3 Punkte von GN⁺ 2023-10-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein Artikel über die negativen Auswirkungen von Mobile-First-Webdesign bei der Darstellung auf Desktop-Geräten; dieses Phänomen wird als „Content Dispersion“ bezeichnet.
  • Content Dispersion ist das Phänomen, dass Inhalte auf responsiven Webseiten auf großen Laptop- oder Desktop-Bildschirmen übermäßig groß und gestreckt wirken.
  • Der Artikel basiert auf einer Studie, die 13 qualitative Usability-Tests mit halbstrukturierten Interviews kombiniert.
  • Die Studie fand heraus, dass Content Dispersion auf Geräten mit großen Bildschirmen die kognitive Belastung und die Interaktionskosten erhöht, das Verständnis der Inhalte erschwert und zu Frustration bei Nutzern führt.
  • Content Dispersion ist das Ergebnis einiger Designtrends: Mobile First, Minimalismus und große Bilder erzeugen häufig Seiten mit geringer Informationsdichte.
  • Zu den negativen Effekten verstreuter Inhalte gehören eine größere Seitenlänge und höhere Interaktionskosten, erhöhte kognitive Belastung, Schwierigkeiten beim Aufbau eines mentalen Modells der Seite, mehr Frustration und sinkende Glaubwürdigkeit.
  • Der Artikel hebt auch positive Effekte verstreuter Inhalte hervor, darunter, dass Nutzer sich jeweils auf einen hervorgehobenen Inhalt konzentrieren und die Wahrnehmung von Informationsüberlastung begrenzt wird.
  • Die Autoren empfehlen, zu bewerten, wie das Design auf dem Desktop gerendert wird, den Mehrwert von Bildern zu prüfen, wichtige zusammengehörige Inhalte im selben Viewport zu gruppieren, mobile-spezifische Interaktionen und Designelemente zu vermeiden und zu verstehen, wann Dispersion strategisch eingesetzt werden kann.
  • Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass minimalistische Desktop-Seiten mit verstreuten Inhalten Ablenkungen begrenzen und die Aufmerksamkeit auf Kernpunkte lenken können, dass aber ganzseitige Mobile-First-, minimalistische und bildzentrierte Designs auf dem Desktop Usability-Probleme verursachen.

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GN⁺ 2023-10-27
Hacker-News-Kommentar
  • Ein Artikel über die negativen Auswirkungen von Mobile-First-Webdesign
  • Der Begriff „Hinternet“ wurde erstmals 2007 geprägt, um ein stilvolles, wertschöpfendes Internet im Gegensatz zu einem Internet voller Popup-Banner und Spam zu beschreiben.
  • „Hinternet“ ist heute die vorherrschende Form des Internets, in der viele essenzielle Dienste Mobile-First entworfen sind und häufig Technologien verwenden, die auf offenen Plattformen nicht funktionieren.
  • Der Wandel hin zu Mobile-First-Design scheint ein Symptom eines größeren Problems zu sein: dass das Internet zu einer dystopischen Landschaft vertikaler Informationsintegration wird.
  • Frontend-Entwicklung gilt als der schwierigste Teil des Stacks, da sie tiefes Wissen über HTML, CSS und die unterstützenden Web-APIs erfordert.
  • Das Problem ist nicht nur Mobile First versus Desktop, sondern dass Designer nicht verstehen, dass Webinhalte dynamisch und anpassbar an Größe und Form des Anzeigegeräts der Nutzer sein sollten.
  • Der Einsatz von Hamburger-Menüs und Hieroglyphen gilt als für Mobilgeräte geeignet, auf dem Desktop jedoch als schlechte Designentscheidung, die unnötige Schritte hinzufügt und Verwirrung stiften kann.
  • Viele Websites ändern ihre UI abhängig von der Fenstergröße, was dazu führen kann, dass die UI unbenutzbar wird, wenn das Fenster so skaliert wird, dass es die Hälfte des Monitors einnimmt.
  • Das Fehlen einer Touch-Funktion, die dem Hover auf Mobile-First-Designs entspricht, wird als bedeutender Verlust angesehen.
  • Das UX-Konzept „Hero“ wird wegen seiner übermäßigen Nutzung auf Landingpages kritisiert, da Nutzer oft durch Marketing-Inhalte scrollen und klicken müssen, um relevante Informationen zu finden.
  • Die Branchenfixierung auf JavaScript-Frameworks und Mobile-First-Bildschirme hat einige Webdesigner dazu gebracht, sich wieder stärker dem Grafikdesign zuzuwenden.
  • Der Artikel endet damit, dass Webdesigner der Kritik nicht zustimmen und argumentieren, dass einfache Inhalte pro Bildschirm besser funktionieren und visuell leichter zu erfassen sind.