- Zwei Polizisten aus dem US-Bundesstaat Iowa verklagen den Jugendlichen Tayvin Galanakis wegen Verleumdung und Verletzung der Privatsphäre, nachdem er ein Video seiner aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Festnahme auf YouTube veröffentlicht hatte.
- Galanakis hatte zunächst die Polizeibehörde von Newton wegen Verletzung seiner verfassungsmäßigen Rechte in den USA, rechtswidriger Festnahme sowie fahrlässiger Aufsicht und Ausbildung verklagt.
- Der Vorfall ereignete sich im August 2022, als Galanakis angehalten wurde, weil er die Scheinwerfer seines Fahrzeugs nicht abgeblendet hatte. Obwohl seine Blutalkoholkonzentration bei 0,00 lag, nahmen ihn die Beamten wegen des Verdachts auf Marihuanakonsum fest.
- Galanakis veröffentlichte das Bodycam-Video seiner Festnahme auf YouTube, wo es 2 Millionen Aufrufe erreichte. Er ergänzte es um Untertitel mit seiner eigenen Einordnung, von denen die Polizisten behaupten, sie seien verleumderisch und hätten absichtlich seelisches Leid verursacht.
- In der Klage der Polizisten heißt es, Galanakis habe vorsätzlich falsche und schockierende Aussagen über ihre Ausbildung, Erfahrung, Qualifikationen, psychische Eignung, Kompetenz und ihren moralischen Charakter veröffentlicht.
- Der US-Bundesrichter Stephen Locher wertete den Großteil von Galanakis’ Untertiteln als Meinungsäußerungen oder rhetorische Übertreibungen, die nicht als Verleumdung gelten, und wies den Großteil der Vorwürfe der Polizisten ab.
- Der einzige nicht abgewiesene Punkt betrifft die Behauptung von Galanakis, einer der Polizisten sei wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden, sowie die damit verbundenen Vorwürfe der Verleumdung und Verletzung der Privatsphäre. Das entspricht nicht den Tatsachen.
- Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest, doch die Parteien werden dem Gericht voraussichtlich bald ein Update vorlegen.
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