1 Punkte von GN⁺ 2023-10-28 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ein Artikel berichtet, dass Hunderte bislang unbekannter römischer Festungen in Syrien und im Irak mithilfe von Spionagesatellitenbildern aus der Zeit des Kalten Krieges entdeckt wurden.
  • Diese Entdeckungen haben wichtige Auswirkungen auf unser Verständnis des Römischen Reiches und seiner Grenzen.
  • Luftaufnahmen aus den 1960er- und 1970er-Jahren zeigen 396 bislang unbekannte römische Festungen in der syrischen Ebene.
  • Die Funde führten zu einer Neubewertung des Lebens an den römischen Grenzen, die bislang als Verteidigungslinie gegen arabische und persische Invasionen sowie gegen nomadische Stämme galt.
  • Die neuen Entdeckungen legen nahe, dass die Grenze weniger ein Ort ständiger gewaltsamer Konflikte war als vielmehr ein aktiver Raum für grenzüberschreitenden Handel, Kommunikation und militärischen Transport.
  • Vermutlich unterstützten die Festungen ein Karawanen-Handelssystem zwischen den Regionen.
  • Die Entdeckung wirft die Frage auf, ob eine Grenze eher eine Mauer oder eher eine Straße ist.
  • Die 396 neu entdeckten Standorte sind von Osten nach Westen verteilt und widersprechen damit der Vorstellung, die Festungen hätten eine Nord-Süd-Grenzmauer gebildet.
  • Die Forschenden stellten die Hypothese auf, dass die Festungen gebaut wurden, um grenzüberschreitenden Handel zu unterstützen und die Ost-West-Kommunikation zu erleichtern.
  • Diese Entdeckungen deuten darauf hin, dass die Grenzen der römischen Welt weniger streng und ausschließend waren als bisher angenommen.
  • Die Römer waren zwar eine militärisch geprägte Gesellschaft, maßen aber Handel und Kommunikation mit Regionen, die sie nicht direkt kontrollierten, große Bedeutung bei.
  • Die untersuchten Bilder waren Teil des weltweit ersten Spionagesatellitenprogramms, das während des Kalten Krieges betrieben wurde.
  • Die Satellitenbilder liefern hochauflösende, stereoskopische Ansichten einer Landschaft, die durch moderne Veränderungen der Landnutzung stark beeinträchtigt wurde.
  • Viele der in der Studie dokumentierten römischen Festungen wurden durch jüngere Stadt- oder Landwirtschaftsentwicklung bereits zerstört, und viele weitere sind extrem bedroht.
  • Mit der Freigabe weiterer Bilder, etwa von U2-Spionageflugzeugen, werden noch mehr neue archäologische Entdeckungen möglich sein.

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