, obwohl das Produkt damals bereits stark gewachsen war und ein hohes Qualitätsniveau erreicht hatte. Das Unternehmen habe in der Phase schnellen Wachstums die Mitarbeiterzahl verfünffacht und sei dadurch ineffizienter geworden. Es wird auch geraten, bei Discord den Lebenslauf vorzubereiten, wenn man nicht Teil eines der Kernteams ist. Es wird erwähnt, dass Discord insgesamt 1 Milliarde US-Dollar an Finanzierung eingesammelt hat, mehr als 700 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln in der Kasse hält und in diesem Jahr Profitabilität anstrebt. Das sei eine bessere Lage als erwartet, und da das Unternehmen bereits beträchtliche Umsätze erwirtschafte, könne es auch die richtige Entscheidung sein, weiterhin einen hohen Personalbestand zu halten, um neue Monetarisierungsprojekte voranzutreiben.

  • Meinung zu den neuen IRS-Section-174-Regeln

    Es wird die Frage aufgeworfen, ob die neuen Regeln zu IRS Section 174 die Entlassungen im Tech-Sektor zusätzlich verschärfen. Grundlage dafür ist das Verständnis, dass Gehälter in der Softwareentwicklung im jeweiligen Jahr nicht mehr vollständig steuerlich abgesetzt werden können, sondern stattdessen nur noch zu 20 % abgeschrieben werden dürfen.

  • Meinung zu Entlassungen und Abfindungspaketen

    Es wird die Ansicht geäußert, dass Entlassungen bedauerlich sind und dass die Annahme, das Pandemie-Wachstum sei dauerhaft, überzogen gewesen sei. Gleichzeitig wird das den entlassenen Mitarbeitenden angebotene Abfindungspaket als sehr großzügig bewertet. Erwähnt werden fünf Monatsgehälter sowie Krankenversicherung bis Ende 2024.

  • Meinung dazu, dass Entlassungen wieder zunehmen

    Es wird beklagt, dass Entlassungen wieder zunehmen. Zuletzt habe es bei mehreren Unternehmen wie Google, Discord und FullStory Entlassungen gegeben, und es wird die Sorge geäußert, dass der Herbst, in dem es für Softwareingenieurinnen und -ingenieure wieder stabiler zu werden schien, in Wirklichkeit nur die Ruhe vor dem Sturm gewesen sein könnte.

  • Meinung zum Wandel im Silicon Valley

    Es wird die Ansicht vertreten, dass die vergangenen 15 Jahre im Silicon Valley von der Nullzinsphase geprägt gewesen seien und dass es lange dauern werde, bis ein Jahrzehnt der Verzerrung natürlicher Marktkräfte wieder auf ein normales Maß zurückgeführt ist.

  • Meinung zum Anstieg der Mitarbeiterzahl

    Es wird infrage gestellt, warum die Mitarbeiterzahl mit Beginn der Pandemie von 200 auf 1000 gestiegen und anschließend auf 830 gesunken ist. Dabei wird gefragt, ob ein Unternehmen, das sein Produkt mit einem Team von 200 Personen betreiben konnte, wirklich so viele Mitarbeitende braucht und welche Veränderungen es dabei bei der Nutzererfahrung gegeben hat.

  • Meinung zum WARN Act bei Massenentlassungen

    Es wird die Frage gestellt, wie HR-Fachleute bei Massenentlassungen mit dem WARN Act umgehen und ob sie ihn durch Abfindungen für mehr als 60 Tage abmildern.

  • Meinung zur Finanzlage

    Es wird die Ansicht geäußert, dass 700 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln eine sehr große Kriegskasse darstellen, und trotz Zweifeln am Weg zur Profitabilität sei man nach Sichtung der öffentlich bekannten Finanzlage langfristig optimistischer. Die Entlassungen seien bedauerlich, doch das hier beschriebene Abfindungspaket werde als angemessen bewertet, sofern es tatsächlich so umgesetzt wird.

  • Meinung zur Entlassungssaison im Tech-Sektor

    Es wird die Ansicht geäußert, dass sich im Tech-Sektor jedes Jahr erneut eine Entlassungssaison abzuzeichnen scheint.

  • Meinung zur abgelehnten Übernahme

    Es wird Verwunderung darüber geäußert, dass Discord ein Übernahmeangebot über 12 Milliarden US-Dollar abgelehnt hat. Selbst in der Nullzinsära sei das aus Sicht des Kommentars eine ziemlich verrückte Entscheidung gewesen.