4 Punkte von GN⁺ 2024-04-17 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Prozessoren der Ryzen Pro 8000-Serie für Notebooks und Workstations

  • Basieren auf der bisherigen 8040-Serie „Hawk Point“
  • Mit integrierter NPU für AI-Workloads als erste im kommerziellen Markt
  • AMD beansprucht einen Vorsprung bei der NPU-Leistung gegenüber Intel (16 TOPS vs. 11 TOPS)
  • Auch Desktop-Prozessoren der 8000-APU-Reihe verfügen über eine 16-TOPS-NPU

AI-Ökosystem und Partnerschaften

  • Das aktuelle AI-Ökosystem befindet sich noch in einer frühen Phase
  • AMD plant, bis 2024 mehr als 150 ISV-Partnerschaften aufzubauen
  • Intel verfügt derzeit über 100 ISV-/IHV-Partnerschaften

Detaillierte Spezifikationen der Ryzen Pro 8040-Serie

  • U- und HS-Serien mit einem TDP-Bereich von 15 bis 54 W
  • Gleiche maximale Taktraten bei 6/8 Kernen, nur der Ryzen 5 Pro 8540U kommt ohne NPU
  • AMD beansprucht einen Leistungsvorsprung von mehr als 30 % gegenüber Intel (Benchmarks mit Vorsicht betrachten)

Detaillierte Spezifikationen der Ryzen Pro 8000-APU-Serie

  • Basieren auf der Consumer-Serie 8000G
  • 4/6/8 Kerne, Versionen mit 45 bis 65 W sowie stromsparende 35-W-Varianten
  • AMD beansprucht gegenüber Intel eine bis zu 3-fach höhere Grafikleistung

AMD-Pro-Technologien

  • Pro Security, Pro Manageability, Pro Business Ready usw.
  • Einheitlicher Funktionssupport über die gesamte Produktfamilie hinweg (als Differenzierung zu Intel)

Meinung von GN⁺

  • Die Integration einer NPU in Prozessoren für professionelle Anwender ist eine bemerkenswerte Innovation. Angesichts der schnellen Verbreitung von AI-Anwendungen wirkt es so, als habe AMD hier proaktiv reagiert.
  • Allerdings ist das Ökosystem an Anwendungen, die NPUs nutzen, noch unreif, sodass der tatsächliche Leistungsvorteil im Alltag schwer spürbar sein könnte. Der Ausbau der ISV-Partnerschaften wird entscheidend sein.
  • AMD beansprucht zwar Vorteile gegenüber Intel, doch eine objektive Überprüfung durch Benchmarks ist nötig. Ein Vergleich mit Apples M-Serie fehlt ebenfalls.
  • Bei der Integration professioneller Funktionen und der Unterstützung durch Pro-Technologien scheint es durchaus Differenzierungsmerkmale zu geben. Die gesamte Plattform wirkt wettbewerbsfähig.
  • Es bleibt spannend, inwieweit AMD Intels Vormachtstellung im Unternehmensmarkt aufbrechen kann. Das dürfte von der Erweiterung des Ökosystems und der langfristigen Roadmap abhängen.

2 Kommentare

 
ytjin123 2024-04-17

Ohne CUDA scheint man da wohl nichts ausrichten und das Blatt nicht wenden zu können ... Soweit ich weiß, wurde auch das letzte CUDA-Wrapping-Projekt eingestampft ... schluchz

 
GN⁺ 2024-04-17
Hacker-News-Kommentar
  • Apples Chips der M-Serie haben sich mit ihrem Unified-Memory-Modell als sehr leistungsfähig erwiesen: Der Speicher sitzt im selben Package wie die CPU und bietet eine hohe Bandbreite. Deshalb bevorzugen viele in der LLM-Community Macs mit viel Arbeitsspeicher.

  • Es ist erfreulich, dass die neuen Ryzen-Kerne eine NPU enthalten, aber es ist fraglich, ob AMDs Ansatz mit Speicher außerhalb des Dies so effektiv sein wird wie bei Apple.

  • Diese Funktionen in Produkten zu sehen, die keine teuren NVIDIA-Karten sind, ist ein großer Fortschritt. Eine lokale NPU könnte helfen, mehr Videokonferenz-Funktionen und Ähnliches am Edge bereitzustellen.

  • Die Zen4-Architektur ist sehr elegant. Die APU wird stark genutzt, und es ist auch möglich, beliebigen Code auf den GPU-Kernen auszuführen. Allerdings ist der Software-Stack noch nicht vollständig ausgereift.

  • Die Ryzen-AI-NPU ist bisher nicht in die wichtigen Inferenz-Frameworks integriert und daher aktuell kaum mehr als nutzlose Siliziumfläche.

  • Jeder Vendor hat eigene Hardware, weshalb die Tool-Unterstützung schwach ist, und selbst wenn es Unterstützung gibt, wird sie nur in Teilen der Software genutzt. Gleichzeitig belegt das Die-Fläche und andere Ressourcen.

  • Es ist fraglich, ob sich eine NPU im PyTorch-LLM-Stack sinnvoll nutzen lässt. „NPU“ bedeutet je nach Gerät bzw. Vendor sehr Unterschiedliches.

  • Die diesmal vorgestellten neuen Produkte bieten maximal 8 Kerne, was im Vergleich zu den früheren 5900X- und 5950X-Modellen mit 12 bzw. 16 Kernen wie ein Rückschritt wirkt.

  • Der Fokus auf TOPS passt nicht zur Realität von LLMs. Ohne ausreichende Speicherbandbreite sind TOPS bedeutungslos. Es scheint Dual-Channel-Speicher statt Quad-Channel zu sein.