1 Punkte von GN⁺ 2023-09-16 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Unity wechselt von einem Bezahlmodell pro Seat zu einem Bezahlmodell pro Installation. Dies gilt nicht nur für kostenpflichtige Installationen, sondern für alle Installationen
  • Diese Änderung hat besonders große Auswirkungen auf Mobile Games, bei denen der Umsatz pro Installation stark variiert
    • Zum Beispiel plant Unity, 0,20 US-Dollar pro Installation zu berechnen, wenn eine App jährlich 200.000 US-Dollar Umsatz erzielt. Das bedeutet, dass jeder Nutzer nach der Installation mindestens 10 Werbeanzeigen sehen müsste, damit die App profitabel bleibt
  • Das neue Preismodell wird auch rückwirkend auf bestehende Anwendungen angewendet und könnte damit eine potenzielle Bedrohung für Entwickler darstellen
  • Anders als beim Wechsel zu einem anderen Dokumenteneditor ist der Umstieg auf eine andere Game Engine ein komplexer und zeitaufwendiger Prozess. Dadurch stellt diese Preisänderung für Spieleentwickler eine noch größere Herausforderung dar
  • Open-Source-Game-Engines wie Godot bieten eine Lösung, indem sie Entwicklern Rechte an der Engine geben, die nicht widerrufen oder nachträglich geändert werden können. Nach der MIT-Lizenz von Godot dürfen Nutzer die Engine verwenden, verändern und verbreiten, solange sie die ursprünglichen Urheber nennen
  • Die Unreal Engine hat derzeit keine Bedingungen wie Unity, aber es gibt keine Garantie, dass sie in Zukunft keinen ähnlichen Ansatz verfolgen wird
  • Das Mobile-Studio Ramatak erweitert die Open-Source-Engine Godot derzeit um Funktionen, die für Mobile Games nötig sind, etwa Werbung, In-App-Käufe und Analytics
  • Sollte Ramatak die Bedingungen zu Ungunsten der Entwickler ändern, würden diese nur die Ramatak-spezifischen Erweiterungen verlieren und könnten wieder auf die Open-Source-Version zurückwechseln
  • Mit Ramatak können Entwickler die Freiheit und Sicherheit einer Open-Source-Engine nutzen und zugleich die erweiterten Funktionen, die moderne Mobile Games benötigen
  • Der zentrale Punkt ist, dass Entwickler mit einer Open-Source-Engine nicht durch die Monetarisierungsstrategie der Engine eingeschränkt werden und sich an künftige Veränderungen im Gaming-Umfeld anpassen können

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-09-16
Hacker News-Kommentare
  • Die neue Preispolitik von Unity hat eine Debatte über die Bedeutung von Open Source ausgelöst.
  • Einige Kommentatoren argumentieren, dass Epic und Unreal Engine dem Preismodell von Unity wegen unterschiedlicher Geschäftsstrategien und Erlösmodelle nicht folgen werden.
  • Die Entscheidung von Unity scheint das Ergebnis finanzieller Schwierigkeiten und des Wachstumsdrucks nach dem Börsengang zu sein.
  • Das neue Preismodell scheint ein potenzieller Faktor zu sein, der Entwickler künftig davon abhalten könnte, Unity zu verwenden.
  • Diese Situation erinnert an die Risiken, die mit der Nutzung von Closed-Source-Tools verbunden sind: Geschäftsbedingungen können geändert, Support kann eingestellt und Preise können erhöht werden.
  • Einige Kommentatoren äußern Mitgefühl für die finanziellen Schwierigkeiten von Unity und verweisen auf die hohe Burn Rate des Unternehmens sowie den Wettbewerb mit anderen Game-Engines wie Unreal.
  • Andere argumentieren, dass es nicht um Open Source gehe, sondern darum, dass Unternehmen einseitig Verträge ändern und neue Gebühren auferlegen.
  • Einige Kommentatoren weisen darauf hin, dass viele Nutzer von solchen Technologien profitieren, ohne beizutragen oder zu zahlen, und stellen die Nachhaltigkeit des Open-Source-Modells infrage.
  • Der Plan von Unity, Entwicklern von abonnementsbasierten Spielen keine Gebühren zu berechnen, wirkt unrealistisch und könnte rechtliche Probleme verursachen.
  • Die Lizenzbedingungen von Unreal Engine, nach denen eine Version der Engine dauerhaft genutzt werden kann, werden als Kontrast zu Unitys Ansatz hervorgehoben.
  • Als Alternativen zu Unity werden die Bevy Engine und Rust vorgeschlagen.
  • Unitys Erklärung, jederzeit ohne Zustimmung Gebühren hinzufügen oder ändern zu können, wird kritisiert.