- Einer neuen Studie zufolge verzehrten frühe Europäer über Tausende von Jahren Algen und andere Wasserpflanzen.
- Die Studie basiert auf der Analyse von fossilisiertem Zahnstein von 74 frühen Menschen, der an 28 europäischen archäologischen Fundstätten gefunden wurde.
- Der Zahnstein enthielt chemische Biomarker von Algen und Wasserpflanzen, was darauf hindeutet, dass diese Teil der Ernährung früher Menschen waren.
- Diese Wasserpflanzen wurden vom Mesolithikum über das Neolithikum bis in das frühe Mittelalter hinein verzehrt.
- Die Entdeckung stellt frühere Annahmen infrage, wonach frühe Menschen nach der Einführung der Landwirtschaft im Neolithikum weitgehend auf Meeresnahrung verzichtet hätten.
- Die Studie fand zudem Hinweise auf den Verzehr von Wasserpflanzen auch in Regionen, die fast 50 Meilen vom Wasser entfernt lagen, was darauf schließen lässt, dass sie nicht nur eine Spezialität der Küstenküche waren.
- Welchen Anteil diese Wasserpflanzen an der Ernährung früher Menschen hatten und wie genau sie zubereitet wurden, ist weiterhin unklar.
- Die Forschenden vermuten, dass frühe Menschen die ernährungsphysiologischen Vorteile von Algen und Wasserpflanzen erkannt haben könnten.
- Algen gelten heute wegen ihrer weiten Verbreitung, ihres schnellen Wachstums und ihres hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen als „Superfood“.
- Die Forschenden hoffen, dass ihre Ergebnisse mehr Menschen dazu ermutigen werden, Algen und Wasserpflanzen in ihre Ernährung aufzunehmen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare