Google zahlt Vergleichssumme mit US-Bundesstaaten und Verbrauchern wegen des App Stores
- Google hat sich bereit erklärt, 700 Millionen US-Dollar an US-Bundesstaaten und Verbraucher zu zahlen und mehrere Maßnahmen zu ergreifen, um Vorwürfe beizulegen, wonach das Unternehmen im Zusammenhang mit seinem Android-App-Store den Wettbewerb behindert habe.
- Von der Vergleichssumme sollen 630 Millionen US-Dollar in ein Abwicklungssystem fließen, nachdem Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten geltend gemacht hatten, Google habe die Preise für digitale Transaktionen innerhalb von Apps, die aus dem Play Store heruntergeladen wurden, erhöht.
- Google erhebt für In-App-Käufe eine Gebühr von 15 % bis 30 %, die Berichten zufolge jährlich Gewinne in Milliardenhöhe einbringt.
Weitere Inhalte des Vergleichs und Auswirkungen
- Im Rahmen des Vergleichs erhalten berechtigte Verbraucher mindestens 2 US-Dollar. Etwa 120 Millionen US-Verbraucher, die zwischen dem 16. August 2016 und dem 30. September 2023 In-App-Käufe im Play Store getätigt haben, werden automatisch benachrichtigt.
- Google hat außerdem verschiedenen Änderungen zugestimmt, um das Herunterladen und Installieren von Android-Apps aus anderen Quellen außerhalb des Play Store zu erleichtern.
- Entwickler von Android-Apps erhalten mehr Flexibilität, Verbrauchern alternative Zahlungsoptionen anzubieten, ohne das Bezahlsystem des Play Store nutzen zu müssen.
Rechtlicher Hintergrund und Marktreaktion
- Der Vergleich liegt deutlich unter den möglichen 10,5 Milliarden US-Dollar Schadensersatz, denen Google bei einem Gerichtsverfahren statt eines Vergleichs hätte ausgesetzt sein können.
- Anleger scheinen sich von dem Vergleich kaum beeindrucken zu lassen; die Aktie von Googles Muttergesellschaft Alphabet legte leicht zu.
- Der Generalstaatsanwalt von Connecticut erklärte, der Vergleich sende die klare Botschaft, dass Generalstaatsanwälte im ganzen Land bereit seien, gemeinsam ihre Befugnisse einzusetzen, um freien und fairen Zugang in digitalen Märkten sicherzustellen.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel vermittelt die wichtige Tatsache, dass Google mit US-Bundesstaaten und Verbrauchern einen umfangreichen Vergleich wegen Wettbewerbsbehinderung im Android-App-Store erzielt hat.
- Die Vergleichsbedingungen zeigen, dass Google seine Marktdominanz zumindest teilweise anerkennt und die Bereitschaft signalisiert, Verbrauchern und Entwicklern mehr Wahlfreiheit und Flexibilität zu geben.
- Der Fall ist Teil eines größeren rechtlichen und wirtschaftlichen Trends hin zu stärkerer Regulierung von Tech-Konzernen und zur Förderung des Wettbewerbs und könnte zu einem wichtigen Wendepunkt mit langfristigen Auswirkungen auf die Softwarebranche und Verbraucher werden.
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