1 Punkte von GN⁺ 2023-12-08 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Google erklärt das Problem mit Datenverlust in Drive für gelöst, Nutzer melden weiterhin Probleme

  • Google hat in den vergangenen Monaten bereits zum zweiten Mal mit einem Problem von Datenverlust zu kämpfen.
  • In Google Drive fehlten bei einigen Nutzern Dateien.
  • Google räumte das Problem am 27. November ein und veröffentlichte eine Woche später eine Lösung.

Als Dateisynchronisationsproblem erklärt, doch Nutzer sagen, es sei nicht behoben

  • Google erklärte, dass in den Versionen 84.0.0.0 bis 84.0.4.0 der Drive-Desktop-App ein „Synchronisationsproblem“ aufgetreten sei.
  • Nutzer wiesen darauf hin, dass Dokumente und Tabellen fehlten, die über die Weboberfläche erstellt und gespeichert worden seien und daher nichts mit der Desktop-App zu tun hätten.
  • Viele Nutzer berichteten, dass das Speichern von Dokumenten bereits seit Mai 2023 nicht mehr funktioniert habe.

Komplexe Wiederherstellungsanweisungen und blockierte Kommunikation im Forum

  • Google stellte Anweisungen zur Wiederherstellung bereit und schlug vor, Dateien über eine spezielle Debug-UI in Drive for Desktop ab Version 85.0.13.0 wiederherzustellen.
  • Es wurde auch eine Methode zur Dateiwiederherstellung über die Kommandozeile vorgestellt, wobei Google die Hoffnung äußerte, dass sich die fehlenden Dateien noch im Drive-Cache befänden.
  • Google behauptete, das Problem sei behoben, sperrte den zugehörigen Foren-Thread nach 170 Antworten und markierte weitere Threads als „Duplikat“, um sie ebenfalls zu sperren.

Nutzerfeedback weist darauf hin, dass Googles Lösung nicht funktioniert

  • Vor der Sperrung des Threads deuteten einige Antworten darauf hin, dass Googles Lösung nicht funktioniere.
  • Nutzer kritisierten, dass „die Lösung für die meisten Menschen nicht funktioniert“, und erklärten, dass „Google Drive meine Dateien gelöscht hat, daher gibt es nichts wiederherzustellen“.
  • Die Vorstellung, dass sich im Datenordner der Drive-App monatelang alte Dateikopien befinden sollen, erscheint schwer glaubhaft.

Meinung von GN⁺

Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist das Problem des Datenverlusts, das Google-Drive-Nutzer erlebt haben, sowie Googles Umgang damit. Nutzer berichten, dass die von Google vorgeschlagene Lösung nicht wirksam sei, und durch das Unterbinden der Kommunikation im Forum wirkt es, als sei Google stärker daran interessiert, PR-Schäden zu minimieren, als das Problem zu lösen. Gerade weil Google Drive als Dienst auf Zuverlässigkeit gewachsen ist, zeigt dieser Fall, wie wichtig Googles Einsatz und Transparenz sind, um das Vertrauen der Nutzer zu erhalten. Datenverlust ist nicht nur für Privatnutzer, sondern auch für Geschäftskunden ein schwerwiegendes Problem, weshalb dieser Artikel als interessantes Beispiel für die Bedeutung von Zuverlässigkeit technischer Dienste und ihrer Reaktionsmechanismen gesehen werden kann.

2 Kommentare

 
ndrgrd 2023-12-09

Als ich früher OneDrive benutzt habe, sind auch ständig ein oder zwei Dateien verschwunden, und nachdem ich darüber zutiefst wütend geworden war, bin ich auf ein NAS umgestiegen..
Im Internet liest man oft Meinungen wie: Ein NAS kann jederzeit ausfallen .. da ist eine von einem Großunternehmen verwaltete Cloud eher besser .. aber in den 5 Jahren, in denen ich es nutze, ist mir das noch kein einziges Mal passiert~ Und die Stromkosten sind auch nicht besonders hoch!

 
GN⁺ 2023-12-08
Hacker-News-Meinungen
  • Kritik an der Problemlösung

    • Beim Auftreten eines Problems sollte ein Blogbeitrag veröffentlicht werden, der die Situation erklärt und klar darlegt, wer betroffen ist und in welchem Ausmaß, wie die Lösungsaussichten sind, welche Maßnahmen ergriffen werden und welche Vorkehrungen gegen ein erneutes Auftreten getroffen werden.
    • Ein verstecktes Update für den Google-Drive-Desktop-Client auszurollen, ist bei einem Problem, bei dem Dateien in der Cloud verschwunden sind, unlogisch.
    • Falls tatsächlich Datenverlust aufgetreten ist, sollte man das nicht zu verbergen versuchen; es wird infrage gestellt, warum Google das Problem nicht transparent einräumt.
  • Hinweis auf die Abhängigkeit von Cloud-Backups

    • Menschen gehen davon aus, dass die Cloud keine Daten verliert, übersehen dabei jedoch, dass es in der Realität durchaus zu Datenverlust kommen kann.
  • Probleme mit dem Google-Support

    • Jemand berichtet von der Erfahrung, beim Einrichten eines Google-Play-Kontos eine E-Mail zur Identitätsprüfung übersehen zu haben, woraufhin das Konto eingeschränkt wurde und der Support bei der Lösung des Problems nicht hilfreich war.
  • Möglichkeit eines Bugs in der Google-Infrastruktur

    • Es gibt Berichte, dass auch Nutzer, die die Google-Drive-Desktop-App nicht verwendet haben, Datenverlust erlebt haben, was darauf hindeutet, dass es einen Bug innerhalb der Google-Infrastruktur geben könnte.
  • Betonung der Bedeutung persönlicher Netzwerkspeicher (NAS)

    • Probleme wie das Verschwinden von Inhalten aus Streaming-Diensten oder das Löschen von YouTube-Videos unterstreichen die Bedeutung von NAS.
  • Spott über Googles Reaktion

    • In spöttischem Ton wird angemerkt, Google wirke, als habe es sich von den „Betreibern der Hölle“ inspirieren lassen.
  • Probleme bei der Nutzung von Google Drive

    • Jemand berichtet, Bilder über die Smartphone-App hochgeladen und sie anschließend auf dem Desktop gesucht und herunterladen zu wollen, jedoch nur die Meldung erhalten zu haben, dass die Datei nicht existiere.
  • Bestätigung eines Problems mit gelöschten Dateien

    • Jemand bestätigt, im März festgestellt zu haben, dass einige Dateien gelöscht wurden, und vermutet einen Zusammenhang mit dem zuvor angekündigten Wegfall des Limits von 5 Millionen Dateien.
  • Zweifel an der Zuverlässigkeit von Cloud-Diensten

    • Es wird erwähnt, dass die Cloud letztlich nur der Computer eines anderen ist; Dienste wie S3 gelten zwar als sehr stabil, doch Cloud-Computing ist teuer, weshalb preislich konkurrenzfähige Alternativen oder On-Premises-Lösungen nötig sind.