1 Punkte von GN⁺ 2023-12-20 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Volkswagen bringt physische Tasten in neuen Fahrzeugen zurück

  • Volkswagen setzte bei der Elektrifizierung seiner gesamten Modellpalette auf ein modernes Interieurdesign.
  • Im Einklang mit minimalistischer Formensprache und dem Branchentrend wurden physische Bedientasten im Innenraum durch Touchscreen-Steuerung ersetzt.

Rückzieher nach Kritik am Fehlen echter Tasten

  • Wegen der Kritik am Fehlen echter Tasten und der komplizierten Bedienung des Infotainments macht Volkswagen diese Entscheidung rückgängig.
  • Ab dem Konzeptfahrzeug ID.2all beginnt Volkswagen wieder physische Tasten einzuführen.

Bemühungen zur Verbesserung des Innenraums

  • Unter der Leitung des früheren CEO Herbert Diess zentralisierte Volkswagen, Tesla folgend, die meisten Bedienelemente auf dem Infotainment-Bildschirm.
  • Physische Lenkradtasten wurden durch berührungsempfindliche kapazitive Tasten ersetzt, was jedoch zu Unzufriedenheit bei den Kunden führte.

Lenkradtasten und Wiederherstellung des Markenimages

  • Volkswagen rudert auch bei den Lenkradtasten zurück und bemüht sich darum, das Markenimage wiederherzustellen.
  • Der aktuelle CEO Thomas Schäfer erwähnte, dass diese Änderungen der Marke erheblich geschadet hätten.

ID.2-Konzept und neuer Designansatz

  • Volkswagens Interieurdesigner Darius Watola erklärte, dass das ID.2-Konzept auf Basis von Kundenfeedback einen neuen Designansatz zeige.
  • Im ID.2-Konzept sind unter dem Touchscreen physische, hinterleuchtete Tasten angeordnet.
  • Dadurch sind häufig genutzte HVAC-Bedienelemente leicht erreichbar, zudem kommen ein manueller Lautstärkeregler und ein zentraler Bedienknopf hinzu.

Die Bedeutung der Haptik und die Wiedereinführung physischer Bedienelemente

  • Volkswagen verwendet Metallknöpfe, damit Fahrer die Tasten leicht ertasten können, ohne den Blick von der Straße abzuwenden.
  • CEO Thomas Schäfer betonte, dass man die Tasten nicht mit jedem neuen Modell ändern, sondern optimieren und in die Zukunft mitnehmen solle.

Die Bedeutung von Verbraucherfeedback

  • Verbraucher wehren sich gegen Autohersteller, deren Fahrzeuge so wirken, als hätten sie ein iPad am Armaturenbrett befestigt.
  • Volkswagen nimmt Verbraucherfeedback ernst, um seine Relevanz auf dem US-Markt zurückzugewinnen.

Meinung von GN⁺

  • Diese Entscheidung von Volkswagen zeigt einen wichtigen Wandel in der Automobilindustrie, die die Nutzererfahrung stärker in den Mittelpunkt stellt.
  • Die Rückkehr physischer Tasten kann als Versuch gesehen werden, ein Gleichgewicht zwischen technologischem Fortschritt und Benutzerfreundlichkeit zu finden.
  • Diese Veränderung könnte auch andere Autohersteller beeinflussen und zu einem wichtigen Indikator für künftige Trends im Interieurdesign von Fahrzeugen werden.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-12-20
Hacker-News-Kommentare
  • Links zu früheren Diskussionen:

    • vor 17 Stunden, ein thedrive.com-Artikel mit 211 Kommentaren: Link
    • vor 1 Tag, ein afronomist.com-Artikel mit 52 Kommentaren: Link
  • Kritik an Touchpad-Schnittstellen:

    • Touchpads oder Touch-basierte Bedienelemente sind bei den meisten Geräten schrecklich in der Nutzung. Das gilt umso mehr für Geräte, bei denen Fehlbedienungen Menschenleben kosten können.
  • Meinung zu Infotainment-Systemen im Auto:

    • Autohersteller sollten einen Platz für ein iPad vorsehen und Apple CarPlay integrieren. Das erscheint als ideales Setup und ist besser, als 5.000 Dollar für ein Infotainment-System zu zahlen, das in zwei Jahren veraltet ist.
  • Vorschlag zum UX-Design im Auto:

