1 Punkte von GN⁺ 2023-09-25 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Arbeiter in Kalifornien, die Arbeitsplatten zuschneiden, leiden an Silikose, einer unheilbaren Lungenerkrankung, die durch das Einatmen feiner Partikel aus kristallinem Siliziumdioxid entsteht.
  • Die Krankheit existiert zwar schon seit Jahrhunderten, erlebt aber durch die wachsende Beliebtheit von Arbeitsplatten aus Engineered Stone mit hohem Silikatanteil ein neues Aufflammen.
  • Silikose betrifft inzwischen junge Arbeiter in ihren 20ern, 30ern und 40ern, vor allem lateinamerikanische Einwanderer, statt älterer Menschen, die ihr jahrzehntelang ausgesetzt waren.
  • Die Krankheit kann zu einer eingeschränkten Lungenfunktion führen, und es gibt keine Heilung. Eine Lungentransplantation ist zwar eine Option, aber keine dauerhafte Lösung.
  • Die kalifornischen Arbeitsschutzbehörden erarbeiten Notfallvorschriften zum Schutz der Beschäftigten, und Los Angeles County erwägt ein vollständiges Verbot des Verkaufs und der Installation von "Silica Engineered Stone".
  • Die Agglomerated Stone Manufacturers Association argumentiert, dass nicht Engineered Stone selbst, sondern die mangelnde Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen durch Verarbeiter der Risikofaktor sei.
  • Einer aktuellen Studie zufolge ist in Kalifornien fast jeder fünfte Arbeiter gestorben, der durch das Polieren von Arbeitsplatten an Silikose erkrankte; das Medianalter beim Tod lag bei 46 Jahren.
  • Trotz des Anstiegs der Erkrankung wissen Verbraucher, die Arbeitsplatten kaufen, meist kaum, welche Gefahr sie für die Produktionsarbeiter darstellen kann.
  • Schätzungen zufolge macht Engineered Stone mehr als 60 % der Materialien für Arbeitsplatten aus, und seine Beliebtheit dürfte weiter steigen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-09-25
Hacker-News-Kommentare
  • Ein Artikel über die Gesundheitsrisiken, denen Arbeiter beim Zuschneiden von Arbeitsplatten ausgesetzt sind, insbesondere Silikose, eine Lungenerkrankung, die durch das Einatmen von Silikastaub entsteht.
  • Eine Diskussion mit historischem Blickwinkel, die im Museum einer Kupfermine in British Columbia die harten Arbeitsbedingungen früherer Bergleute zeigt und erwähnt, dass sie an Silikose litten.
  • Trotz Fortschritten beim Arbeitsschutz legt der Artikel nahe, dass Beschäftigte in einigen Branchen weiterhin schädlichen Bedingungen ausgesetzt werden; die Arbeitsplattenindustrie ist ein typisches Beispiel.
  • Der Artikel verweist auf Studien von UCLA und UCSF, laut denen fast die Hälfte der an Silikose erkrankten Arbeiter an ihrem Arbeitsplatz Wasser zur Staubkontrolle einsetzte, der Staub jedoch so dicht war, dass Atemschutzgeräte ihn nicht ausreichend filtern konnten.
  • Der Artikel legt nahe, dass Maßnahmen zum Schutz von Arbeitern, die technischen Stein schneiden, in einer Branche, in der Beschäftigte oft Migranten sind, bar bezahlt werden und in kleinen Werkstätten arbeiten, wirtschaftlich häufig nicht umsetzbar sind.
  • Der Artikel erwähnt außerdem einen Podcast, der Cass Sunstein, Mitautor von Nudge, kritisiert und behauptet, er habe während der Obama-Regierung Regelungen zum Schutz vor Silikose verzögert und blockiert.
  • Mehrere Kommentatoren teilen persönliche Erfahrungen zu diesem Problem, etwa dass sie beim Austausch von Arbeitsplatten Staub bemerkten oder beim Arbeiten in Gebäuden mit Arbeitsplattenbetrieben das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen beobachteten.
  • Einige Kommentatoren fragen sich, warum das Zuschneiden von Arbeitsplatten angesichts der Gesundheitsrisiken für die Arbeiter nicht automatisiert wird.
  • Der Artikel zieht zudem Parallelen zwischen der Arbeitsplattenindustrie und anderen Branchen wie dem Schweißen, in denen der Schutz der Beschäftigten ebenfalls Anlass zur Sorge ist.
  • Einige Kommentatoren vermuten, dass Steinstaub ähnlich schädlich wie Asbest sein kann und dass das Gesundheitsrisiko von „frischem“ Staub ausgeht.
  • Der Artikel endet mit Kritik am Druck zur Deregulierung und legt nahe, dass dies für alle zu schlechteren Lebensbedingungen führt.