Neuer AMD Zen4 Threadripper liefert unter Ubuntu höhere Leistung als unter Windows 11
(phoronix.com)Ubuntu Linux liefert auf AMD Zen 4 Threadripper rund 20 % mehr Leistung als Windows 11
- Bei der Überprüfung der Leistung des neuen 96-Kern-Prozessors AMD Ryzen Threadripper PRO 7995WX Zen 4 im HP Z6 G5 A Workstation entstand Neugier auf einen Leistungsvergleich zwischen dem von HP abgestimmten Microsoft Windows 11 und Linux.
- Linux hat bei AMD Ryzen Threadripper-Prozessoren seit Langem einen Leistungsvorteil gegenüber Microsoft Windows, insbesondere weil der Linux-Kernel-Scheduler auf Servern mit hoher Kernanzahl besser reagiert als Windows.
- Um die Frage nach dem Leistungsunterschied des neuen Zen 4 Threadripper zu klären, wurden intensive Benchmarks mit dem Threadripper PRO 7995WX durchgeführt, einem Prozessor mit 96 Kernen / 192 Threads.
- Verwendet wurde ein von HP konfiguriertes HP Z6 G5 A Review-Gerät mit vorinstalliertem Windows 11 Pro, um die vom Hardware-Anbieter validierte Windows-Leistung zu betrachten.
- Nach Durchführung aller Windows-Benchmarks wurden die Linux-Benchmarks mit Ubuntu 23.10 ausgeführt.
- Es ist zu erwarten, dass die Leistung von Ubuntu 23.10 der der meisten modernen Linux-Distributionen ähnelt, mit Ausnahme von Intels Clear Linux.
- Das in allen Tests verwendete HP Z6 G5 A war mit einem Ryzen Threadripper PRO 7995WX mit Basistakt, 8 x 16GB DDR5-5200 Hynix RDIMMs, einer Samsung MZVL21T0HCLR-00BH1 NVMe SSD und einer NVIDIA GeForce RTX A4000 16GB Grafikkarte ausgestattet.
- Mit dem aktuellen Windows 11 Pro Build 22631 (H2'23) und den stabilen Release-Updates von Ubuntu 23.10 wurde die Leistung von Windows und Ubuntu Linux auf einer Zen-4-Workstation mit 96 Kernen / 192 Threads verglichen.
Meinung von GN⁺
Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass Ubuntu Linux auf Systemen mit dem neuesten AMD-Zen-4-Threadripper-Prozessor gegenüber Windows 11 rund 20 % mehr Leistung liefert. Das deutet darauf hin, dass Linux als Betriebssystem auf Servern mit hoher Kernanzahl, etwa in High Performance Computing (HPC)-Systemen, die bessere Performance bieten kann. Für Softwareingenieure liefern solche Ergebnisse zum Leistungsvergleich wichtige Informationen für Systemoptimierung und effizientes Ressourcenmanagement. Außerdem dürfte der Inhalt für Nutzer interessant sein, die den Leistungsunterschied zwischen Linux und Windows verstehen möchten.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
AMD kann den Linux-Kernel und den Scheduler an seine eigene Architektur anpassen und so die maximale Leistung herausholen, während unklar ist, ob Microsoft den Willen hat, dies selbst zu lösen.
Beim Rendern von Blender-Animationen unter Linux zeigte sich eine um 10 % höhere Leistung als unter Windows 10, was angesichts von Renderzeiten von mehr als 8 Tagen ein großer Vorteil ist.
Die Verbreitung von Linux auf dem Desktop ist keine große Neuigkeit, aber bei ähnlichen Aufgaben ist die User Experience unter Linux besser als unter Windows.
Es besteht der Verdacht, dass Windows sich auf dem Desktop insgesamt deshalb langsamer anfühlt, weil es eine Analyse- und Tracking-Schicht gibt und diese nur für bestimmte leistungskritische Programme „umgangen“ wird.
Es gibt die Hoffnung auf eine Zukunft, in der man nicht zwischen Windows, MacOS und Linux gefangen ist.
Es wird gehofft, dass die Community Systeme wie Snap oder Flatpak unterstützt, die moderne Berechtigungs- und Privilegiensysteme auf den Linux-Desktop bringen.
Es wird Ubuntu ausprobiert, um auf den Tag vorbereitet zu sein, an dem Windows 10 aufgegeben werden muss, doch unter Linux müsse man viele Befehle eingeben und verstehen, was das System tut und wie es das tut.
Auf einem Windows-Arbeitsrechner dauert das Kompilieren eines C++-Projekts 3 Minuten, aber eine Linux-VM auf derselben Maschine baut es in nur 45 Sekunden.
Es stellt sich die Frage, ob es nicht plausibler wäre anzunehmen, dass diese Leistungsunterschiede aus Unterschieden bei der Effizienz von Compiler und Runtime-Bibliotheken entstehen.
Ein Gaming-PC mit Windows 11 fühlt sich beim Durchsuchen des Dateisystems oder bei Komprimierungsaufgaben langsam an.