    • Das Design auf dem Bild wirkt vernünftig. Ein großer Bildschirm für Navigation, Einstellungen und selten genutzte Funktionen. Dazu ein Drehknopf für die Lautstärke (oder andere Drehfunktionen im Bildschirm-Einstellungsmodus) und Tasten für das Minimum an Funktionen, die man während der Fahrt braucht, etwa Frontscheibenenteisung und Klimasteuerung.
    • Für ein sicheres Fahrzeug-UX braucht es nicht viele physische Tasten. Jede Taste braucht auch kein eigenes Kabel. Das Tastenfeld könnte in allen Modellen, allen Ausstattungen und unabhängig von der Lenkradposition aus denselben N Tasten bestehen. Das vor dem Armaturenbrett „schwebende“ Bildschirmdesign wirkt modern, dient aber der Kostensenkung und lässt sich auch auf ein Tastenfeld übertragen. Für die Tastenkonsole reicht ein einziges Kabel. Wenn es wie vorgeschlagen gebaut würde, scheint das weder ein Problem für die Massenproduktion noch für die Kosten zu sein.
  • Erfahrungsbericht zum Testen von Armaturenbrettern:

    • Nach einem langen Nachtflug kommt man am Flughafen an, holt den Mietwagen ab und versucht noch vor dem Verlassen des Parkhauses, eine GPS-Adresse einzugeben und herauszufinden, wie man die Scheinwerfer einschaltet. Zuletzt behauptete ein Lexus-SUV aus dem Modelljahr 2020, man müsse erst die Lexus-App auf das Handy laden, bevor man auf das Navigationstool zugreifen könne. Und das bei einem Premiumfahrzeug.
    • Heutige Autos sind Opfer derselben Funktionen geworden, die schon zu Nokia-Feature-Phone-Zeiten niemand genutzt hat, etwa Kalender oder Erinnerungen. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen sie diese Funktionen aber offenbar haben, egal ob sie jemand verwendet oder nicht.
  • Erfahrung mit günstigen Volkswagen-Modellen:

    • Taos und Jetta sind die günstigsten Modelle von Volkswagen und haben physische Tasten für Lautstärke und Klimasteuerung, was die Nutzung friktionsfrei macht. Ich besitze einen Taos und habe für weniger Geld eine bessere Erfahrung als Fahrer eines GTI oder ID4.
  • Vorliebe für physische Schnittstellen:

    • Für die Dinge, die man am häufigsten benutzt – Fahren, Beschleunigen, Bremsen, Blinken, Lautstärkeregelung, Türgriffe, Scheibenwischer – bevorzuge ich passende physische Bedienelemente. Bei fast jeder Fahrt wird man diese Dinge benutzen.
    • Navigation planen, in Einstellungen stöbern, das Fahrzeug konfigurieren oder Statistiken ansehen mache ich dagegen lieber über eine reaktionsschnelle kapazitive Display-UI. Bitte diese Funktionen weiterentwickeln und beibehalten.
  • Hinweis auf Probleme bei Volkswagens Softwaregruppe Cariad und auf Veränderungen:

    • Cariad hat seit Jahren mit verschiedenen Problemen zu kämpfen und wird gerade umstrukturiert. Dieser Artikel wirkt wie PR und soll offenbar Hoffnung auf kommende Verbesserungen machen.
  • Einschätzung des Bedienkonzepts eines Acura RDX aus dem Modelljahr 2016:

    • Zwei Bildschirme, einer zum Antippen mit passender Position und Neigung, der andere für das Sichtfeld des Fahrers. Dazu physische Bedienelemente für Klimasteuerung, Lautstärke sowie für Touchscreen-Funktionen und den Zugriff auf Menüs.
    • Das Problem scheinen nicht Designer (oder Marketing-Leute) zu sein, die extreme Lösungen für beeindruckend halten, sondern Kunden, die man offenbar davon überzeugt hat, von Extremen beeindruckt zu sein. In den 90ern gab es Dutzende Knöpfe am Lenkrad, heute gibt es nur noch riesige Bildschirme.
  • Kritik an den Tasten zur Bedienung der Autofenster:

    • Die Mitglieder des Business-Komitees, die beschlossen haben, nur zwei Tasten für vier Fenster vorzusehen, sollten den Rest ihres Lebens Trabant fahren müssen. Was haben sie sich dabei gedacht ... Natürlich war das eine verzweifelte Maßnahme zur Kostensenkung. Kein Ingenieur hätte wohl von sich aus eine derart dumme Idee eingebracht.