- Es gab viele Beschwerden von Kunden und Kritikern über das Interieur-Design von Volkswagen
- CEO Thomas Schäfer räumte ein, dass die Touchscreen-Bedienung „großen Schaden angerichtet hat“
- Interieur-Designer Darius Watola kündigte an, in neuen Fahrzeugen wieder Tasten einzuführen
Das ID.2all-Konzept und die Rückkehr echter Tasten
- Laut Autocar zeigt das ID.2all-Konzept einen neuen Ansatz für alle Modelle.
- Große Infotainment-Displays und ein digitales Kombiinstrument bleiben zwar erhalten, lassen sich in der Mittelkonsole aber über Schalter bedienen
- Das ID.2all-Konzept bleibt im Innenraum weiterhin schlicht, verfügt aber über physische Bedienelemente für HVAC (Heizung, Lüftung, Klimaanlage) und alle Fenster
- Tasten funktionieren im Gegensatz zu Touch-Slidern zuverlässig und lösen auch das Problem, dass sie im Dunkeln schwer zu finden sind
- Die Touch-Bedienung im Mk8 Golf und im ID.4 reagiert mitunter nicht und ist ohne Hintergrundbeleuchtung in dunkler Umgebung schwer zu nutzen
- Besitzer und professionelle Kritiker äußerten sich äußerst kritisch über die jüngste Technik von Volkswagen
Meinung von GN⁺
- Die Entscheidung von Volkswagen zeigt einen wichtigen Wandel in der Autoindustrie hin zu einer stärkeren Fokussierung auf die User Experience
- Sie ist ein Beispiel dafür, wie die Präferenz von Nutzern für physische Tasten statt Touchscreens direkte Auswirkungen auf die Produktverbesserung haben kann
- Es ist zu erwarten, dass diese Änderung besonders bei Fahrern positiv aufgenommen wird, denen die einfache Bedienung bei Nachtfahrten oder während der Fahrt wichtig ist.
3 Kommentare
Ein erfreulicher Beitrag. Als jemand, der sich schon lange darüber geärgert hat, dass selbst bei Interfaces, die ein hohes Maß an Zuverlässigkeit erfordern, Touch-Bedienung oder simple Tasten eingesetzt werden, kann ich das nur begrüßen...
Das erinnert mich daran, dass beim MacBook Pro die physischen Tasten wieder zurückgebracht wurden.
Hacker-News-Kommentare
Ein Hacker-News-Nutzer erwähnte, dass er drei Volkswagen-Fahrzeuge gekauft habe, nach der Umstellung auf Touchscreens aber bei seinem letzten Auto einen Mazda gewählt habe. Er habe dem Händler den Grund mitgeteilt und scherzhaft gesagt, dass dies an die deutsche Konzernzentrale weitergeleitet worden sei und dort Veränderungen bewirkt habe.
Ein anderer Nutzer erklärte, dass Tasten nicht nur in bestimmten Situationen besser seien als Touchscreens, sondern dass vielmehr Touchscreens nur in bestimmten Situationen Tasten überlegen seien. In den meisten Fällen böten Tasten jedoch eine intuitivere und konsistentere Nutzererfahrung. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass Touchscreen-Oberflächen mitunter zu schlechterem Design führen könnten.
Ein Besitzer eines Mazda-Modells aus dem Jahr 2021 bewertete das Infotainment-Interface des Fahrzeugs positiv. Er erwähnte, dass der Drehregler hinter der Mittelkonsole und fünf Tasten für die Interaktion mit dem System während der Fahrt deutlich überlegen seien.
Es wurde die Meinung geäußert, dass Geräte mit physischen Tasten bevorzugt würden. Verschiedene Geräte, darunter Mikrowellen, Öfen und die Lautstärkeregelung im Auto, sollten physisch bedienbar sein.
Die Gestaltung der Fensterheberschalter im Volkswagen ID.4 wurde infrage gestellt. Es gebe zwei Fensterschalter und eine separate Taste zum Umschalten zwischen vorderen und hinteren Fenstern, was als ineffizient kritisiert wurde.
Ein Nutzer sagte, dass er das Layout seines Honda CR-V aus dem Jahr 2006 sogar gegen Aufpreis beibehalten wolle, weil sich das Fahrzeug bedienen ließ, ohne auf die Einstellungen schauen zu müssen.
Ein Besitzer eines ID.4 aus dem Jahr 2023 äußerte Unmut darüber, dass das Fahrzeug frühere Einstellungen nicht speichere, für Anpassungen mehrfaches Tippen erfordere und Bildschirme schwer zu finden seien. Aus diesen Gründen werde sein nächstes Auto kein Volkswagen sein.
Ein weiterer Besitzer eines ID.4 aus dem Jahr 2023 bewertete das Auto als ein gutes Elektrofahrzeug, das durch die Touch-Bedienung ruiniert worden sei. Insbesondere der Touch-Kippschalter für die Steuerung der vorderen und hinteren Fenster verschlechtere die Nutzererfahrung.
Ein Nutzer teilte seine Erfahrung bei einer Probefahrt mit einem Range Rover und erwähnte, dass sich die Funktionen der Tasten je nach Modus änderten, was verwirrend gewesen sei. Dadurch habe er das Auto anhalten und mehrere Minuten damit verbringen müssen, das Fahrzeug zu verstehen.
Ein Nutzer, der seine Erfahrung beim Kauf eines Lautsprechersets teilte, sagte, es sei bequemer, die Lautstärke über einen großen Drehregler einzustellen, statt sich durch Menüs zu klicken.
Es wurde argumentiert, dass Touchscreens zwar für Einstellungen und die Anzeige von Informationen geeignet seien, aber nicht für aktive Bedienelemente während der Fahrt verwendet werden sollten. Es wurde erwähnt, dass Hyundai hier eine angemessene Balance finde.