- Eine Möglichkeit, die Erfolgschancen eines Startups zu maximieren, besteht darin, dass ein Gründer mit großem TAM (Total Addressable Market) ein Startup mit kleinem TAM betreibt
- Üblicherweise strebt man nach einem großen Markt, einem großen Problem und einem großen Ergebnis, doch das geht mit hohem Risiko einher und ist auf dem Weg zum Erfolg schwer zu steuern
- Umgekehrt kann das Streben nach einem kleinen Markt, einem kleinen Problem und einem kleinen Ergebnis die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen; das Marktrisiko ist geringer und auch das Umsetzungsrisiko bleibt beherrschbar
Erfolgsbeispiel: Newsletter
- Newsletter sind ein Beispiel dafür, wie Gründer mit großem TAM erfolgreich Startups mit kleinem TAM aufbauen können
- Im Silicon Valley gibt es derzeit den Witz, dass die klügsten Leute lieber einen Substack starten, statt bei einem von VCs finanzierten Startup anzufangen
- Genau das sind Gründer mit großem TAM. Sie verfügen über die Erfahrung und die Fähigkeiten, sich an Vorhaben mit großem Potenzial zu wagen
- Dennoch arbeiten sie an Startups mit einem TAM, der deutlich kleiner ist als das, was sie ihrer Ansicht nach lösen könnten
- Warum? Weil sie davon ausgehen, dass die Erfolgschancen höher sind, auch wenn das mögliche Ergebnis kleiner ist
- Das Marktrisiko sinkt, und auch das Ausführungsrisiko bleibt auf einem beherrschbaren Niveau
- Bei der Umsetzung geht es eher um „Konsistenz im Betrieb (z. B. Newsletter-Format und Einhalten des Zeitplans)“ als um „Nischenexpertise (z. B. Management von Lieferketten im Einzelhandel)“
- Erfolg „auf die Bank zu bringen“ ist sehr sinnvoll; selbst ein kleiner Erfolg kann Anerkennung schaffen, von finanziellen Zwängen befreien und dabei helfen, die nächste Herausforderung auszuwählen
Der Unterschied zwischen dem TAM des Gründers und dem TAM des Startups
- Nehmen wir zum Beispiel an, ein früher Mitarbeiter eines erfolgreichen, stark wachsenden B2B-SaaS-Startups kündigt, um selbst ein Unternehmen zu gründen
- Wenn der Gründer ein neues Startup beginnt, das einen Teil eines Problems mit großem TAM löst, das er zuvor erlebt hat, wird das angestrebte TAM ganz natürlich kleiner
- Die Fokussierung auf ein kleines TAM kann ein kluger „Wedge“ sein, um später in einen größeren Markt einzutreten, oder ein bewusst klein gehaltenes TAM-Geschäft mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit
- Um zu beurteilen, welches von beidem zutrifft, muss man andere Faktoren wie Vision, Finanzierung und Teamgröße berücksichtigen, aber außer für VCs, die durch Vorhersagen über eure Zukunft investieren wollen, ist das für niemanden wirklich wichtig
- Für einen selbst ist es jedoch klug zu wissen, wer man ist, was man tun kann und was man erreichen möchte
Das TAM des Gründers und das TAM des Startups verstehen
- Wenn das TAM des Gründers größer ist als das TAM des Startups, steigt die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg
- Gründer können zwischen TAM und Kontrolle gewichten, und wie stark, das entscheiden sie selbst
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