14 Punkte von ietgou 2023-09-20 | 7 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Gespräch mit CEO Dylan auf der Figma-Konferenz im August
  • Er sagte, dass bei Airbnb die PM-Rolle abgeschafft wurde. Das stieß bei Designern auf großen Zuspruch
  • Brian Chesky ist ein Manager mit Design-Hintergrund. In der Anfangszeit machte er Design zum zentralen Geist des Unternehmens und wollte Designer in den Entscheidungsprozess einbinden
  • Als Airbnb durch Corona einen Umsatzeinbruch von 80 % erlebte und in eine schwere Krise geriet, versuchte Brian, das Unternehmen mit einem designzentrierten Führungsansatz wieder auf Kurs zu bringen
  • Danach integrierte Brian die Rollen von Designern und PMs, stärkte die Befugnisse der Designer und baute das Unternehmen zu einer designzentrierten Organisation um

7 Kommentare

 
npmachine 2023-09-25

Ich unterstütze diese Entscheidung. Natürlich wird auch dieses System Nebenwirkungen haben.
Das ist eine provokante Aussage, aber selbst wenn man die PM-Rolle beibehält, finde ich, dass sie von jemandem übernommen werden sollte, der Erfahrung in einem Fachbereich wie Design oder Entwicklung hat. Ich habe zu oft gesehen, dass jemand ohne tiefes Verständnis für das Produkt am Ende nur die Zeitpläne koordiniert.

 
colus001 2023-09-21

Man schafft die PM-Rolle doch, damit jemand Verantwortung übernimmt und Entscheidungen trifft, daher fällt es mir schwer, dem zuzustimmen. Man sollte lieber ein System schaffen, in dem gute Ideen im Unternehmen umgesetzt werden, statt die Rolle einzelner Personen zu betonen; ich glaube nicht, dass das per se zu besseren Ergebnissen führt.

 
ing03201 2023-09-21

Interessanter Inhalt.

 
coremaker 2023-09-21

Es gibt jeweils eigene, klar abgegrenzte Rollen, und ich denke, man kann so etwas nur dann als erfolgreich bewerten, wenn aus 1+1 entweder 2 oder 2,5 wird. Ich habe aber auch oft erlebt, dass aus 1+1 nur 1,5 oder sogar 0,8 wird.

Mich würde auch interessieren, welche Anstrengungen die Unternehmen, die solche Entscheidungen getroffen haben, während des Prozesses unternommen haben.

 
coremaker 2023-09-21

War es nicht ohnehin schon ein erfolgreiches Unternehmen, und hatte die Integration keinen Einfluss auf den Trend? Vielleicht wurde das auch nur herangezogen, damit der CEO seine eigene Leistung PR-wirksam darstellen kann? (Entschuldigung für die negative Sichtweise.)

 
leechamdol 2023-09-20

https://www.nngroup.com/articles/ux-product-managers-overlap/
https://nngroup.com/articles/…

Die Rollen dieser beiden Funktionen standen schon immer in Konflikt, und ich glaube nicht, dass es darauf eine einzig richtige Antwort gibt.
Allerdings kann ich das Thema der Befugnisse von Designern durchaus nachvollziehen, wenn man es nicht aus der Perspektive der Macht einzelner Personen oder Teams betrachtet, sondern aus Sicht des Produkts und der jeweiligen Rolle.

Während PM und PO die zentrale Steuerung übernehmen, kommt es bei Designern oft so rüber, als würden sie auf Basis der Vorgaben nur kurz nachdenken und dann bloß Designs ausliefern.
Ich habe häufig Organisationen gesehen, in denen genau das bereits die gesamte Rolle ist; darunter waren auch Fälle, in denen PM Aufgaben übernommen haben, in denen Designer eigentlich ihre Fachkompetenz hätten einbringen sollen, und das fand ich schade.

 
leechamdol 2023-09-21

Designorientierte Unternehmensführung ist jedenfalls gut. Ob die Strategie realistisch ist, weiß ich allerdings nicht.
Airbnb wie auch Apple sind zwar bereits Erfolgsbeispiele, aber das wirkt für mich wie eine rückblickende Erzählung.

„80 % der Updates im Jahr werden nur zweimal groß ausgerollt, aufgeteilt auf die erste und zweite Jahreshälfte, und die restlichen 20 % werden agil iterativ ausgerollt und optimiert.“

Julie Zhuo sagt ebenfalls, dass die Person mit dem besten Urteilsvermögen die Entscheidungen treffen sollte,
am Ende war es aber vielleicht einfach jemand, der ohnehin erfolgreich geworden wäre? Wenn es nicht klappt, scheitert man eben gewaltig.

Das war die Meinung eines vorbeikommenden Management-Laien.